Stauden – Gladiolus

Siegwurz – kleine wilde Gladiolen für jeden Lebensraum

Autor: Gregor Dietrich

Bei Gladiolen denken wir meist an die großen Gartengladiolen. Diese stammen aus Südafrika. Aber auch in Europa, Westasien und dem nördlichen Afrika gibt es einige Arten, die einander allerdings alle recht ähnlich sind. Sie sind wesentlich graziler als die etwas steifen Hybriden.

Die Siegwurz (Gladiolus) aus der Famile der Schwertliliengewächse (Iridaceae) ist nicht nur eine moderne Gartenpflanze. Schon in der Antike waren diese Pflanzen bekannt und zum Teil gefürchtet. Die Saat-Siegwurz (Gladiolus italicus, oft unter dem Synonym G. segetum zu finden) war damals als Unkraut gefürchtet. In Griechenland nannte man sie Kornfahnen. Die Knollen wurden aber zum Backen verwendet, wenn die Getreideernte schlecht war.
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Obst – Feige

Echter Feigenbaum, Ficus carica, im Norden

Autor: Gregor Dietrich

Bei Feigenbäumen denkt man unwillkürlich an den Mittelmeerraum. Dabei stammt der Echte Feigenbaum (Ficus carica) aus Kleinasien. Die Gattung Ficus ist nicht nur mit über tausend Arten sehr artenreich, sie ist auch sehr alt. Unsere Feige ist als Art ebenfalls sehr alt. Bereits im Diluvium kam sie in Mitteleuropa vor. Die letzte Eiszeit aber verdrängte die fast bis Paris vorgedrungene Art wieder aus Europa. Vor 5000 Jahren nutzten sie die Assyrer, die Griechen kannten sie erst 700 v. Chr.
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Aquarienpflanzen – Hydrokultur

Hydrokultur im Aquarium

Autor: Gregor Dietrich

Hydropflanzen sind etwas praktisches für Leute mit wenig Zeit sich um ihre grünen Mitbewohnerinnen zu kümmern. Düngen muß man aber doch immer wieder. Süßwasseraquarien sind ebenfalls pflegeleicht, wenn man nicht auf die oft für ihn gewinnbringenden Pflegehinweise des Zoohändlers hört. Doch überschüssige Nährstoffe müssen entfernt werden. Literatur und Zoohändler raten daher wöchentlich 1/3 des Beckenwassers zu wechseln. In der Praxis wechseln erfahrene Aquarianer sobald sie dem Wasser ansehen, daß es nötig ist, fast den ganzen Beckeninhalt. Das ist natürlich nur bei nicht zu stark gechlortem Wasser möglich und geschieht meist einmal im Monat. Natürlich muß ein Wasserwechsel, der ja den hauptsächlichen Zeitaufwand darstellt, umso weniger häufig durchgeführt werden, je weniger Fische und je mehr Pflanzen sich im Becken befinden. Da Aquaristik im Normalfall der Fische wegen betrieben wird, bleibt nur, möglichst viele Pflanzen zu setzen. Aber auch hier ist der Raum beschränkt, zumal ja die Fische auch freien Schwimmraum benötigen und manche Fische, wie die gerade modernen Malawi-Cichliden, einen guten Pflanzenwuchs im Becken durch wühlen oder Fraß ausschließen.
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Gehölzschnitt – Totholz – Langfassung

Totholzhecken – umweltfreundlich und preisgünstig

Zu diesem Artikel gibt es auch eine gekürzte Fassung.

Bei der Bewirtschaftung von Grünflächen fällt immer wieder Schnittgut von Gehölzen an. Dieses Schnittgut wird gemeinhin als Ballast, Müll, Entsorgungsgut gesehen.

Die Folge: Vielen sind die Entsorgungskosten zu hoch und das frische Holz wird an Ort- und Stelle verbrannt. Diese Methode ist i.d.R. wegen der starken Umweltbelastung, die Verbrennung bedeutet, verboten. Trotzdem ist sie vielerorts üblich, z.B. weit verbreitet in der schleswig-holsteinischen Landwirtschaft. Dort fallen beim Auf-den-Stock-setzen (1) der Knicks (2) jedes Jahr grosse Mengen an Schnittgut an, das häufig an Ort und Stelle verbrannt wird.

Nun werden die Landwirte von ökologischer Seite dafür oftmals scharf kritisiert. Erwähnt werden muss hierbei aber, dass die Knickpflege für einen landwirtschaftlichen Betrieb eine erhebliche Arbeitsbelastung darstellt (eine Fremdvergabe des Knickens kommt für die meisten Betriebe aus Kostengründen nicht in Frage). Auch wäre die Frage nach den Alternativen zu stellen: Der Abtransport und die Weiterverbeitung des Schnittgutes, z.B. in einer Kompostieranlage, stellt auch eine Umweltbelastung dar. Gehölzschnitt – Totholz – Langfassung weiterlesen

Pflanzfehler

Fehler bei der Pflanzenauswahl im Garten

Autor: Gregor Dietrich

Gartenzerstörer

Fehler in der Bepflanzung macht jeder. Manche allerdings sind nicht mehr gutzumachen. Baumriesen zu fällen verbieten manche Gesetze, die Ausläufer manch wuchernder Pflanze lassen sich nicht mehr entfernen. Andere sorgen mittels chemischer Kriegsführung für das Fehlen von sonstiger Vegetation in ihrer Umgebung und einige arbeiten mit ihren Wurzeln, bis die stärkste Mauer bricht.
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Gehölzschnitt – Jungbaumpflege

Fehler in der Behandlung junger Bäume

Autor: Andreas Regner

Grosse Schäden entstehen bei jungen Bäumen immer wieder durch mangelhafte Entwicklungspflege.
Pflanzungen von Grossgehölzen, Obstbäumen und dergleichen sollten fachgerecht betreut werden. Neben den in den ersten 1 – 2 Jahren unterlassenen Wässerungen bei großer Trockenheit, sollten vor allem auch Baumbindungen als Schadensursache nicht vergessen werden. Diese sind Schwerpunkt dieses Artikels.

Falsche Baumbindungen führen gelegentlich zu vermeidbaren Ausfällen. Der Baum könnte sich aufhängen.
Nach der Pflanzung kommt es oftmals zu Sackungen im Wurzelbereich. Deswegen müssen Baumbindungen zum Baum hin aufsteigend gebunden werden: Die Sackung des Erdreiches muss vom Wurzelballen nachvollzogen werden können.

Der in Hanglage gepflanzte Baum hat hier doppelt zu kämpfen: Hanglage bedeutet für Neupflanzungen immer Trockenheitsstress. Dazu eben den Stress durch ein mögliches Aufhängen. Manchmal hilft bei schlechten Bindungen, dass sie so schlecht sind, dass der Baum einfach durchrutscht.

Extrem lose Baumbindungen sind ein weiteres Beispiel: Baum steht schräg und die Bindung hält etwas den Sicherungspfahl. Als Provisorium während des Arbeitsprozesses tragbar.

Entgegen weitverbreiteter Auffassung können Cocosbindungen durchaus Scheuerschäden bis hin zu Einwachsungen an Gehölzen verursachen. Bindungen sind während einer zweijährigen Fertigstellungspflege mehrfach zu kontrollieren und ggf. zu erneuern. Das macht Arbeit und bereitet den Landschaftsbaufirmen bei knapper Kalkulation für die Fertigstellungspflege wenig Freude.

Beliebt sind deswegen regional auch Bindungen aus Kunststoff (ähnlich den Sicherheitsgurten). Mit Dreibock gesicherte Gehölze sind i.d.R. während der 2jährigen Fertigstellungspflege in einem solchen Sicherungssystem gut aufgehoben, ohne, dass es einer Nachbindung bedürfte. Mit Vorsicht zu geniessen sind diese Bindungen jedoch bei schnellwachsenden Gehölzen wie zum Beispiel den grossbaumartigen Ahornen, Acer spec.
Leicht ergeben sich noch während der Zweijahresfrist Einschnürungen, die eine unnötige Schädigung darstellen. Mängelt der Auftraggeber während der 2- Jahresfrist erfolgte Einschnürungsschäden bei der mit der Fertigstellungspflege beauftragten Firma an, kann es teuer werden. In der Regel ist dies nicht zu erwarten, weil die Auftraggeber meist nicht über das notwendige Fachwissen verfügen.

Ärgerlich wird der Ablauf, wenn die Baumbindungen nach 2 Jahren nicht entfernt werden. Dies sollte (von Sonderbauweisen und Extremstandorten abgesehen) grundsätzlicher Bestandteil einer Fertigstellungspflege sein. Auf extrem windexponierten Standorten z.B. kann eine längerfristige Sicherung sinnvoll sein. Dann aber auch mit der notwendigen Nachkontrolle und Nacharbeit. Dieses müsste aber dann zusätzlich vertraglich vereinbart werden.
Bei Kunststoffbindungen habe ich nach mehr als 2 Jahren eine hohe Wahrscheinlichkeit von Schädigungen des Gehölzes. Aber auch durch Cocosbänder können Probleme entstehen, wenngleich dies wesentlich seltener geschieht.

Kontrolliert werden sollten Gehölze in öffentlichen Anlagen und privaten Gärten auch auf mögliche Einschnürungen durch Fremdkörper hin. An diesem Ast der Atlaszeder, Cedrus atlantica ‚Glauca‘ wurde ein Befestigungsband für einen Meisenknödel vergessen. Im Obstbau wird diese Methode gelegentlich noch verwendet, um schwachtreibende Äste zu einem stärkeren Wachstum oberhalb der Einschnürung zu veranlassen. Nachteil dieser Methode ist die höhere Bruchgefährdung entlang der Einwachsung. Abgesehen von dieser Sonderanwendung sollten Einschnürungen unbedingt verhindert werden. Kommt es zu Einwachsungen am Gehölz sollen diese lediglich soweit entfernt werden, dass keine zusätzlichen Schäden am Gehölz entstehen. Alte Einwachsungen sind also in aller Regel zu belassen oder der Ast wird entfernt.

Man muss auch nicht jeden Baum durchbringen wollen. Das an diesem Baum falsch (zu spät, zu grossflächig) ausgebrachte Wundverschlussmittel hilft auch nicht viel: Die Funktion dieses Baumes als Grossbaum ist nach Schälung fast des halben Stammes wesentlich infrage gestellt. Da der Baumbestand im Randbereich dieser Kinderspielfäche sehr dicht ist, wäre eine einfache Lösung auch der Stockhieb gewesen. Für die Kinder entsteht dann eben ein Gebüsch anstatt eines Grossbaumes. Bei der allgemeinen Konzeptionslosigkeit der Pflege vieler Anlagen kann man diese Einfachlösung meist gut vertreten.

Allgemein ist zu bemängeln, dass sehr wenig Wert auf eine gute Kronenerziehung gelegt wird. Bei vielen Pflanzungen unterbleiben Schnittmassnahmen vollständig, bei anderen wird wiederum fast jeder Trieb angeschnitten, als wenn man es mit einem kleinen Stachelbeerstrauch zu tun hätte, der ein paar mehr Früchte tragen soll. Fachgerechte Kronenpflege fordert Fachwissen, das sich für den Auftraggeber auszahlt: Die Folgekosten von Bäumen, die in den ersten Standjahren gut betreut werden sind wesentlich geringer. Auch steigt die Lebenserwartung des Gehölzes, weil Problemstellen in der Krone frühzeitig korrigiert werden, anstatt nach Jahren zur Motorsäge zu greifen. Kronenerziehungssysteme sind ein grosses Thema und können hier nur angedeutet werden. Beachten sie dazu auch das Buch von Pfisterer (s. Literaturtipp).

Ein bischen mehr Mut würde ich mir von ausführenden Firmen in Bezug auf die Standortgerechtigkeit von Pflanzungen erhoffen. Viele heute stattfindenen Pflanzungen im Stadtbereich, auf Verkehrsinseln und anderen Sonderstandorten sind absolut sinnwidrig allein aufgrund einer viel zu kleinen Baumscheibe. Um dies zu erkennen, muss man oftmals keine sehr speziellen Kenntnisse in Bezug auf Bäume und deren Pflege haben. Schriftliche Bedenkenanmeldung nach VOB wäre m.E. oftmals erforderlich. Dieser Schritt wird gerne gescheut, weil er Arbeit und Auseinandersetzung bedeutet.

Glossar
Fertigstellungspflege: I.d.R. (1-) 2jährige gärtnerische Betreuung, die neben herkömmlichen Pflegemassnahmen auch verbunden ist mit Neupflanzungen ausgefallener Exemplare usw.
Stockhieb: Abschneiden eines Gehölzes am Boden. Oftmals auch als Pflegehieb bezeichnet. Analog: Knicken

Literaturhinweis:

Pfisterer, Jochen A.: Gehölzschnitt nach den Gesetzen der Natur. erschienen 1999 bei Ulmer, Stgt., Gebundene Ausgabe, 300 Seiten

Balder, Hartmut: Die Wurzeln der Stadtbäume. Ein Handbuch zum vorbeugenden und nachsorgenden Wurzelschutz erschienen 1998 bei Parey Buchverlag, Gebunden, 17 x 24 cm, 180 Seiten

Kuhn, Nino; Polomski, Janina: Wurzelsysteme erschienen bei Paul Haupt, Bern, gebunden, 290 Seiten