Kurt Schwitters
(* 20. Juni 1887 † 8. Januar 1948)
Alle Vögel…
Um zehn nach drei
Ist de Lenz vorbei.
Alle Fliegen, die schon da sind,
Alle Mütter, die Mamma sind,
Alle Herren, die Pappa sind,
Singen Lieder, die dada sind;
Alle Vögel alle.
Vogel, Vögel. Aves.
Kurt Schwitters
(* 20. Juni 1887 † 8. Januar 1948)
Alle Vögel…
Um zehn nach drei
Ist de Lenz vorbei.
Alle Fliegen, die schon da sind,
Alle Mütter, die Mamma sind,
Alle Herren, die Pappa sind,
Singen Lieder, die dada sind;
Alle Vögel alle.
Rainer Maria Rilke
(* 4. Dezember 1875 † 29. Dezember 1926)
Aus einem April
Wieder duftet der Wald.
Es heben die schwebenden Lerchen
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern schwer war;
zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er leer war,-
aber nach langen, regnenden Nachmittagen
kommen die goldübersonnten
neueren Stunden,
vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten
alle die wunden
Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.
Rainer Maria Rilke: Aus einem April weiterlesen
Pressemitteilung des BUND S-H
Angriff auf den Naturschutz
+++ BUND SH: Forderung nach Jagd auf Nonnengänse ist ein Angriff auf den Naturschutz
+++ Entschädigungen gegen Fraßschäden sinnvoll
+++ Konstruktive Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft zur Abmilderung der Biodiversitätskrise notwendig
BUND lehnt Bejagung der Nonnengans in S-H ab weiterlesen
Anna Louisa Karsch
(* 1.12.1722 † 12.10.1791)
An den jungen Lenz
Du junger Frühling kommst herab
Vom Schöpfer, um ganz neues Leben
Geschöpfen seiner Hand zu geben.
Das Blumen-Volk verläßt sein Grab,
Und mit empor gehobnem Haupte
Beschämt es den, der keinen Gott
Und für sich selbst Vernichtung glaubte.
Der Vogel wiederspricht des Wiedersprechers Spott.
Die Saat mit Millionen Zungen
Aus schwarzer Erd herauf gedrungen
Bestätiget, was er gesungen!
Der Linde Blätter lispeln nach;
Die Elbe rauscht und murmelnd spricht der Bach:
„Es ist ein Gott, der laue Winde schickte,
„Den Schnee zerschmolz, das Eis zerbrach,
„Mit jungem Grün das Ufer schmückte
„Und diese Sonne scheinen läßt!
Nach sanft gefallnem Frühlingsregen
Quackt der erweckte Frosch sein Fest,
Und Fische scherzen ihr entgegen!
Der Hirt heißt seine Heerde leben!
Sie weidet jugendliches Graß,
Blöckt ihre Freuden laut, und hört ohn Unterlaß
Sich Thal und Hügel Antwort geben!
Die Honigträgerin verläßt ihr kleines Haus
Und saugt den Veilchen, wenn sie duften,
Die Süßigkeit des kleinen Kelches aus.
Die Schwalbe kommt aus Sumpf, wie aus verschloßnen Grüften
Einst unsre Leiber neu hervor,
Sie baut ihr Haus von Stroh und fetter Erde,
Und schwitzert froh dem Menschen vor,
Daß er auch wieder leben werde!
Anna Louisa Karsch: An den jungen Lenz weiterlesen

Zwei Jahre Aktionsplan Ostseeschutz: Wichtige Impulse, vieles unverbindlich, Umsetzung offen
– Naturschutzverbände ziehen Bilanz – Erste Meilensteine erreicht: Ostseebeiräte, wissenschaftlicher Beirat, Beteiligungsverfahren zu Schutzgebiets-Verordnungen – Verbindliche Ziele zur Reduktion des Nährstoff-Eintrags in die Ostsee fehlen – Räumung der Munitions-Altlasten stockt
Zwei Jahre Aktionsplan Ostseeschutz weiterlesen

Laubholz-Mistel, Viscum album weiterlesen
Johann Wolfgang von Goethe
(1749-1832)
März
Es ist ein Schnee gefallen,
Denn es ist noch nicht Zeit,
Daß von den Blümlein allen,
Daß von den Blümlein allen
Wir werden hoch erfreut.
Johann Wolfgang von Goethe: März weiterlesen