Wasserspiele – das perfekte Glück (nicht nur) für Kinder

Autor: Andreas Regner

Wasser ist der Quell des Lebens und für Kinder ist es das zentrale Spielelement. Im Zusammenhang mit Kindern muss Vorsorge getroffen werden gegen die Gefahr des Ertrinkens. Dies ist einerseits eine Frage der Aufsicht. Andererseits spielt aber auch die Bauweise eine nicht unerhebliche Rolle für das mögliche Gefährdungspotential. So sollten Folienlösungen im Kindergartenbereich eher gemieden werden, weil bei ihnen eine enorme Rutschgefahr besteht – oder sie bedürfen einer besonderen Absicherung / Bauweise.

Wasserspielbereich in der Bauphase. Foto: A.Regner. Die Fotos zeigen einen Wasserspielbereich in der Bauphase. Mamor- und Granitsteine wurden über einen Graben, der der Oberflächenentwässerung dient als Brücke gebaut. Gleichzeitig kann in Trockenzeiten der Graben genutzt werden um mittels Schlauch und Pumpe das in Zisternen gespeicherte Dachwasser für das Kinderspiel nutzbar zu machen. Im Hintergrund eine Sitz-Spielecke mit Feldsteinen und Stammabschniten von Grossbäumen.
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Bastelidee: Kartoffeltheater

Eine einfache und preiswertige Möglichkeit ein vergängliches Kinderspielzeug zu schaffen:
Das Kartoffel-Theater.

Autor: Andreas Regner

Wir brauchen:

  • einige rohe Kartoffeln
  • Filz oder andere Stoffreste
  • für jede Theaterfigur eine Gabel
  • Farbe, z.B. Plaka-Farbe oder Filzstift
  • Stecknadeln
  • Perlen
  • Faden
  • sonstigen Schmuck

Kartoffeltheater. Foto: A.Regner.
Die Kartoffeln werden auf (möglichst spitze) Gabeln aufgespiesst, bemalt und dann mit Schmuck wie Perlen, Bucheckern o.ä. verziert. Der Stoff lässt sich gut mit Stecknadeln an den Kartoffeln befestigen.
Die Haltbarkeit beträgt auch bei ungünstigen (hohen) Lagertemperaturen mehrere Wochen.

Gerade in der dunklen Jahreszeit ist dies eine schnell zu improvisierende Bastelaktion, die Kinder sehr unterschiedlichen Alters anspricht und gut helfen kann, einen verregneten oder besonders eisigen Tag kreativ und mit Naturmaterialien zu nutzen.

Als Bühne eignet sich beispielsweise eine Tischkante oder eine mit Stoff abgehängte Stuhllehne. Wer weiterbasteln möchte: Aus Verpackungskarton (bemalen, bekleben…) lassen sich individuelle Bühnen fertigen.

Obst – Wildobst – Einführung

Wildobst im Garten

Autor: Gregor Dietrich

Ein neuer Trend ist bemerkbar: Viele Wildobststräucher gibt es in den Baumschulen jetzt schon in Sorten. Wir wollen uns einmal anschauen, was unter dem Begriff so alles zu finden ist.

Von Wildobst spricht man bei Wildsträuchern, die beerntet werden. Diese Sträucher können natürlich auch in den Garten gebracht und dort beerntet werden. Das ist der erste Schritt zur Domestikation. Es werden bald besser tragende Klone ausgesucht und schließlich gezielt neue Sorten gezüchtet. Spätestens dann kann man nicht mehr von Wildobst reden, obwohl das oft getan wird. Der Dirndlstrauch Cornus mas Jolico ist beim besten Willen kein Wildobst, sonst wären es die Sorten der Schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum) ja auch. Denn auch hierbei handelt es sich um die selbe Art wie bei der Wildform, nicht um Hybriden oder eine neue Kulturart. Wenn es von einer Obstart erst seit kurzem Kultursorten gibt, so ist von Neuem Obst und nicht von Wildobst zu sprechen.
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Weidennutzung

Autor: Martin Beckers

Allgemeines

Die Gattung der Weiden (Salix) umfasst ca 300 Arten. Sie gehören neben Pappeln (Populus) und Chosenia zur Familie des Salicaceae.
Es sind Laubgehölze mit weichem Holz, zweihäusigen Blüten, die in Kätzchen angeordnet sind, ungeteilten sommergrüenen Blättern, gute Kreuzungsfähigkeit innerhalb der Gattung, Flachwurzler, meistens licht- und wasserliebend, Pioniercharakter (Ausbreitung der Saat anemochor durch Fluganhängsel, Flugentfernung bis 50 km) und eine vegetative Verbreitung durch gute Bewurzelungsfähigkeit der Triebe. Die Gattung ist auf der nördlichen Halbkugel verbreitet, vom Flußtälern bis Hochgebirgslagen.
Der Name Weide stammt vom mittelhochdeutschen Wort wida ab. Dieses wiederum geht auf das lateinische vitis = Rebe, Ranke zurück. Die Bezeichnung Salix stammt vom altindischen Salilam = Fluß ab.
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Gehölze – Hecken – Wer frisst an meiner Hecke?

Wer frisst an meiner Hecke?

Autor: Gregor Dietrich

Hecken sind der Früchtemarkt einer Landschaft, Energielieferant für viele Tiere vor und während des Winters. Viele Gewächse fruchten im Herbst und preisen ihre Früchte in leuchtenden Farben an. Mit bunten, zucker- und vitaminreichen Hüllen locken Pflanzensamen Tiere zu ihrer Verbreitung an.

Ob Apfelfrüchte wie Weißdorn und Vogelbeere, Steinfrüchte wie Schlehe und Schneeball, Beeren wie Berberitze und Heckenkirsche, Sammelfrüchte wie Hagebutte und Brombeere – sie alle locken mit ihren Farben unterschiedlichste Tiere zum Verzehr. Jetzt im Herbst reifen die meisten Arten. Denn Zugvögel bieten nun die Chance zur Fernverbreitung. Auch die verbleibenden Vögel vergrößern im Winter ihren Aktionsradius, um ausreichend Nahrung zu finden, und sind auf Früchte angewiesen. So haben Pflanzen die jetzt fruchten und bis in den Winter frisch bleiben sowohl die Chance zur Fernverbreitung als auch größere Chancen in der Umgebung einen neuen Standort zu besiedeln.
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Wildgehölze

Auswahl lieferbarer Wilgehölze

Autor: Andreas Regner

  • Acer campestre, Feldahorn, Wuchs: 3 – 15 m
  • Acer platanoides, Spitzahorn
  • Acer pseudoplatanus, Bergahorn
  • Aesculus hippocastanum, Rosskastanie, Verbreitung: in Schleswig-Holstein nicht heimisch
  • Alnus glutinosa, Erle. Verbreitung: Feuchte Standorte, z.B. Auenwälder
    Amelanchier ovalis, Gemeine Felsenbirne. Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa bis Kleinasien und Nordafrika. D: Mittel-, Südwest- und Süddeutschland (selten). Früchte: essbar, süsslich
  • Arctostaphylos uva-ursi, Bärentraube. Niederliegender, dichte Teppiche bildender Kleinstrauch auf sandig-humosen Lehmböden. Trockenheit nur mässig ertragend. Verbreitung: Flachland bis Alpen. In Nordeutschland sehr selten. Frucht: essbar, Heilpflanze
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häcksler

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Häcksler

Autor: Hannes Birnbacher, Windhagen
Stand: 28.2.2001

Es gibt zwei Arten Häcksler. Die teuren Walzen- oder
Leisehäcksler verarbeiten ganze Äste zu groben Klötzchen.

Die kleinen Messerhäcksler arbeiten nach dem Kaffemühlen- oder
Küchenmaschinenprinzip.
Über diese gibt es immer wieder den großen Irrtum, dass sie ganze
Äste zerkleinern. Meiner, der kleinste und billigste seiner Zeit,
ist (nur) für das gut, was ich auch mit einer Rosenschere
abschneiden konnte: Zweige, Strünke z.B. von Sonnenblumen und
Brennesseln, Heckenschnitt, Holunder usw. In allen diesen
Segmenten kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Walzenhäcksler
überhaupt dafür brauchbar wäre. Und nichts ist so toll, wie, 10
mtr. Brombeer-Ranke, die einen schon ewig blutiggekratzt und
geärgert hat, in einem Zug in einen Häcksler einzufüttern;-).
Zwar hat auch diese Bauart einen Stutzen für die Zuführung ganzer
Äste und ist für 3 cm dicke freigegeben. Das ist aber nicht für
die massenweise Zerkleinerung von Astwerk brauchbar; der Stutzen
führt direkt auf die Messer und sein ausschließlicher Gebrauch
dürfte deren Standzeit denn doch zu sehr verkürzen. Diese
Einführung ist eine sehr viel Arbeit sparende Vorrichtung, mit
der man einen ganzen Ast an seinem unteren Ende schnetzelt;
hinterher hat man nur noch die feinen Zweige in der Hand und kann
diese in den Haupt-Einfülltrichter stopfen.

Übrigens stopfen. Es schont den Häcksler keineswegs, wenn man zu
wenig oben einfüllt; dann kann er sich an einem halbzerkleinerten
Aststückchen festbeissen, das sonst längst vom nachdrängenden
Schnittgut herausbefördert worden wäre. Am besten greift man
beherzt eine ganze Handvoll feines Schnittgut, steckt sie oben rein, bis
es vom Vorzerkleinerer erfasst wird, und zieht sie gleich wieder
etwas hoch, während die bisher abgehackten Teile fein zerkleinert
werden, und führt so die Menge in mehreren Schüben durch den
Häcksler.

Der Häcksler bleibt bei mir, wenn ich obige Vorsichtsmaßnahmen
beachte, nicht stecken. Gelegentlich muss ich ihn abschalten und
von Hand freiräumen, wenn ich höre, dass er von zu viel feuchtem
Grün, etwa frisch ausgerissene oder gemähte Brennesseln, Holunder
oder Heckenschnitt mitsamt Blättern, zu verstopfen droht. Das
kann man vermeiden, wenn man einen Schub Grünmasse immer mit
einem Schub trockenem Gut abwechselt. Ferner bin ich mit gewissen
Baumarten sehr vorsichtig – Holunder oder Weide ist nun mal
leichter gehäckselt als die drahtharten Zweige der Pflaumenbäume.

Da ich ihn sommers wie winters mit einer Plastiktüte abgedeckt im
Freien aufbewahren muss, lasse ich ihm regelmäßige Pflege
angedeihen: öffnen, mit der rotierenden Drahtbürste reinigen, die
Schneidkanten am Vorzerkleinerer mit der Maschine nachschärfen
(z.B. rotierender Schleifstein in der Bohrmaschine eingespannt),
evtl. Messer herausschrauben und an der Doppelschleifmaschine
nachschärfen (wie auch am Häcksler immer! mit Schutzbrille,
Handschuhen und fester Kleidung arbeiten … so ein Messerchen fliegt
einem, insbesondere wenn freihändig und nicht wie beschrieben in der
Werkstatt nachgeschliffen, bisweilen auch mal mit guter
Durchschlagskraft um die Ohren, wenn man nicht aufpasst, aber
auch ein widerspenstiges Ästchen kann einem u.U. aus dem
Einfülltrichter wieder in’s Gesicht fliegen) und die Metallteile
mit irgend einem Fett, billigem Speiseöl o.ä. einreiben