

Bei der Haselnuss befinden sich weibliche und männliche Blüten auf derselben Pflanze (einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch)).
Die Knospenbildung der weiblichen Blüten erfolgt ebenfalls im Spätsommer, allerdings etwas zeitversetzt. Sie sind im Vergleich zu den männlichen hängenden Kätzchen winzig. Die weibliche Blüte erfolgtebenfalls zeitversetzt, sodass Selbstbestäubung auf einer Pflanze in der Regel vermieden wird. Die Verbreitung der männlichen Pollen erfolgt ganz überwiegend durch Windbestäubung. Tiere spielen eine nur geringe Rolle.
Die weiblichen (karpellaten) Blüten mit heraushängenden roten fädigen Narben sind im Spätwinter bei Sonnenlicht als kleine wenige Milimeter große rote „Punkte“ vor allem bei Sonnennlicht gut zu erkennen: Einfach vor einen Haselstrauch stellen und sich umschauen… Zahlenmässig sind sie deutlich weniger vertreten als die auffälligeren männlichen Blüten.
Ökologische Zeigerwerte (Ellenberg)
Corylus avellana L., Gewöhnliche Hasel, L6 T5 K3 Rx Fx N5
Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen S-H 2019/21

Arten werden als derzeit nicht gefährdet angesehen, wenn ihre Bestände zugenommen haben, stabil sind oder so wenig zurückgegangen sind, dass sie nicht mindestens in Kategorie V eingestuft werden müssen.
In Schleswig-Holstein ist die Hasel weit verbreitet, fehlt allerdings oder hat nur vergleichsweise geringe Bestände an der Nordseeküste.
V = Vorwarnliste
Definition: Arten, die merklich zurückgegangen, aber aktuell noch nicht gefährdet sind. Bei Fortbestehen der bestandsreduzierenden Einwirkungen ist in naher Zukunft eine Einstufung in die Kategorie „Gefährdet“ wahrscheinlich.
Links
planten.de
(Auswahl)
Gewöhnliche Hasel – rotlaubig und grün
Haselnuss: Kätzchenknospen
Umgestürzte Hasel wächst weiter
Scharfer Hasel-Milchling in Symbiose mit Haselnuss
Redder – Doppelknick
Frühlingsanfang: Astronomisch, meteorologisch und phänologisch
