
Möglicherweise helfen dabei auch andere Exemplare der Gemeinen Haselnuss oder eventuell vorhandene eigene Klone aus der Umgebung:
Vielleicht haben sie ihre Wurzelsysteme zusammengeschlossen.

Der Austrieb der Pflanze ist in der Menge begrenzter. Allerdings findet er flächig auf den umgestürzten Ästen statt.
Auch Bodenschösslinge sind zu beobachten. Zu erwarten bei einem Strauch, der Triebbförderung auch als Bodentriebsförderung (Basitonie) stattfinden lässt.
Corylus avellana L. gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Der sommergrüne Strauch ist im größten Teil Europas vorkommend. Die Pflanze wird von Menschen umfassend genutzt: Nahrung (Nüsse,(Blätter)), Heilpflanze, Bau- und Brennholz, Einfriedung, Tiernahrung (Blätter, Triebe, Nüsse), Einstreu (Blätter)…
In Schleswig-Holstein sind in der Landschaft Knicks die dominierende Form. Im Siedlungsbereich sind Knickstrukturen seltener geworden. Es entstehen Neu- oder Wieder-Anlagen und in manchen Dörfern sind in Teilen die alten Knicks erhalten.
Der Name Knick kommt von (Um-)Knicken: (Stark)Äste werden umgebogen und seitlich eingeflochten, um eine seitliche Absicherung zu erzeugen. Das kann z.B. erfolgen in den Monaten bevor Kühe auf eine Weide kommen. Im stärkeren Astbereich ist ein Umbiegen oft nicht mehr möglich. Da hilft das Knicken. Umbrechen oder einfacher: Anschlagen mit Gertel, Machete, Beil… und dann Um-Knicken. Diese Arbeiten wurden überwiegend im Herbst und Winter durchgeführt.
Je nach Tiefe der Kerbe besteht für viele Äste eine gute Chance nach dem Umknicken weiterzuleben. Ist dieser Ast gut versorgt von der Wurzel kann mit Nacharbeit vglw. schnell eine große Dichtigkeit erzeugt werden.