
Die Mehrzahl der Sorten der Zier-Äpfel sind deutlich saurer als die wesentlich großfrüchigen Kultur-Äpfel (Malus domestica (Suckow) Borkh.) des Handels und unserer Gärten. Zier-Äpfel erinnern diesbezüglich eher an den gelbfrüchtigen Wild-Apfel (Malus sylvestris (L.) Mill.), der aber größer ist als meisten Zier-Apfel-Sorten.
Für den Frischverzehr werden die meisten Zieräpfel wenig verwendet. Viele haben aber gute Eigenschaften für das Gelieren wegen ihres hohen Pektin-Gehaltes. Außerdem können sie wegen ihrer Zwerghaftigkeit für besondere Zubereitungsformen eingesetzt werden und nicht zuletzt: ‚Dolgo‘ und eine ganze Reihe andere Zier-Äpfel sind sehr aromatisch, weswegen er in z.B. in der Getränkeherstellung zur geschmacklichen Bereicherung genutzt wird.


Das dritte Foto zeigt das Erscheinungsbild (Habitus) von ‚Dolgo‘. Hier ist es ein mehrstämmiger Baum im Alter von etwa 40 (?) Jahren.
Die Edelreiser von Zier-Apfel-Sorten sind schwachwüchsig und werden meistens auf schwachwüchsige Unterlagen veredelt. Neben mehrstämmigen Formen sind auch Halb- und Hochstämme üblich.
Neben dem Zier-Apfel ‚Dolgo‘ steht ein weiterer wahrscheinlich (etwa) gleichalter Zier-Apfel einer anderen Sorte. Dessen Früchte sind deutlich kleiner, etwa so groß wie ein 10-Cent-Stück. Die gößten Früchte von ‚Dolgo‘ sind etwas größer als ein 50-Cent-Stück, die Mehrzahl von ihnen etwas darunter. Das entspricht einem ungefähren Durchmesser von 3cm.

Entstehungsgeschichte des Parks
1785 initiierte der dänische Staatsminister Christian Detlev von Reventlow die Königlich dänische Forstlehranstalt Kiel. August Christian Niemann legte 1788 die Forstbaumschule an. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 (Preußen und Österreich gegen den Dänischen Gesamtstaat) ging das Gebiet an Österreich/Preußen und war einer der Gründe für den Deutsch-deutschen Krieg 1866. Preußen und Verbündete siegten gegen Österreich und den Deutschen Bund und Schleswig-Holstein wurde 1867 preußisch. Die preußische Staatsforstverwaltung verkaufte die Gehege Düsternbrook und Düvelsbek im selben Jahr an die Stadt Kiel. Bis 1898 wurde das Gelände als Baumschule betrieben und dann in einen öffentlichen „englischen“ Landschaftspark umgebaut.
Wer es ausführlicher möchte:
Christa Geckeler: 1898 – Die Forstbaumschule wird öffentlicher Park.