Weidennutzung

Autor: Martin Beckers

Allgemeines

Die Gattung der Weiden (Salix) umfasst ca 300 Arten. Sie gehören neben Pappeln (Populus) und Chosenia zur Familie des Salicaceae.
Es sind Laubgehölze mit weichem Holz, zweihäusigen Blüten, die in Kätzchen angeordnet sind, ungeteilten sommergrüenen Blättern, gute Kreuzungsfähigkeit innerhalb der Gattung, Flachwurzler, meistens licht- und wasserliebend, Pioniercharakter (Ausbreitung der Saat anemochor durch Fluganhängsel, Flugentfernung bis 50 km) und eine vegetative Verbreitung durch gute Bewurzelungsfähigkeit der Triebe. Die Gattung ist auf der nördlichen Halbkugel verbreitet, vom Flußtälern bis Hochgebirgslagen.
Der Name Weide stammt vom mittelhochdeutschen Wort wida ab. Dieses wiederum geht auf das lateinische vitis = Rebe, Ranke zurück. Die Bezeichnung Salix stammt vom altindischen Salilam = Fluß ab.
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Gehölze – Wildgehölze – Holunder

Ein Loblied auf den Holler, das heilige Gehölz

Autor: Gregor Dietrich

Vor dem Holunder muß man den Hut ziehen, sagt eine alte Weisheit. Ihn umzuschneiden oder sein Holz zu verbrennen bringt Unglück. Wo diese Regeln ihren Ursprung haben erklärt Ihnen dieser Beitrag.

Mitten im Juni läßt sie es schneien, die Frau Holle, wenn sie ihre Kissen, die Doldenrispen des Hollerbuschs, in dem sie, die germanische Holla, wohnt, ausschüttelt. Sie, der strenge und hilfreiche Schutzgeist für Haus und Hof, gab dem Holunder vielleicht den Namen – vielleicht auch umgekehrt. Das Wort Holunder leitet sich vom althochdeutschen holuntar ab. Hier versteckt sich der selbe Wortteil wie in Wacholder und Massholder (Feld-Ahorn): die Nachsilbe -dra bedeutete bei den Germanen Baum (englisch: tree). Bei anderen Bäumen ist dieses Suffix durch -baum ersetzt worden (apholdra – Apfelbaum). Holunder ist also der Baum der Holla. Ein anderer Name stammt aus dem Niederdeutschen ist Ellhorn oder Alhorn, wovon sich unser Ahorn ableitet. Er bezeichnete einfach unangenehm riechende Gehölze. Ebenfalls kurios mutet uns eine andere Bezeichnung an: Flieder. Sie stammt erst aus dem Mittelniederdeutschen des 16. Jahrhunderts und bezeichnete exklusiv den Holunder. Seit dem 18. Jhdt. wurde diese Bezeichnung nach und nach, wohl wegen der späten Blütezeit und des starken Geruches, auf den eingeführten Exoten Syringa übertragen. Zunächst mit Beinahmen: Spanischer oder Türkischer Flieder.
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Botanik – Weinviertel

Das Weinviertel botanisch betrachtet

Autor: Gregor Dietrich

Wir müssen nicht immer in die Ferne reisen, um botanisch aufregende Gebiete zu entdecken.
Am Beispiel des Weinviertels wird gezeigt, wie interessant die Flora unserer Heimat sein kann.

Klimatisch gesehen liegt das Weinviertel am Westrand der pannonisch beeinflußten Zone. Das bedeutet heiße, trockene Sommer und schneearme, kahlfrostreiche Winter. Weiter westlich gibt es nur mehr die Wachau und kleinräumige pannonische Enklaven. Geologisch gesehen wird die Landschaft von jungtertiären Tonen und Sanden sowie Löß geprägt. Ursprünglich herrschten wohl pannonische Eichenmischwälder vor. Meist waren Reichfrüchtige Trauben-Eiche (Quércus petráea ssp. polycárpa) und Hainbuche (Cárpinus bétulus) die Leitbäume. An feuchteren Stellen wurde die Trauben-Eiche von der Stiel-Eiche (Quércus róbur) abgelöst. Auf den trockenen Hügeln verschwand die Hainbuche und die Flaum-Eiche Quércus pubéscens prägte das Bild. Im Osten des Gebietes, auf kalkärmeren Böden spielte auch die Zerr-Eiche (Quércus cérris) eine Rolle. Weitere wichtige Bäume der pannonischen Wälder sind Feld-Ahorn (Ácer campéstre), Elsbeere (Sórbus torminális) und Winter-Linde (Tília cordáta). Für die Strauchschicht sind Roter Hartriegel (Córnus sanguínea), Dirndlstrauch (Córnus mas), Pimpernuß (Staphyléa pinnáta), Hasel (Córylus avellána) und Purgier-Kreuzdorn (Rhámnus cathártica) charakteristisch.
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Wildkräuter – Löwenzahn – Blütengelee

Löwenzahnblütengelee

Autorin: Maria, Kiel

etwa 200g Löwenzahnblüten
1 l Wasser
Saft einer Zitrone
1 kg Gelierzucker

Die Blüten kurz unter fließendem Wasser waschen und nach dem Entfernen der grünen „Hüllblättchen“ mit dem Wasser zum Kochen bringen und etwa 5 Minuten durchkochen lassen. Dann 24 Stunden stehen lassen, anschließend den Saft absieben. Mit Zitronensaft und Gelierzucker vermischen, zum Kochen bringen und 4 Minuten gründlich sprudelnd kochen lassen. Heiß in Gläser füllen und verschließen.

Für die „Süßen“…

Tiere – Insektennisthilfen

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Nisthilfen für Wildbienen und Einsiedlerwespen

Autor: Ralf Gutzki:

Stand: 04.03.2001
Immens ist die Bedeutung von Wildbienen und Einsiedlerwespen in der Natur und damit auch für uns Menschen.
Die emsigen Wildbienen sind unentbehrliche Blütenbestäuber und sorgen für Samen und Früchte.
Die Einsiedlerwespen sind dagegen als biologische Bekämpfer von Blattläusen, Raupen und Fliegen äußerst wichtig.
Jeder kann diesen, für uns Menschen harmlosen, kleinen Helfern mit einfachen Mitteln sehr wirkungvoll unterstützen.

Seit mehreren Jahren werden Nistplätze von Wildbienen und Einsiedlerwespen in zunehmendem Maße zerstört.
Neben einem geeigneten Nistplatz benötigen Wildbienen Blütenpflanzen, in denen sie ihre unentbehrliche Nahrung, Nektar und Blütenstaub, finden.

Schutzmöglichkeit
Um die Nahrungsquellen zu erhalten, ist auf die Verwendung von Hebiziden zu verzichten.
Einheimische Wildpflanzen sollten in Gärten und Grünanlagen wieder eine Chance bekommen.

Nistkästen
Ohne Nistmöglichkeit können sich diese Insekten nicht fortpflanzen. Deshalb müssen auch hier Hilfsmaßnahmen getroffen werden. Aus abgelagertem Hartholz (Buche, Eiche,usw.), das nicht mit Holzschutzmitteln behandelt wurde, kann ohne große Kosten und Mühe eine Nisthilfe gebastelt werden. In das Holzstück werden Gänge von 2 bis 10 mm Durchmesser dicke Löcher gebohrt. Die Bohrtiefe richtet sich dabei nach der vorhandenen Bohrerlänge, die man ganz nutzen sollte. Das Holz darf aber nicht durchbohrt werden!

Eine andere Möglichkeit ist einen Nistkasten aus Ton zu basteln.
In den feuchten Ton werden mit verschieden dicken Stricknadeln Nestgänge gestochen.
Der Tonblock muss vollständig durchgestochen werden. Ansonsten kann der Gang durch den beim Herausziehen der Nadel entstehenden Unterdruck zuquellen.
Nachher werden die Gänge auf der Rückseite wieder zugeschmiert.
Nachdem zwei Löcher zum Aufhängen gestochen worden sind, wird der fertige Rohling getrocknet und gebrannt, wobei er um ca. 10% schrumpft.

Die Nistkästen werden am besten an einem sonnigen Ort so aufgehängt das die Gänge waagerecht liegen und von Tieren frei anzufliegen sind.
Feuchtigkeit schädigt die jungen Bewohner, deshalb sollte ein Regen geschützer Standort bevorzugt werden.

Von April bis Oktober werden die Einsiedlerwespen ihren Neubau anfliegen. Die einzelen Arten fliegen jedoch nur wenige Wochen im Jahr.

tiere – bienenweide

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Bienenweide

Autor: Hannes Birnbacher,Windhagen

Stand: 28.2.2001
Durch gezieltes Anpflanzen bestimmter Blumen kann man den Besuch von Bienenarten im eigenen Garten fördern. Aus dem unten genannten Buch zusammengestellt!

Bienen im Ziergarten:
Winterling, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokus, Blaustern,
Traubenhyazinthe, Zierlauch, Steinkraut, Goldlack, Schleifenblume,
Goldmohn, Vergißmeinnicht, Beinwell, Reseda, Himmelsleiter,
Glockenblumen, Fetthennenarten, Mauerpfeffer, Stockrose, Skabiosen,
Geißraute, alle Lippenblütler und ungefüllten Korbblütler.
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naturnahe Gärten

Naturnähe ist überall machbar!

Autor: Andreas Regner

Insbesondere in den Städten kennt die Phantasielosigkeit in Bezug auf die Gartengestaltung oftmals kaum noch Grenzen. Die zum Teil minimalen Grünflächen werden geputzt, als wenn es sich um das Wohnzimmer kurz vor einem grossen Familienfest handelt. Der Rasen (der fast alles ausmacht) ist kurzgeschoren, Pflanzflächen werden von allem gesäubert: Laubfall ist unordentlich – Wildpflanzen unmöglich. Und diese Ordnung hat ihren Preis: Ständige Bodenbearbeitung, Rasenmähen, Dünger für den Rasen, eventuell noch ein Pestizid gegen Gänseblümchen, Habichtskräuter und andere. Dabei kommt gerade im städtischen Bereich den Privatgärten eine Schlüsselrolle für die Vernetzung von Lebensräumen zu. Wer solches will, muss sozusagen auf dem Balkon oder vor der Haustür anfangen.
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