Maria Luise Weissmann: Das frühe Fest | Das Mädchen spricht

Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)

Das Mädchen spricht

1.

Es spürt mich Einer in allem Rosenduft,
Ahne ich manchmal. Und er sucht mich auch
In Fliederblüten und den blauen Glocken.
Aber ich weiß mich selber nicht.
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Adelbert von Chamisso: Im Herbst

Adelbert von Chamisso
(Louis Charles Adélaïde de Chamissot de Boncourt)
(* 30. Januar 1781 † 21. August 1838 in Berlin)

Im Herbst

Niedrig schleicht blaß hin die entnervte Sonne,
Herbstlich goldgelb färbt sich das Laub, es trauert
Rings das Feld schon nackt und die Nebel ziehen
Über die Stoppeln.
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Luise Büchner: Armins Klage

Luise Büchner
(* 12. Juni 1821 in Darmstadt bis † 28. November 1877 in Darmstadt)

Armins Klage

„Wissen willst du, was ich leise seufze,
Warum Trauer meine Stirn umhüllt?
Nicht gering, o Cormar, ist mein Kummer,
Meine Kinder ruhn in Todesschlummer
Und von Schmerz ist meine Brust erfüllt!
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Maria Luise Weissmann: Imago. Ausgewählte Gedichte. (1922-1929 | 1946)

Maria Luise Weissmann: Imago. Ausgewählte Gedichte.
Hrsg. mit einem Nachwort von Heinrich F.S. Bachmair, Starnberg.
Bachmair, Starnberg 1946 (1929). 108 S.
Aus dem Nachlass, entstanden 1922-1929, Erstdruck in: Gesammelte Dichtungen.

Imago

Kurzbiografie von Heinrich F. S. Bachmair

in: Imago. Ausgewählte Gedichte

Maria Luise Weissmann wurde am 20. August 1899 als älteste Tochter des Gymnasialprofessors, späteren Oberstudienrats Dr. Karl Weissmann und seiner Gattin Klara geb. Ernst zu Schweinfurt am Main geboren. Als sie zehn Jahre alt war, wurde ihr Vater nach Hof in Oberfranken versetzt. Im Hause ihrer Eltern hat sie eine fleißige, schöne und früh auf die geistigen Dinge gerichtete Jugend erlebt. Entscheidend für ihren weiteren Weg wurde dann Nürnberg, wohin ihre Eltern während des Krieges übersiedelten. 1918 trat sie mit ihren ersten Versuchen hervor, zumeist im „Fränkischen Kurier“ (auch unter dem Pseudonym M. Wels). In dem damals sehr regen Literarischen Bund betätigte sie sich als Sekretärin, bis zu einem längeren Aufenthalt in München, wo sie 1919/20 im Verlag Oskar Schloss und der ihm nahestehenden Gesellschaft für Buddhistisches Leben arbeitete. – Am 3. Juni 1922 verheiratete sie sich mit dem Herausgeber dieses Buches, mit dem sie nun abwechselnd in Pasing, Dresden und München lebte. Anfang November 1929 erkrankte die Dichterin plötzlich an einer schweren Angina, die eine tödliche Sepsis zur Folge hatte. Am 7. November, Mittags ein Uhr, hörte ihr zartes Herz zu schlagen auf.
Maria Luise Weissmanns Asche ruht im Münchner Waldfriedhof, dessen Melancholie, vereint mit kindlicher Heiterkeit, dem Wesen der Verewigten sosehr gemäß ist.

Quellen- und Rechtehinweis

Die hier gespiegelten Texte von Maria Luise Weissmann stammen aus der Sammlung von Dirk Schröder, Metzingen: hor.de. Alle dort gesammelten Gedichte und anderen Texte sind gemeinfrei und unterliegen nicht dem Urheberrecht.

Maria Luise Weissmann: Gesammelte Dichtungen

Maria Luise Weissmann

(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)

Prosa

Alle Texte entnommen aus:

Maria Luise Weissmann: Gesammelte Dichtungen. Mit 2 Photographien von Mary Hausner. Pasing bei München, Bachmair 1932. 199 S. Gesamtauflage 800 Exemplare.

Maria Luise Weissmann: Gartennovelle. Eine Dichtung. Söcking, Bachmair 1949. 35 S. Gesamtauflage 1.500 Exemplare.

Belletristik

Aus einer Kindheit [Fragment]
Gartennovelle

Essays

Bücher über Rainer Maria Rilke
Das Werk Rudolf Alexander Schröders
Der Deutsche in der Landschaft
Der Dirigent Etté
Die Bettina und Goethe
Gustav Meyrink
Selbstbildnisse
Verlornes Ithaka

Notizen

4. III. 29
Das Gottesauge
Der Dichter
Kleines impromptu im Herbst

Quellen- und Rechtehinweis

Die hier gespiegelten Texte von Maria Luise Weissmann stammen aus der Sammlung von Dirk Schröder, Metzingen: hor.de. Alle dort gesammelten Gedichte und anderen Texte sind gemeinfrei und unterliegen nicht dem Urheberrecht.