Heilpflanzen – Aufbewahrung

Be – achte die Pflanze!

Sammle die Pflanzen
wenn sie äusserlich trocken sind, möglichst an einem sonnigen Tag vormittags. Nach fachgerechter und rücksichtsvoller Ernte hältst du jetzt wahre 'Wundermittel' in den Händen…

Pflanzen nicht waschen;
Ausnahme: Wurzeln. Diese Forderung beisst sich natürlich mit dem Wunsch nach Minimierung der Schadstoffbelastung des Sammelgutes.

Sofort nach dem Sammeln trocknen:
in kleinen Bündeln aufhängen oder auf ein Tuch ausbreiten (so, dass sich keine Pflanzenteile berühren); am besten an einem dunklen, luftigen Ort.

Aufbewahrung:
Sobald sie ganz trocken sind in Papiertüten oder Stoffbeuteln; wenn dies nicht möglich ist: weitere 2 Wochen Trocknung in Papiertüten/Stoffbeuteln, dann in Gläser, Tongefässe (oder Plastikdosen) umfüllen. Pflanzen möglichst ganz belassen. Lagerung so dunkel und kühl wie möglich.

Beschriftung
ist wichtig für deine Kräutersammlung: Datum, Art bzw. Sorte und Teil der Pflanze, Fundort: (Beispiel: Salbei (Salvia officinalis), Blätter, Eigener Garten, Juni 1999).

Die Beschriftung hat mehrere Gründe:

  • Getrocknete Pflanzenteile sind (insbesondere nach einer Zerkleinerung) oftmals schwer zu identifizieren. Sie gibt insbesondere Menschen Sicherheit, die sich weniger als du mit Pflanzen beschäftigen (wenn sie denn an deine Kräuter dürfen…) .
  • Wenn Du anderen Menschen die Benutzung deiner Kräutersammlung ermöglichst, sollten sie eine kleine Einführung von Dir erhalten. Dies wird umso wichtiger, wenn du z.B. giftige Pflanzen sammelst. Sie sollten gegebenenfalls gesondert aufbewahrt oder mit Warnhinweisen versehen werden.
  • Falls es Probleme mit deinen Kräutern geben sollte, ist eine Untersuchung einfacher möglich: z.B., ob sich an an dem vermeindlichen Naturstandort nicht doch eine Altlast (Umweltverschmutzung von älterer Nutzung herrührend) befindet…

Die Haltbarkeit
ist je nach Bedingungen und Pflanzenart/-teil sehr verschieden. Empfindliche Pflanzen mit leicht flüchtigen Bestandteilen (Blüten): etwa sechs Monate. Kraut: etwa ein Jahr. Wurzeln und Rinden: sechs Jahre oder länger. Alte Kräuter solltest du entweder kompostieren oder für Zwecke verwenden, bei denen eine bestmögliche Wirkstoffzusammensetzung nicht ganz so wichtig ist: vielleicht als Badezusatz oder zum Färben.

Kompost – Kompostierungssysteme

Wie wird organisches Material zu humoser Erde umgesetzt?

    Fünf wesentliche Möglichkeiten bestehen:

  • FlächenkompostierungDie organischen Stoffe werden im Freiland ausgebracht.
    – flächig und gleichmäßig in z.B. Staudenrabatten
    – zur Geländemodellierung, z.B. Einebnung von Unebenheiten oder langsamer Aufbau von Hügeln etc.Insbesondere bei der Anwendung bei der Pflege von Grünflächen ist die Flächenkompostierung so rationell wie keine andere Methode: Keinerlei Entsorgungskosten und minimale Transportwege. Die herausgepflegten Pflanzen werden um die zu erhaltendenden Stauden usw. gelegt und bilden so gleichzeitig eine Mulchschicht.
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Kompost – was gehört auf den Kompost

Autor: Andreas Regner

Prinzipiell sind alle organischen Materialien kompostierbar. In der Praxis ergeben sich aber meist mehr oder weniger starke Einschränkungen. Diese hängen im wesentlichen von der Größe der Gartenanlage, dem Massenanfall sowie der Stoffart zusammen. Beispiele hierfür sind:

Der Schadstoffeintrag

in den Garten soll gering gehalten werden: Ökotest hält die Kompostierung von Südfruchtschalen (Apfelsine, Banane, Zitrone usw.), die nicht aus biologischem Anbau kommen, für i.d.R. unbedenklich. Sie können aber auch erheblich mit Pestiziden belastet sein. Insbesondere werden sie von Erzeugern bzw. Handel für Transport und Lagerung mit Pilzvernichtungsmitteln (Fungiziden) behandelt. Diese sind problematisch wegen einer direkten Giftwirkung auf Mensch und Natur, zum anderen stören sie aber auch die im Kompost 'arbeitenden' Pilze.
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Giersch

Dies ist eine Teildokumentation eines Diskussionsprozesses in der newsgroup de.rec.garten von 2001.

Sie basiert auf einem Teil der Internetseiten von Ralf Gutzki, der die Artikel zusammengetragen hat. Diese Texte sind als Diskussionprozess zu verstehen und dementsprechend unvollständig. Sie geben nicht immer meine Auffassungen wieder. Ergänzungen und Kritiken sind am besten in de.rec.garten anzubringen – der newsgroup aus der diese faq (Häufig gestellte Fragen) entstand/entsteht.
Selbstverständlich können sie auch im forum auf planten.de diskutiert werden. Die Empfänger-Adresse einer derartigen Diskussion sollte dann aber wieder die newsgroup sein.

Bitte beachten Sie auch die anderen Artikel zum Thema Giersch auf planten.de.

Andreas Regner

Aegopodium podagraria, Giersch, Geisfuss

Beitrag von: Ralf Gutzki, Stand: 27.02.2001
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Gehölzschnitt – Totholz

Zeit sparen durch Naturschutz

Autor: Andreas Regner

Dieser Text ist auch in einer ausführlichen Langfassung verfügbar.

Totholz kommt natürlicherweise an allen lebenden Gehölzen vor und ist ein wichtiger Lebensraum für bestimmte höhlenbrütende Vögel, zahlreiche Insekten und andere Lebewesen.

Aus stärkeren (Laubholz)baumscheiben oder Bündeln kleinerer Äste und Zweige des ‚toten‘ Holzes lassen sich mit sehr geringem Aufwand auch Nisthilfen für Wildbienen bauen. Gehölzschnitt – Totholz weiterlesen

Heilpflanzen – Tinkturen

Grundrezeptur

In Spirituosen (z.B.Wodka), Essig oder Wasser angesetzte Pflanzen werden als Tinkturen bezeichnet.
In der Homöopathie werden diese als Urtinkturen bezeichnet (wobei es für die Herstellung 'echter' homöopathischer Tinkturen noch spezielle Regeln gibt: hochprozentiger Alkokol u.a.).
Sie können meist äusserlich und innerlich angewandt werden.
In Franzbranntwein angesetzte Kräuter heissen Linimente und können nur äusserlich angewandt werden.
Tinkturen sollten möglichst mit frischen Heilkräutern angesetzt werden. Sie sind Tinkturen aus getrockneten Kräutern meist weit überlegen.
Wurzeln behalten im allgemeinen viele ihrer 'wichtigen' Wirkstoffe auch nach der Trocknung. Ggf. kannst du also auch auf getrocknete Ware aus dem Handel zurückgreifen.
Tinkturen sind hochwirksame Arzneien und sollten nur bei entsprechenden kenntnissen eingesetzt werden!

Tinkturen aus frischen Pflanzen

  • Bestimmung und Ernte der zu verwendenden Pflanzenteile
  • Entfernung von beschädigten oder krankhaften Teilen
  • Nicht waschen; Wurzeln: nur wenn nötig
  • Pflanzen(teile) grob zerkleinern; ausgenommen: kleine Pflanzen(teile) wie z.B. Blüten
  • Glas bis zum Rand mit (zerkleinerten) Pflanzen(teilen) füllen.
  • Glas bis zum Rand mit Alkohol oder Essig füllen.
  • Glas fest verschliessen
  • Beschrifte das Glas: Datum, verwendete Pflanze(nteile), Fundort, (Alkohol)grundlage
  • Am nächsten Tag musst du die Flüssigkeit nachfüllen (bis zum Rand). öglicherweise sind weitere Nachfüllungen notwendig.
  • Mindestens 6 Wochen warten, dann Abgiessen (=Dekantieren) der Tinktur. Welche den Mondzyklus beachten wollen, setzen bei Neumond an und giessen bei Vollmond ab. Die nicht mehr benötigten Pflanzenteile können z.B. dem Kompost zugeführt werden.

Tinkturen auf Alkohol-Basis

Verwendet werden sollte 40 oder mehrprozentiger Alkohol; 38% tun es auch (in Deutschland am handelstüblichsten); ideal aber scheinen 50% oder mehr zu sein. Je höher der Alkoholgehalt, desto grösser ist die Haltbarkeit, die entscheidend abnimmt, wenn es unter 38% geht. Ab 38% ergibt sich für die praktische Verwendung eine nahezu unbegrenzte Haltbarkeit. Wenn du willst, kannst du Äthylalkohol aus der Apotheke zusetzen (relativ teuer).

Dosierung

Allgemeine Hinweise zur Dosierung von Tinkturen sind nicht möglich. Sie hängen u.a. ab von der ausgewählten Pflanze, der Art und Schwere der zu behandelnden Erkrankung, dem Alter des zu Behandelnden. Sie reichen von der Einmalgabe eines Tropfens bis zur Hochdosierung von 150 oder mehr Tropfen mehrere Tage lang. Hier musst du dich also detailiert informieren und ggf. vorsichtig zu probieren anfangen.
Manche Alkoholiker/innen vertragen Alkohol, wenn er in Medikamenten vorkommt – für andere ist er absolut unverträglich oder indiskutabel – bitte informiere dich diesbezüglich!
Literaturhinweis
Die Grundzüge dieses Beitrages sind im wesentlichen dem Buch Naturheilkunde für schwangere und Säuglingevon Susun S. Weed entnommen.

Gründüngung

Bitte beachten Sie: Diese Seite ist Teil eines Diskussionsprozesses in de.rec.garten! Näheres dazu finden sie in der Rubrik Allgemeines zur Teildokumentation

Gründüngung

Autor: Ralf Gutzki

Stand: 01.03.2001
Die Gründüngung ist eine alte Methode zur Bodenverbesserung, die ursprünglich aus dem Ackerbau stammt.
Dies Art der Düngung bietet viele Vorteile:

Unerwünschte Wildkräuter werden unterdrückt.
Die Wurzeln der Pflanzen lockern und durchlüften den Boden.
Mäht man die Pflanzen ab, entsteht wertvolles Material zum Mulchen oder Kompostieren.
Einige Pflanzen (die Leguminosen) sind in der Lage Stickstoff aus der Luft zu fixieren und so den Boden zu bereichern.
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