Apfel ‚Ruhm von Kirchwerder‘, Malus domestica

Apfel 'Ruhm von Kirchwerder'
Apfel ‚Ruhm von Kirchwerder‘
Apfel ‚Ruhm von Kirchwerder‘ (Malus domestica ‚Ruhm von Kirchwerder‘)

Synonyma: Johannsens Roter Herbstapfel, Juwel von Kirchwerder, Martensapfel, Ruhm aus Kirchwerder
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Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau: Lob des tabacks

Virginischer Tabak - Nicotiana tabacum L. , Blüte
Virginischer Tabak – Nicotiana tabacum L. , Blüte
Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau
(* 25. Dezember 1616 in Breslau bis † 18. April 1679 in Breslau)

Lob des tabacks

Rosen und violen
Mögen kinder holen
Kinder dieser zeit.
Diß / was meinen sinn erfreut
Und in meinen händen brennet
Wird taback genennet.
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Anna Louisa Karsch: An den Wein

Anna Louisa Karsch
(* 1.12.1722 † 12.10.1791)

An den Wein

Wein! ich möchte dich bald haßen,
Ich bin deiner Allmacht feind,
Denn du willst mir meinen Freund
Immer nicht vom Becher lassen.
Du bist meiner Freuden Dieb,
Könnt ich dich doch ganz verachten.
Milon hat dich gar zu lieb,
Und mich läßt er schmachten. –
Loben wollt ich die Begier,
Wein zu trinken halbe Nächte,
Wenn mein Milon nur mit mir
Manchen Abend zechte;
Aber nun trinkt er den Wein
Mit den Männern ganz allein.
Ha ihr Männer, ha ihr Zecher,
Amor jag euch von dem Becher
Durch die Pfeile, die im Köcher
Aufgesammlet sind zur Pein
Aller Herzenbrecher.

Justinus Kernern Wer machte dich so krank?

Justinus Kerner
(* 18. September 1786 in Ludwigsburg bis † 21. Februar 1862 in Weinsberg)

Wer machte dich so krank?

Dass du so krank geworden,
Wer hat es denn gemacht?
Kein kühler Hauch aus Norden
Und keine Sternennacht.
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Margarete Beutler: Der kühle Tag

Margarete Beutler
* 13. Januar 1876 in Gollnow bis † 3. Juni 1949 in Gammertingen

Der kühle Tag

O Tag, so kühl und sonnensatt
hast du dich in die Welt geschmiegt!
So kühl wie dieses Rosenblatt,
das zwischen meinen Lippen liegt,
so kühl wie jene Mädchenhand,
die über meine Stirne ging,
kühl wie ein seiden Nachtgewand,
kühl wie ein weißer Schmetterling!
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Paula Dehmel: Ich bin der Juli

Paula Dehmel (1862-1918)

Ich bin der Juli

Grüß Gott! Erlaubt mir, dass ich sitze.
Ich bin der Juli, spürt ihr die Hitze?
Kaum weiß ich, was ich noch schaffen soll,
die Ähren sind zum Bersten voll;
reif sind die Beeren, die blauen und roten,
saftig sind Rüben und Bohnen und Schoten.
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Selma Merbaum: Stille

Selma Merbaum
(* 5. Februar 1924 in Czernowitz, Rumänien/Ukraine bis † 16. Dezember 1942 im Zwangsarbeitslager Michailowka, Rumänien/Ukraine)

Stille

Im Zimmer schwebt die Stille und die Wärme,
ganz wie ein Vogel in durchglühter Luft,
und auf dem schwarzen kleinen Tische
liegt still das Deckchen, dünn und zart wie Duft.
Das Glas mit klarem Wasser, wie ein Traum,
wacht, dass das Glöckchen neben ihm nicht lärme,
und wartet scheinbar auf die kleinen Fische.
Die rote Nelke dämmert in den Raum,
als wäre sie dort Königin.
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