Johann Wolfgang von Goethe: Frühling übers Jahr

Johann Wolfgang von Goethe
(* 28. August 1749 in Frankfurt am Main bis † 22. März 1832 in Weimar)

Frühling übers Jahr

Das Beet, schon lockert
Sichs in die Höh,
Da wanken Glöckchen
So weiß wie Schnee;
Safran entfaltet
Gewaltge Glut,
Smaragden keimt es
Und keimt wie Blut.
Primeln stolzieren
So naseweis,
Schalkhafte Veilchen,
Versteckt mit Fleiß;
Was auch noch alles
Da regt und webt,
Genug, der Frühling,
Er wirkt und lebt.
Johann Wolfgang von Goethe: Frühling übers Jahr weiterlesen

Interview mit Thorwald Brandwein über Fassadenbegrünung – Teil 2

Ich dokumentiere hier Teil 2 eines längeren Interviews, dass ich diesen Herbst mit Thorwald Brandwein geführt habe. Wegen der Länge veröffentliche ich es in mehreren Teilen. Vorherige Teile: 1

Frage: Ich bin zum ersten Male in den 90iger Jahren über Dich gestolpert, als ich zu Fassadenbegrünung recherchierte und das Ulmer-Fachbuch Fassaden- und Dachbegrünung kaufte, das ein von Dir geschriebenes Kapitel enthielt. Siehst Du seit der damaligen Zeit wesentliche Änderungen im öffentlichen Bewusstsein zu begrünter Fassade erreicht?

Zum Buch „Fassaden- und Dachbegrünung“ möchte ich anmerken, dass ich es seinerzeit initiiert habe, weil ich eine Aktualisierung des Informationsangebotes für geboten hielt. Damit war ich seinerzeit – ab Herbst 1988 – wohl noch etwas zu früh. Erstens galt Fassadenbegrünung allein noch nicht als – sagen wir mal „fachbuchwürdig“ – zweitens habe ich selbst erst 1999 m.E. brauchbare und offenbar auch inzwischen allgemein anerkannte Prinzipien zur Schätzung der Maximallasten von Kletterpflanzen gefunden.
Noch jünger ist meine persönliche Entscheidung, Kletterhilfen auf der Basis von Spanntechnik nur noch bei dafür günstigsten Voraussetzungen zu empfehlen. M.E. eignen sich Seile und elastische Stäbe, die durch Verspannung fixiert werden müssen, viel weniger zum Bewuchs mit sogenannten Starkschlingern, als schlanke biegesteife Profile.

Deine eigentliche Frage nach der Entwicklung des „öffentlichen Bewusstseins“ erfordert meiner Meinung nach eine differenzierte Betrachtung.
Wer sich speziell mit Planung und Herstellung oder Verwaltung und Unterhaltung von Bauwerken befasst, macht hinsichtlich Fassadenbegrünung konkretere Erfahrungen als jemand, der sie eher „konsumiert“ – sei es als unbeteiligter Mieter oder auch nur als „oberflächlicher“ Betrachter begrünter Hauser. Letzterer wird nicht so schnell merken, was alles hinter einer Fassadenbegrünung steckt.
Interview mit Thorwald Brandwein über Fassadenbegrünung – Teil 2 weiterlesen

Johann Wolfgang von Goethe: Harzreise im Winter

Johann Wolfgang von Goethe
(* 28. August 1749 in Frankfurt am Main bis † 22. März 1832 in Weimar)

Harzreise im Winter

Dem Geier gleich,
Der auf schweren Morgenwolken
Mit sanftem Fittich ruhend
Nach Beute schaut,
Schwebe mein Lied.
Johann Wolfgang von Goethe: Harzreise im Winter weiterlesen

Kiel: Kampf gegen die Kartoffelrose am Leuchtturm Friedrichsort

Nachfolgend wird eine Pressemitteilung der Landeshauptstadt Kiel vom 22.11.2007 dokumentiert.

Mit schwerem Gerät geht das Kieler Umweltschutzamt jetzt gegen die Kartoffelrosenbestände am Falckensteiner Strand vor, denn die Rosa rugosa gilt als eine der schlimmsten Problempflanzen weit und breit: „Eingewandert“ von der Kamtschatka im ostasiatischen Teil Russlands, hat sich die Kartoffelrose hierzulande stellenweise nahezu unbegrenzt ausgebreitet, vor allem in Küstenbereichen. Auch am Falckensteiner Strand gibt es dichte Bestände, die die übrige Strandvegetation überwuchern. So verdrängt die winterharte, salzverträgliche und anspruchlose Kartoffelrose andere Pflanzen und damit Tiere, die auf diese Pflanzen angewiesen sind.
Kiel: Kampf gegen die Kartoffelrose am Leuchtturm Friedrichsort weiterlesen

Kinder – Jahreszeitenblick

Gärten für Kinder

Autor: Andreas Regner

Be-greifen kommt von greifen.
In einem zwangfreien Kennenlernen / Erleben von Natur besteht der erste Schritt für tiefergehendes Verständnis und Einsatz für die Natur. Für dieses Kennenlernen gibt es keine Altersgrenzen (je früher desto besser). Dabei sollte die Vermittlung von ‚Wissen‘ den Kindern/Jugendlichen angepasst erfolgen: Kinder brauchen direkte Bezüge. Beispielhaft kann ein Wegerichblatt sein: zerkaut oder unzerkaut ist es (Wunder)mittel gegen kleinere äußere Verletzungen jeglicher Art: Du musst es nur finden und auflegen.

Plantago major als Wundheilungsmittel hilft bei Majas kleiner Handverletzung. Foto: A.Regner.
Mit der Natur zu leben erfordert die Berücksichtigung des natürlichen Jahreszeitenwechsels – dazu soll der Jahreszeitenblick eine Anregung geben (und ist in Bezug auf die angegeben Zeiträume nur beispielhaft zu verstehen – der Witterungsverlauf ist verschieden und dementsprechend auch die Vegetationsentwicklung und die mit ihr verbundenen Arbeits- und Beobachtungsmöglichkeiten).
Kinder – Jahreszeitenblick weiterlesen

Obst – Wildobst – Einführung

Wildobst im Garten

Autor: Gregor Dietrich

Ein neuer Trend ist bemerkbar: Viele Wildobststräucher gibt es in den Baumschulen jetzt schon in Sorten. Wir wollen uns einmal anschauen, was unter dem Begriff so alles zu finden ist.

Von Wildobst spricht man bei Wildsträuchern, die beerntet werden. Diese Sträucher können natürlich auch in den Garten gebracht und dort beerntet werden. Das ist der erste Schritt zur Domestikation. Es werden bald besser tragende Klone ausgesucht und schließlich gezielt neue Sorten gezüchtet. Spätestens dann kann man nicht mehr von Wildobst reden, obwohl das oft getan wird. Der Dirndlstrauch Cornus mas Jolico ist beim besten Willen kein Wildobst, sonst wären es die Sorten der Schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum) ja auch. Denn auch hierbei handelt es sich um die selbe Art wie bei der Wildform, nicht um Hybriden oder eine neue Kulturart. Wenn es von einer Obstart erst seit kurzem Kultursorten gibt, so ist von Neuem Obst und nicht von Wildobst zu sprechen.
Obst – Wildobst – Einführung weiterlesen