Dill macht was er will – Anethum graveolens

Dill, Anethum graveolens: Blüte und unreife Saat
Dill (Anethum graveolens L.) findet sich in Schleswig-Holstein selten in Siedlungsnähe verwildert. Diese Vorkommen sind unbeständig.
In der Gartenkultur ist die Pflanze nicht ganz einfach. Die Heil- und Gewürzpflanze hat recht hohe Ansprüche an ihre bevorzugte Keimungstemperatur und Bodenfeuchtigkeit.
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Unglücklich gestelltes Schild im BG Kiel: Giftige Verwechslungsmöglichkeit

Sehr giftig: Convallaria majalis L., Maiglöckchen
Sehr giftig: Convallaria majalis L., Maiglöckchen
Im Neuen Botanischen Garten Kiel gibt es einen Arzneipflanzengarten. Dort sind Pflanzen dargestellt, die medizinisch wirksam sind, darunter auch giftige. Eine davon ist das Maiglöckchen (Convallaria majalis L.). Sie ist wie alle Arten in diesem Bereich beschildert und mit einem roten Zusatzschild „Giftpflanze“ versehen. Wenn man das Beet allerdings von der anderen Seite betrachtet, wirkt die Sache ganz anders: Dann sieht man das Schild für die ungiftige Heilpflanze Bär-Lauch (Allium ursinum L.) direkt vor dem Beetbereich des Maiglöckchens.
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Ausgleich-Abgleich: ungleich

Schwer geschädigte Berg-Ahorne, Acer pseudoplatanus
Schwer geschädigte Berg-Ahorne, Acer pseudoplatanus
Die Fotos zeigen schwer geschädigte Berg-Ahorne (Acer pseudoplatanus L.) und einen abgestorbenen Ahorn. Aufgenommen sind sie auf einem Aldi-Parkplatz in Kiel-Russee. Die Benennung von Ort und Unternehmen ist als Beispiel zu verstehen: So etwas ist vielerorts zu finden.
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Beifuß als Hitze- und Trockenheitsexperte

Beifuß bei der Hitzeabwehr
Beifuß bei der Hitzeabwehr
Der Gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris L.) zeigt sich auf diesem sandigen Trockenrasen als gut angepasst an Stress durch Hitze und Trockenheit. Der Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ist es auf dem Foto zu warm und zu trocken. Also rollt sie ihre Blätter ein. Damit wird die Oberfläche und Verdunstung verkleinert. Und als zweite Maßnahme streckt sie der Sonne vor allem die silbrige Unterseite ihrer Blätter entgegen
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Weinbergs-Lauch – Allium vineale L., s. l.

Weinbergs-Lauch - Allium vineale
Weinbergs-Lauch – Allium vineale
In Schleswig-Holstein nur selten zu finden ist der Weinbergs-Lauch (Allium vineale L., s. l.). In der Roten Liste S-H wird er als gefährdet (Kategorie 3) eingestuft. In der Langfristtendenz wird dort ein Rückgang erwartet, sodass perspektivisch die Einordnung in die Kategorie 2 (stark gefährdet) zu befürchten ist. In der Bundesrepublik generell ist die Art aus der Familie der Lauchgewächse (Alliaceae) allerdings ungefährdet.
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Übersehene Fingerwurz, Dactylorhiza praetermissa, auf MFG5-Gelände in Kiel

Übersehene Fingerwurz, Dactylorhiza praetermissa (Druce) Soó
Übersehene Fingerwurz, Dactylorhiza praetermissa (Druce) Soó
Die Übersehene Fingerwurz (Dactylorhiza praetermissa (Druce) Soó) findet sich in sehr kleiner Individuenzahl auf dem MFG5-Gelände in Kiel-Holtenau. Die Gefährungseinschätzung dieser Orchideenart ist schwierig. In der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen in der Bundesrepublik wird das Vorkommen als sehr selten eingeschätzt, andererseits befindet sich die Orchideen-Art in der RL-Einstufung lediglich in der Vorwarnstufe.
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Schleswig-Holstein: Schmetterlings-Zählung erfolgreich

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Schmetterlings-Zählung erfolgreich

Rekord-Zahl bei Faltern im Stiftungsland Nordoe und auf der Geltinger Birk

So viele waren es noch nie! Das Schmetterlings-Rettungsteam der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein traute seinen Augen kaum: jährlich zählen Dr. Detlef Kolligs und Antje Walter die umherfliegenden Goldenen Scheckenfalter in den Projektgebieten, dem Stiftungsland Nordoe bei Itzehoe, dem Stiftungsland Geltinger Birk direkt am Ausgang der Flensurger Förde, dem Stiftungsland Reesholm (SL) und Stiftungsland Lütjenholm (NF, die größere Fläche ist der militärische Übungsplatz). Dieses Mal waren es in Nordoe mehr als je zuvor: 350 Schmetterlinge konnte Kolligs zählen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch in den vergangenem zwei Jahren. „Die ganze Entwicklung von Schmetterlingen inbesondere im Raupenstadium ist sehr witterungsabhängig. Dieses Jahr war zur Raupen-Entwicklung besonders günstig, denn: wir hatten einen anhaltenden kalten Winter, darauf folgte gleich ein trockenes, sonniges Frühjahr. Das ist der Trick: kleinklimatische Situation mit Beweidung und kurzer Vegetation bieten den Raupen optimale Temperatur-Verhältnisse – schön warm zwischen den Pflanzenhalmen. Während wir oben frieren, haben die es unten mollig warm. Menschen frieren bei 14 Grad. Die Raupen haben in Bodennähe mediterrane Bedingungen“, erklärt Kolligs. Das führte zu der erfolgreichen Entwicklung und den erfreulichen Zahlen.
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