Heracleum mantegazzianum, Riesenbärenklau

Heracleum mantegazzianum;
Riesenbärenklau, Herkulesstaude

Autoren: Andreas Regner, punga †, zorro

Vor dieser Pflanze möchte ich ausdrücklich warnen: eine Ausbreitung in die Landschaft sollte nicht begünstigt werden. Der im 19 Jahrhundert durch Gärtner in Mitteleuropa verbreitete Doldenblütler ist sehr ausbreitungsfreudig. Ggf. würde ich an einer Kübelkultur überlegen (oder anderen Formen, die das Wurzelwachstum unter Kontrolle halten). Eine Aussamung sollte verhindert werden.
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Stauden – Herzgespann

Leonurus cardiarca; Herzgespann, Löwenschwanz, Löwenschweif

Autor: Andreas Regner

Name: Die deutschen Namen rühren her von seiner pflanzenheilkundlichen Wirkung: Herzgespann. Bzw. kommt die andere Bezeichnung Löwenschweif oder Löwenschwanz von der Form der Blätter dieser Pflanze.

Habitus (Erscheinungsbild): Das Herzgespann ist eine Staude (also mehrjährig, nicht-verholzend). In Schleswig-Holstein ist sie wild nur sehr selten anzutreffen – Art der Roten Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Die Blüte ist recht unscheinbar: blassrosa Lippenblüttler, der z.B. von kleinen Hummelarten besucht wird.Aufrecht wachsende, vieltriebige Pflanze, die am Naturstandort Höhen von 100-150 cm erreicht. In der Gartenkultur sind auch Exemplare von 200 cm Grösse und höher keine Seltenheit. Wenn die Pflanze nicht in der direkten Konkurrenz zu anderen hohen Stauden steht oder mechanisch z.B. durch Äste gestützt wird, fällt sie zum Spätsommer/Herbst hin oftmals recht flach auseinander, wobei ein Teil der mittleren Triebe meist ihr aufrechtes Erscheinungsbild wahren.
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Obst – Feige, Ficus carica

Feige, Ficus carica
Feige, Ficus carica
Autor: Gregor Dietrich

Bei Feigenbäumen denkt man unwillkürlich an den Mittelmeerraum. Dabei stammt der Echte Feigenbaum (Ficus carica) aus Kleinasien. Die Gattung Ficus ist nicht nur mit über tausend Arten sehr artenreich, sie ist auch sehr alt. Unsere Feige ist als Art ebenfalls sehr alt. Bereits im Diluvium kam sie in Mitteleuropa vor. Die letzte Eiszeit aber verdrängte die fast bis Paris vorgedrungene Art wieder aus Europa. Vor 5000 Jahren nutzten sie die Assyrer, die Griechen kannten sie erst 700 v. Chr.
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Gehölzschnitt – Totholz – Langfassung

Totholzhecken – umweltfreundlich und preisgünstig

Zu diesem Artikel gibt es auch eine gekürzte Fassung.

Bei der Bewirtschaftung von Grünflächen fällt immer wieder Schnittgut von Gehölzen an. Dieses Schnittgut wird gemeinhin als Ballast, Müll, Entsorgungsgut gesehen.

Die Folge: Vielen sind die Entsorgungskosten zu hoch und das frische Holz wird an Ort- und Stelle verbrannt. Diese Methode ist i.d.R. wegen der starken Umweltbelastung, die Verbrennung bedeutet, verboten. Trotzdem ist sie vielerorts üblich, z.B. weit verbreitet in der schleswig-holsteinischen Landwirtschaft. Dort fallen beim Auf-den-Stock-setzen (1) der Knicks (2) jedes Jahr grosse Mengen an Schnittgut an, das häufig an Ort und Stelle verbrannt wird.

Nun werden die Landwirte von ökologischer Seite dafür oftmals scharf kritisiert. Erwähnt werden muss hierbei aber, dass die Knickpflege für einen landwirtschaftlichen Betrieb eine erhebliche Arbeitsbelastung darstellt (eine Fremdvergabe des Knickens kommt für viele Betriebe aus Kostengründen nicht in Frage). Auch wäre die Frage nach den Alternativen zu stellen: Der Abtransport und die Weiterverbeitung des Schnittgutes, z.B. in einer Kompostieranlage, stellt auch eine Umweltbelastung dar. Gehölzschnitt – Totholz – Langfassung weiterlesen

Silber-Pappel, Populus alba: Ast stirbt stammschonend ab

Astrücktrocknung bei Silber-Pappel, Populus alba L.
Astrücktrocknung bei Silber-Pappel, Populus alba L.
Astkragen und Astrindenleiste (Astrindengrat) werden geschont:
Natürliche Rücktocknung eines beschädigten Astes einer Silber-Pappel (Populus alba L.).
Gute Baumpflege selbstgemacht. Als dieser Zweig abzusterben begann war noch die alte ZTV Baumpflege in Kraft.
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Theodor Däubler: Millionen Nachtigallen schlagen

Theodor Däubler
(* 17. August 1876 in Triest bis † 13. Juni 1934 in St. Blasien)

Millionen Nachtigallen schlagen

Die Sterne. Blaue. Ferne.
Ein Flammensang der Sterne!
Millionen Nachtigallen schlagen.
Es blitzt der Lenz.
Myriaden Wimpern zucken glühend auf.
Das grüne Glück von Frühlingsnachtgelagen
Beginnt sein eigenbrüstiges Geglänz.
Die lauen Schauer nehmen ihren Zauberlauf:
Millionen Nachtigallen schlagen.
Erkenne ich ein freundliches Gespenst?
Ich werde mich im Ernst darum bewerben.
Der kleinste Wink will sich ins Wittern kerben:
Wer weiß, wann meine Träumlichkeit erglänzt?
Gespenster gleichen unsern sanften Tieren,
Sie können schnell den Samt der Neigung spüren.
Sie heben, schweben, weben sich heran,
Und halten uns unfaßbar sacht im Bann.
Ich will die Lichtgewimmelstille nicht verlieren,
Ein altes Walten muß sich bald aus Sanftmut rühren.
Millionen Nachtigallen schlagen.
Die ganze Nacht ermahnen uns verwandte Stimmen.
Es scheint ein Mond geheimnisvoll zu glimmen.
Doch ist zu warm die Nacht, voll atmendem Behagen!
Myriaden brunstbewußte Funken suchen sich im Fluge,
Sie schwirren hin und her und doch im Frühlingszuge.
Das Lenzgespenst, das Lenzgespenst geht um im Hage!
Es kann der Laubwald wandern und sich selbst erwarten,
Das schwankt und walzt nach allen alten Wandelarten;
Es lacht die Nacht: der Wagen wagt, es wacht die Wage.
Es blitzen da Myriaden tanzvernarrte Fragen –
Millionen Nachtigallen schlagen.

Michel Buck: Früahling

Michel Buck
(* 26. September 1832 in Ertingen bis † 15. September 1888 in Ehingen)

Früahling

Juh, d Blüamla sind jetz do!
Gang, Winter, spring mer no!
Siggsch dött dia Stärla fliaga?
Haischt, wia der Reaga guißt?
Wia s Gsa’ft in d Wieda schuißt?
Gäx, weasch mi wohl it kriaga!