Ernst Ziel: Waisenkinder auf der Heide

Ernst Ziel
(* 5. Mai 1841 in Rostock bis † 16. Februar 1921 in Berlin)

Waisenkinder auf der Heide

Kein Obdach! Birg in meinem Schoße
Das liebe Lockenköpfchen dein
Und schließ‘ das Aug‘, das dunkle, große,
Zu gold’nem Traum, mein Brüderlein!
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Buchtipp: Andreas Galka: Verkauftes Grün

Andreas Galka: Verkauftes Grün
Andreas Galka: Verkauftes Grün
Leseempfehlung zu den Themenkreisen Kieler Stadtgeschichte, Umweltzerstörung (Klima-, Natur-, Umwelt- und Artenschutz) und Demokratieschwächung durch autoritäre Durchsetzungsstrategien, Rechtsbrüche, korruptive Vorgänge, Fehlinformationen, gebrochene Versprechen…

Andreas Galka war mehr als ein Jahrzehnt im Widerstand gegen die Ansiedlung eines Projektes von Kurt Krieger in Kiel aktiv. Zunächst als MöbelKraft-Ansiedlung angedacht, mutierte das Grundstücksgeschäft von Krieger dann zur Ansiedlung von anderen Krieger-Projekten (Höffner, Sconto). Verkauftes Grün reflektiert zahlreiche Aspekte eines Lehrstückes zur Durchsetzung eines Großprojektes in der Landeshauptstadt Kiel.
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Winterspiel: Iglu

Iglu in Kiel
„Iglu“ in Kiel
Kinder bauen eine Schneehöhle angelehnt an die Bauweise eines Iglu. Mit Schnee (Eis) lassen sich sehr stabile Bauwerke errichten.

Allerdings sollten sie regelmässig auf Sicherheit geprüft werden.

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Ein Männlein steht im Walde…

Ein Männlein steht im Walde...
Ein Männlein steht im Walde…
Ein Weihnachtsspaziergang macht auch ohne Schnee Spaß. Z.B. wenn man einen abgestorbenen Nadelbaum (Konifere) erklettern kann.
Das Foto wurde in der Gemeinde Rosengarten (Landkreis Harburg, Niedersachsen) aufgenommen. Es zeigt stehendes Totholz vermutlich einer Douglasie (Pseudotsuga menziesii), möglicherweise aber auch Westliche Hemlocktanne (Tsuga heterophylla).
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Rainer Maria Rilke: Kindheit

Rainer Maria Rilke
(* 4. Dezember 1875 in Prag bis † 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux, Schweiz)

Kindheit

Es wäre gut viel nachzudenken,
um von so Verlornem etwas auszusagen,
von jenen langen Kindheits-Nachmittagen,
die so nie wiederkamen – und warum?
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Felix Dörmann: Herbstschauer

Felix Dörmann
(* 29. Mai 1870 in Wien bis † 26. Oktober 1928 in Wien)

Herbstschauer

Hinter fernen dunklen Häusermassen,
Versinkt die Sonne,
Ein tränenverschleiertes,
Müdegeweintes,
Riesengroßes Menschenauge.
Der Himmel aber leuchtet
Aus schwarzen Wolkenbänken
Matt und fahl,
Schier wie ein totenblasses Menschenkind,
Ein gramgebeugtes,
Das gern, so gerne sterben möchte –
Und leben muß.
Es klingt so schaurig
Wie Krankenstöhnen
Durch kahle Bäume
Das Ächzen des Windes,
Und gelbe, dürre, verfaulende Blätter
Sie tanzen mit ihm einen taumelnden Reigen
Und flüstern und rauschen
Geschichten sich zu,
Sterbenstraurig,
Verwesungsduftig
Und totentanzlustig.
Schwer auf die kalte, starre Erde
Tropft meiner Tränen brennende Saat…
Nicht der Taumel schreiender Lust,
Nicht verspäteter Arbeit eherne Fessel
Tilgt aus der Seele den marternden Stachel,
Den das Bewußtsein
Eines verlorenen,
Achtlos verstreuten Lebens
Qualvoll hineinbohrt.