Haftet viel fester als Klett-Verschluss: Große Klette, Arctium lappa

Honig-Biene auf Blüte von Große Klette, Arctium lappa
Honig-Biene auf Blüte von Große Klette, Arctium lappa
Die Große Klette (Arctium lappa L.) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Aufgrund der späten Blüte von Juli bis August (September) ist sie tierökologisch besonders wertvoll, weil sie ihre Hauptblüte in einer Zeit hat, in der Blütennahrung abnimmt.
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Brennt wie Zunder: Zunderschwamm, Fomes fomentarius

Zunderschwamm an abgestorbener Silber-Pappel
Zunderschwamm an abgestorbener Silber-Pappel
Die Fotos zeigen den Zunderschwamm (Fomes fomentarius (L.) Fr.) auf stehendem Totholz: Silber-Pappel (Populus alba agg.).

Die Redewendung „Brennt wie Zunder“ rührt von der Verwendung des getrockneten Pilzes als Mittel zum Entfachen von Feuer her. Ältester bisher gefundener Beleg für die menschliche Verwendung ist die Gletschermumie „Ötzi“ aus der Jungsteinzeit (Neolithikum).
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Frucht essbar: Kirsch-Pflaume (Blut-Pflaume), Prunus cerasifera (‚Nigra‘)

Frucht essbar: Kirsch-Pflaume, Prunus cerasifera 'Nigra'
Frucht essbar: Kirsch-Pflaume ‚Nigra‘ („Blut-Pflaume“), Prunus cerasifera ‚Nigra‘
Die Kirsch-Pflaume (Prunus cerasifera Ehrh.) hat standortabhängig in den letzten Wochen ihre Früchte verloren oder sie hängen jetzt vollreif im Baum. Sie sind roh essbar und auch als Verabeitungsfrucht gut geeignet. Allerdings lösen sich die Kerne recht schwer vom Fruchtfleisch. Geschmacklich fällt die in Schleswig-Holstein nichtheimische Wildobstart unterschiedlich aus: Von wohlschmeckend bis manchmal fad oder auch vergleichsweise sauer.
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Dill macht was er will – Anethum graveolens

Dill, Anethum graveolens: Blüte und unreife Saat
Dill (Anethum graveolens L.) findet sich in Schleswig-Holstein selten in Siedlungsnähe verwildert. Diese Vorkommen sind unbeständig.
In der Gartenkultur ist die Pflanze nicht ganz einfach. Die Heil- und Gewürzpflanze hat recht hohe Ansprüche an ihre bevorzugte Keimungstemperatur und Bodenfeuchtigkeit.
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Unglücklich gestelltes Schild im BG Kiel: Giftige Verwechslungsmöglichkeit

Sehr giftig: Convallaria majalis L., Maiglöckchen
Sehr giftig: Convallaria majalis L., Maiglöckchen
Im Neuen Botanischen Garten Kiel gibt es einen Arzneipflanzengarten. Dort sind Pflanzen dargestellt, die medizinisch wirksam sind, darunter auch giftige. Eine davon ist das Maiglöckchen (Convallaria majalis L.). Sie ist wie alle Arten in diesem Bereich beschildert und mit einem roten Zusatzschild „Giftpflanze“ versehen. Wenn man das Beet allerdings von der anderen Seite betrachtet, wirkt die Sache ganz anders: Dann sieht man das Schild für die ungiftige Heilpflanze Bär-Lauch (Allium ursinum L.) direkt vor dem Beetbereich des Maiglöckchens.
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Vertrocknete Blätter als Notreaktion bei Hainbuche, Carpinus betulus

Trockenheit und Hitze: Blatteintrocknung bei Hainbuche, Carpinus betulus
Trockenheit und Hitze: Blatteintrocknung bei Hainbuche, Carpinus betulus
Bei dieser Hainbuche (Carpinus betulus L.) zeigt fast jedes einzelne Blatt Trockenheitsschäden. Die Grünanteile der Blätter der sommergrünen Pflanze sind drastisch reduziert. Sie stehen u.a. für die Photosynthese nicht mehr zur Verfügung und die Verdunstung ist stark verringert. Als Notbehelf für die Pflanze gut. Für die Umgebung schlecht: Z.B gehen Kühlungseffekte durch Verdunstung für die Umgebung verloren.
Grund ist Wassermangel und möglicherweise auch Hitzestress. Die Ursachen hierfür sind vielfältig.
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Etablierter Neophyt: Gewöhnliche Robinie, Robinia pseudoacacia

Dornen der Gewöhnlichen Robinie, Robinia pseudoacacia
Dornen der Gewöhnlichen Robinie, Robinia pseudoacacia
Auch in Schleswig-Holstein breitet sich die Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia L.) in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich weiter aus. Sie ist wie im übrigen Bundesgebiet ein etablierter Neophyt.

Allerdings ist die Verbreitung im Norden im Verhältnis zu anderen Bundesländern moderat. In der Roten Liste S-H wird das Vorkommen des bis 25m hoch werdende Baumes in der Gesamtschau als mittelhäufig eingestuft, in der Landschaft als vereinzelt.
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