Umgestürzte Hasel wächst weiter

Umgestürzt aber nicht vollständig entwurzelt: Hasel wächst weiter
Umgestürzt aber nicht vollständig entwurzelt: Hasel wächst weiter
Teile des Wurzelsystems der Gewöhnlichen Hasel (Corylus avellana L.) sind nach diesem Umsturz erhalten geblieben.

Möglicherweise helfen dabei auch andere Exemplare der Gemeinen Haselnuss oder eventuell vorhandene eigene Klone aus der Umgebung:

Vielleicht haben sie ihre Wurzelsysteme zusammengeschlossen.
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Selma Merbaum: Trauer

Selma Merbaum
(* 5. Februar 1924 in Czernowitz, Rumänien/Ukraine bis † 16. Dezember 1942 im Zwangsarbeitslager Michailowka, Rumänien/Ukraine)

Trauer

Lichter spiegeln sich in schmutzig-nassen Pfützen,
gelb und fettig, schmutzig auch und schwer.
Helle Häuserfenster können gar nichts nützen.
Tore hallen hehr und leer.
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Nikolaus Lenau: Winternacht

Nikolaus Lenau
(* 13. August 1802 in Csatádb bis † 22. August 1850 in Oberdöbling, Österreich)

Winternacht

Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fortgeschritten!
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Selma Merbaum: Welke Blätter

Selma Merbaum
(* 5. Februar 1924 in Czernowitz, Rumänien/Ukraine bis † 16. Dezember 1942 im Zwangsarbeitslager Michailowka, Rumänien/Ukraine)

Welke Blätter

Plötzlich hallt mein Schritt nicht mehr,
sondern rauschet leise, leise,
wie die tränenvolle Weise,
die ich sing‘, von Sehnsucht schwer.
Unter meinen müden Beinen,
die ich hebe wie im Traum,
liegen tot und voll von Weinen
Blätter von dem großen Baum.

Selma Merbaum: Herbstregen

Selma Merbaum
(* 5. Februar 1924 in Czernowitz, Rumänien/Ukraine bis † 16. Dezember 1942 im Zwangsarbeitslager Michailowka, Rumänien/Ukraine)

Herbstregen

Ich starr‘ hinaus
Und seh‘ – versteh‘! –
Dabei der Trauer ins Gesicht.
Und so wie ich den Regen seh‘ –
Oh, so siehst du ihn nicht.
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Selma Merbaum: Den gelben Astern ein Lied

Selma Merbaum
(* 5. Februar 1924 in Czernowitz, Rumänien/Ukraine bis † 16. Dezember 1942 im Zwangsarbeitslager Michailowka, Rumänien/Ukraine)

Den gelben Astern ein Lied

Sie blicken durch den Regen hell mich an
so licht, dass sie die Sonne mir ersetzen.
Und gar nichts von des Regens Trauer kann
die leuchtend gelbe Freude mir verletzen.
Auflachend neigen sie sich in dem Grün,
das rein und frisch ihr Lachen mir begleitet –
ich leg‘ ihnen mein Lied zu Füßen hin,
weil sie mir eine Freude heut bereitet.

Selma Merbaum: Stille

Selma Merbaum
(* 5. Februar 1924 in Czernowitz, Rumänien/Ukraine bis † 16. Dezember 1942 im Zwangsarbeitslager Michailowka, Rumänien/Ukraine)

Stille

Im Zimmer schwebt die Stille und die Wärme,
ganz wie ein Vogel in durchglühter Luft,
und auf dem schwarzen kleinen Tische
liegt still das Deckchen, dünn und zart wie Duft.
Das Glas mit klarem Wasser, wie ein Traum,
wacht, dass das Glöckchen neben ihm nicht lärme,
und wartet scheinbar auf die kleinen Fische.
Die rote Nelke dämmert in den Raum,
als wäre sie dort Königin.
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