Rainer Maria Rilke: Aus einem April

Rainer Maria Rilke
(* 4. Dezember 1875 † 29. Dezember 1926)

Aus einem April

Wieder duftet der Wald.
Es heben die schwebenden Lerchen
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern schwer war;
zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er leer war,-
aber nach langen, regnenden Nachmittagen
kommen die goldübersonnten
neueren Stunden,
vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten
alle die wunden
Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.
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Theodor Däubler: Winter

Theodor Däubler
(* 17. August 1876 † 13. Juni 1934)

Winter

Geduldig ist der Wald,
Behutsamer der Schnee,
Am einsamsten das Reh.
Ich rufe. Was erschallt?
Der Widerhall macht Schritte.
Er kehrt zurück zu seinem Weh:
Das kommt heran wie leise Tritte.
Er findet mich in meiner Mitte.
Warum hab ich den Wald gestört?
Vom Schnee ward nichts gehört.
Hat sich das Reh gescheut?
Wie mich das Rufen reut.

Infrastruktur-Zukunftsgesetz schwächt Klagerechte

Pressemitteilung des BUND S-H
Wer Klagen einschränkt, verdeckt Planungsfehler
+++ Infrastruktur-Zukunftsgesetz würde gerichtliche Kontrolle und Verbandsklagerecht bei Autobahnneubau schwächen
+++ BUND SH fordert die Landesregierung Schleswig-Holstein zur Ablehnung des Gesetzes im Bundesrat auf
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Anna Louisa Karsch: Das Harz-Moos

Anna Louisa Karsch
(* 1.12.1722 † 12.10.1791)

Das Harz-Moos

Gott zeigt in seiner Schöpfung-Werke,
Sich über unserm Haupt, sich auf der Erde groß;
Er gab der Sonne Glut, er gab dem Löwen Stärke,
Und bildete das kleinste Moos,
Das an dem Harzberg wächst, fein zweigigt wie Cypresse,
Voll kleiner Knospen, untersprengt
Mit etwas Röthe, so, wie junger Mädchen Blässe
Im Antlitz sich mit roth vermengt,
Wenn sie der Jüngling angeblicket;
Die Flur, der Garten und der Wald
Und selbst die Hügel sind geschmücket.
Doch andre Blumen sterben bald,
Das fein gebaute Moos bleibt, wenn sie schon gestorben,
Tief unter Schnee noch unverdorben.
Wie ähnlich ist es mir! tief lag ich unter Gram
Viel schwere Jahre lang, und als mein Winter kam,
Da stand ich unverwelkt und fieng erst an zu grünen.
Ich muste, wie das Moos, dem Glück zum weichen Tritt,
Dem Thoren zur Verachtung dienen.
Einst sterb ich! Doch mein Lied geht nicht zum Grabe mit!

Ein Männlein steht im Walde…

Ein Männlein steht im Walde...
Ein Männlein steht im Walde…
Ein Weihnachtsspaziergang macht auch ohne Schnee Spaß. Z.B. wenn man einen abgestorbenen Nadelbaum (Konifere) erklettern kann.
Das Foto wurde in der Gemeinde Rosengarten (Landkreis Harburg, Niedersachsen) aufgenommen. Es zeigt stehendes Totholz vermutlich einer Douglasie (Pseudotsuga menziesii), möglicherweise aber auch Westliche Hemlocktanne (Tsuga heterophylla).
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Flensburger Bahnhofswald gerettet

Pressemitteilung des BUND S-H

Flensburger Bahnhofswald gerettet

+++ Verwaltungsgericht hebt Baugenehmigung für Flensburger Bahnhofshotel auf
+++ Sieg für BUND und Bürgerinitiative
+++ Wert des Naturraums nicht ausreichend berücksichtigt

Kiel/ Schleswig. Die Klage gegen den Bau eines Hotels und eines Parkhauses im Flensburger Bahnhofswald war erfolgreich, das Verwaltungsgericht Schleswig hat die Baugenehmigung aufgehoben.
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