Homöopathie – Ranunculus bulbosus

Knolliger Hahnenfuß, Brennkraut
homöopathisches Arzneimittelbild

Autorin: Ingrid Zimmermann

Homöopathie
Beispiel für ein homöopathisches Arzneimittelbild (eines sogenanntenen 'kleinen' Mittels)

= besser durch
betrifft vor allem NERVEN, HAUT,THORAX, Arthritis und Rheumatismus, reagiert stark auf Kälte und Feuchtigkeit
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Kräuterspirale

Kräuterspiralen: Standortunterschiede auf engstem Raum

Autor: Andreas Regner

Kräuterspiralen (Kräuterschnecken) können mit sehr unterschiedlichen Materialien gebaut werden. Grundgestaltungsprinzip ist der Versuch, auf sehr begrenztem Raum sehr unterschiedliche Standortverhältnisse in Bezug auf Nährstoffe, Wasserversorgung und Licht zu schaffen. Für die eigentliche Vermauerung eignen sich u.a. Feldsteine, Werksteine (Beton (z.B. zertrümmerte Gehwegplatten), Tonklinker) und Holz.

Wenn die Kräuterspirale über ihre Bedeutung als gestalterisches oder symbolisches Mittel im Garten hinausgehen soll, benötigt sie eine gewisse Höhe: Unter 100-150 cm Höhe wird es schwer, wirklich verschiedene Standortbedingungen zu erreichen.
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rasen – moos

Bitte beachten Sie: Diese Seite ist Teil eines Diskussionsprozesses in de.rec.garten! Näheres dazu finden sie in der Rubrik Allgemeines zur Teildokumentation

Moos im Rasen

Autor: Ralf Gutzki

Mögliche Ursachen:
– Schattiger / Halbschattiger Platz
– Boden zu Sauer
– Boden verdichtet
– zu wenig Närstoffe
– zu niedrig eingestellter Rasenmäher

Schattiger / Halbschattiger Platz
Durch zu viel Schatten kann sich der Rasen nicht richtig Entfalten und Moose gewinnen die Überhand.
Abhilfe: Schatten verhindern, Schattenrasen aussähen

Boden zu Sauer
Ist der Boden zu sauer (pH-Wert unter 6.0) ist das für den Rasen schlecht und für das Moos gut.
Abhilfe: Kalken

Boden verdichtet
Durch zu verfestigten Boden, lehmiger, toniger Boden, kann der Rasen nicht mehr genügend atmen.
Abhilfe: Vertikultieren, auflockern

zu wenig Nährstoffe
Rasen braucht viel Stickstoff.
Abhilfe: Dünung mit Kompost oder Stickstoffdünger

zu niedrig eingestellter Rasenmäher
Wird der Rasen zu tief abgemäht kann er sich nicht richtig entfalten.
Abhilfe: Rasenmäher höher einstellen (ca. 6cm)

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Betreff: Moos im Garten
Datum: Sun, 11 Feb 2001
Von: Gerhard Zahn

Der Trick dabei ist nicht, Moos zu bekämpfen, sondern es erst gar
nicht aufkommen zu lassen.

Meist liegen die Ursachen an Stickstoff- u Kalkmangel sowie allzu
reichlicher Bodenverdichtung u Beschattung.

Aso dann….. Moos im Rasen die Xte :-)

Pro-Moos:
Alles was dem Moos gut tut u den Rasengräsern schadet,
schwerer lehmiger, toniger Boden,
verfestigter Boden (Baufahrzeuge, Fußweg),
sauerer Boden, zu niedriger pH-Wert, Kalkmangel,
Schatten oder Halbschatten von Gebäuden, Bäumen, Sträuchern,
eingeschlossene Lagen mit wenig Luftzug (Mauer, Böschungen), weil
hier die Bodenoberfläche länger feucht bleibt.
verhungerter Rasen mangels Düngung.

Kontra-Moos:
Alles was dem Rasen gut tut u dem Moos schadet.
Schon bei der Neuanlage obere Bodenschicht lockern u
mit Sandbeimischung durchlässiger u leichter machen,
verfestigten Boden tief schneidend (1 cm unter die Bodenoberfläche)
vertikutieren, alles andere ist Oberflächenkosmetik…,
scharfen (= lehmfreien) Sand 1 cm hoch auftragen u einrechen,
Erhaltungskalkungen nachholen,
noch besser pH-Wert messen u dem Ergebnis entsprechend kalken,
(pH-Wert 5,5 bei leichteren, bis 6,5 bei schwereren Böden).
Überhängende Sträucher zurückschneiden,
Bäume stark auslichten, damit Sonne zum Rasen durchdringt,
den Rasen regelmäßig schneiden, da kurzer Rasen schneller
abtrocknet,
regelmäßig stickstoffbetont düngen, was die Gräser fördert,

Für Rasenschnitt wird ein Kohlenstoff-Stickstoffverhältnis von 1:12
angegeben. Zum Vergleich: Sägemehl liegt bei 500:1.
Wenn im Rasengrün soviel Stickstoff ist, dass das Verhältnis schon
für
die Kompostierung auf 1:30 verschoben werden soll, dann muß man doch
einsehen, daß der Stickstoff, der im Rasen drin ist, auch wo
herkommen
muß. Halt aus stickstoffbetontem Dünger, wie es jeder Rasendünger
ist.
Wobei stickstoffhaltige mineralische Einzeldünger, wie Kalkammon-
salpeter, für wenig Geld den gleichen Zweck erfüllen.

Der Einsatz chemischer Moosvernichter (auf Eisensulfat-Basis) ist
bestenfalls dann sinnvoll, wenn Erb-Tante Frieda überraschend ihren
Besuch angesagt hat. Die Moosvernichter wirken nämlich schon in
wenigen Stunden, leider aber nicht einmal für Wochen, da sie an den
ursächlichen schlechten Bedingungen leider Null ändern….

Kletterpflanzen – Winden

Morgendliche Pracht

Autor: Gregor Dietrich

Winden – was für ein armseeliger Name für diese Herrlichkeit! Der englische Name Morning Glory trifft viel mehr, was man beim Anblick dieser Pflanzen fühlt.

Ich will es gleich gestehen: Von Kindheit an gehörten Winden für mich zu den faszinierendsten Gewächsen. Ich werde aber versuchen objektiv zu schwärmen. Es sind ja nicht alle Arten schön. Die Familie selbst ist mit etwa 2000 Arten nicht besonders groß. Die Kronblätter aller Arten sind untereinander verwachsen – meist so weit, dass die Blütenkrone in der Aufsicht kreisförmig ist. Die Einzelblüten halten oft nur wenige Stunden, bei vielen Arten öffnen sie sich in der Morgendämmerung und verblühen in der Mittagssonne, was ihnen ihren englischen Namen eingebracht hat. Ca. 55 Gattungen werden derzeit anerkannt. Nur wenige Arten werden bei uns kultiviert, doch hätten es viel mehr verdient in Kultur verbreitet zu sein. Zumeist begegnen wir ihnen in unseren Gärten als einjährige Schlinger. Das ist nicht weiter verwunderlich, handelt es sich doch um eine vorwiegend tropische Familie. Doch es gibt auch einige Stauden. Als Kübelpflanzen werden in Zukunft hoffentlich mehr Arten Verwendung finden, für das Zimmer werden viele Arten leider zu groß.
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Gehölze – Akazien und Mimosen

Von Mimosen und Akazien

Autor: Gregor Dietrich
Oft hört man Klagen über Umbenennungen der Pflanzen durch die Wissenschaft. Doch auch bei den deutschen Namen herrscht nicht selten eine gleichsam babylonische Sprachverwirrung, die oft genug zu Fehlkäufen und falscher Pflege führt. Widmen wir uns heute einer Pflanzengruppe, deren reizbare Beweglichkeit sprichwörtlich ist.
Das Glashaus des Institutes für Pflanzenphysiologie der Universität Wien war fertiggestellt und hatte seinen Betrieb aufgenommen. Noch einmal besichtigen die Architekten stolz ihr Werk und lassen sich von den Professoren führen. Der Weg führt vorbei an Mimosen. Die Berührung der Pflanzen verursacht Erstaunen: Unglaublich! Man könnt glauben das Zeug lebt.
Diese nette Anektote erzählte Prof. Karl Burian gerne in seinen Vorlesungen. Und wenn es nicht wahr ist, ist es gut erfunden. Jedenfalls wurde die Pflanze von ihm als Architektenkräutl bezeichnet.
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Gehölzschnitt – Jungbaumpflege

Fehler in der Behandlung junger Bäume

Autor: Andreas Regner

Grosse Schäden entstehen bei jungen Bäumen immer wieder durch mangelhafte Entwicklungspflege.
Pflanzungen von Grossgehölzen, Obstbäumen und dergleichen sollten fachgerecht betreut werden. Neben den in den ersten 1 – 2 Jahren unterlassenen Wässerungen bei großer Trockenheit, sollten vor allem auch Baumbindungen als Schadensursache nicht vergessen werden. Diese sind Schwerpunkt dieses Artikels.

Falsche Baumbindungen führen gelegentlich zu vermeidbaren Ausfällen. Der Baum könnte sich aufhängen.
Nach der Pflanzung kommt es oftmals zu Sackungen im Wurzelbereich. Deswegen müssen Baumbindungen zum Baum hin aufsteigend gebunden werden: Die Sackung des Erdreiches muss vom Wurzelballen nachvollzogen werden können.

Der in Hanglage gepflanzte Baum hat hier doppelt zu kämpfen: Hanglage bedeutet für Neupflanzungen immer Trockenheitsstress. Dazu eben den Stress durch ein mögliches Aufhängen. Manchmal hilft bei schlechten Bindungen, dass sie so schlecht sind, dass der Baum einfach durchrutscht.

Extrem lose Baumbindungen sind ein weiteres Beispiel: Baum steht schräg und die Bindung hält etwas den Sicherungspfahl. Als Provisorium während des Arbeitsprozesses tragbar.

Entgegen weitverbreiteter Auffassung können Cocosbindungen durchaus Scheuerschäden bis hin zu Einwachsungen an Gehölzen verursachen. Bindungen sind während einer zweijährigen Fertigstellungspflege mehrfach zu kontrollieren und ggf. zu erneuern. Das macht Arbeit und bereitet den Landschaftsbaufirmen bei knapper Kalkulation für die Fertigstellungspflege wenig Freude.

Beliebt sind deswegen regional auch Bindungen aus Kunststoff (ähnlich den Sicherheitsgurten). Mit Dreibock gesicherte Gehölze sind i.d.R. während der 2jährigen Fertigstellungspflege in einem solchen Sicherungssystem gut aufgehoben, ohne, dass es einer Nachbindung bedürfte. Mit Vorsicht zu geniessen sind diese Bindungen jedoch bei schnellwachsenden Gehölzen wie zum Beispiel den grossbaumartigen Ahornen, Acer spec.
Leicht ergeben sich noch während der Zweijahresfrist Einschnürungen, die eine unnötige Schädigung darstellen. Mängelt der Auftraggeber während der 2- Jahresfrist erfolgte Einschnürungsschäden bei der mit der Fertigstellungspflege beauftragten Firma an, kann es teuer werden. In der Regel ist dies nicht zu erwarten, weil die Auftraggeber meist nicht über das notwendige Fachwissen verfügen.

Ärgerlich wird der Ablauf, wenn die Baumbindungen nach 2 Jahren nicht entfernt werden. Dies sollte (von Sonderbauweisen und Extremstandorten abgesehen) grundsätzlicher Bestandteil einer Fertigstellungspflege sein. Auf extrem windexponierten Standorten z.B. kann eine längerfristige Sicherung sinnvoll sein. Dann aber auch mit der notwendigen Nachkontrolle und Nacharbeit. Dieses müsste aber dann zusätzlich vertraglich vereinbart werden.
Bei Kunststoffbindungen habe ich nach mehr als 2 Jahren eine hohe Wahrscheinlichkeit von Schädigungen des Gehölzes. Aber auch durch Cocosbänder können Probleme entstehen, wenngleich dies wesentlich seltener geschieht.

Kontrolliert werden sollten Gehölze in öffentlichen Anlagen und privaten Gärten auch auf mögliche Einschnürungen durch Fremdkörper hin. An diesem Ast der Atlaszeder, Cedrus atlantica ‚Glauca‘ wurde ein Befestigungsband für einen Meisenknödel vergessen. Im Obstbau wird diese Methode gelegentlich noch verwendet, um schwachtreibende Äste zu einem stärkeren Wachstum oberhalb der Einschnürung zu veranlassen. Nachteil dieser Methode ist die höhere Bruchgefährdung entlang der Einwachsung. Abgesehen von dieser Sonderanwendung sollten Einschnürungen unbedingt verhindert werden. Kommt es zu Einwachsungen am Gehölz sollen diese lediglich soweit entfernt werden, dass keine zusätzlichen Schäden am Gehölz entstehen. Alte Einwachsungen sind also in aller Regel zu belassen oder der Ast wird entfernt.

Man muss auch nicht jeden Baum durchbringen wollen. Das an diesem Baum falsch (zu spät, zu grossflächig) ausgebrachte Wundverschlussmittel hilft auch nicht viel: Die Funktion dieses Baumes als Grossbaum ist nach Schälung fast des halben Stammes wesentlich infrage gestellt. Da der Baumbestand im Randbereich dieser Kinderspielfäche sehr dicht ist, wäre eine einfache Lösung auch der Stockhieb gewesen. Für die Kinder entsteht dann eben ein Gebüsch anstatt eines Grossbaumes. Bei der allgemeinen Konzeptionslosigkeit der Pflege vieler Anlagen kann man diese Einfachlösung meist gut vertreten.

Allgemein ist zu bemängeln, dass sehr wenig Wert auf eine gute Kronenerziehung gelegt wird. Bei vielen Pflanzungen unterbleiben Schnittmassnahmen vollständig, bei anderen wird wiederum fast jeder Trieb angeschnitten, als wenn man es mit einem kleinen Stachelbeerstrauch zu tun hätte, der ein paar mehr Früchte tragen soll. Fachgerechte Kronenpflege fordert Fachwissen, das sich für den Auftraggeber auszahlt: Die Folgekosten von Bäumen, die in den ersten Standjahren gut betreut werden sind wesentlich geringer. Auch steigt die Lebenserwartung des Gehölzes, weil Problemstellen in der Krone frühzeitig korrigiert werden, anstatt nach Jahren zur Motorsäge zu greifen. Kronenerziehungssysteme sind ein grosses Thema und können hier nur angedeutet werden. Beachten sie dazu auch das Buch von Pfisterer (s. Literaturtipp).

Ein bischen mehr Mut würde ich mir von ausführenden Firmen in Bezug auf die Standortgerechtigkeit von Pflanzungen erhoffen. Viele heute stattfindenen Pflanzungen im Stadtbereich, auf Verkehrsinseln und anderen Sonderstandorten sind absolut sinnwidrig allein aufgrund einer viel zu kleinen Baumscheibe. Um dies zu erkennen, muss man oftmals keine sehr speziellen Kenntnisse in Bezug auf Bäume und deren Pflege haben. Schriftliche Bedenkenanmeldung nach VOB wäre m.E. oftmals erforderlich. Dieser Schritt wird gerne gescheut, weil er Arbeit und Auseinandersetzung bedeutet.

Glossar
Fertigstellungspflege: I.d.R. (1-) 2jährige gärtnerische Betreuung, die neben herkömmlichen Pflegemassnahmen auch verbunden ist mit Neupflanzungen ausgefallener Exemplare usw.
Stockhieb: Abschneiden eines Gehölzes am Boden. Oftmals auch als Pflegehieb bezeichnet. Analog: Knicken

Literaturhinweis:

Pfisterer, Jochen A.: Gehölzschnitt nach den Gesetzen der Natur. erschienen 1999 bei Ulmer, Stgt., Gebundene Ausgabe, 300 Seiten

Balder, Hartmut: Die Wurzeln der Stadtbäume. Ein Handbuch zum vorbeugenden und nachsorgenden Wurzelschutz erschienen 1998 bei Parey Buchverlag, Gebunden, 17 x 24 cm, 180 Seiten

Kuhn, Nino; Polomski, Janina: Wurzelsysteme erschienen bei Paul Haupt, Bern, gebunden, 290 Seiten