Stiftung Naturschutz S-H zum Tag des Waldes

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Zum Tag des Waldes

Raus aus dem dunklen Fichtenforst – rein in einen Vielfaltswald voller Leben. Zum „Tag des Waldes“ am 21. März 2026 zieht die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein eine positive Zwischenbilanz. Seit Februar 2025 sind im ganzen Land neue Laubmischwälder entstanden oder auf den Weg gebracht worden. Die Maßnahmen-Manager*innen der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein – eine 100-prozentige Tochter der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und der Landesstiftung selbst haben ehemalige Intensiv-Äcker oder Grünland, angegriffene Fichtenwälder oder strukturschwache Mischwälder in naturnahe Laubwälder verwandelt.
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Anna Louisa Karsch: An den jungen Lenz

Anna Louisa Karsch
(* 1.12.1722 † 12.10.1791)

An den jungen Lenz

Du junger Frühling kommst herab
Vom Schöpfer, um ganz neues Leben
Geschöpfen seiner Hand zu geben.
Das Blumen-Volk verläßt sein Grab,
Und mit empor gehobnem Haupte
Beschämt es den, der keinen Gott
Und für sich selbst Vernichtung glaubte.
Der Vogel wiederspricht des Wiedersprechers Spott.
Die Saat mit Millionen Zungen
Aus schwarzer Erd herauf gedrungen
Bestätiget, was er gesungen!
Der Linde Blätter lispeln nach;
Die Elbe rauscht und murmelnd spricht der Bach:
„Es ist ein Gott, der laue Winde schickte,
„Den Schnee zerschmolz, das Eis zerbrach,
„Mit jungem Grün das Ufer schmückte
„Und diese Sonne scheinen läßt!
Nach sanft gefallnem Frühlingsregen
Quackt der erweckte Frosch sein Fest,
Und Fische scherzen ihr entgegen!
Der Hirt heißt seine Heerde leben!
Sie weidet jugendliches Graß,
Blöckt ihre Freuden laut, und hört ohn Unterlaß
Sich Thal und Hügel Antwort geben!
Die Honigträgerin verläßt ihr kleines Haus
Und saugt den Veilchen, wenn sie duften,
Die Süßigkeit des kleinen Kelches aus.
Die Schwalbe kommt aus Sumpf, wie aus verschloßnen Grüften
Einst unsre Leiber neu hervor,
Sie baut ihr Haus von Stroh und fetter Erde,
Und schwitzert froh dem Menschen vor,
Daß er auch wieder leben werde!
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Naturschutz-Versuch: Landreitgras-Brennen auf Fehmarn

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Flammen über Fehmarn – was bedrohlich aussieht ist eine Naturschutzmaßnahme nach skandinavischem Vorbild: das Landreitgras-Brennen

Das gab es noch: an diesem Sonntag, 22. März 2026 flammt es auf über der nördlichen Seeniederung der Insel Fehmarn. Was bedrohlich aussieht, ist allerdings ein Pilotprojekt der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt. Zum ersten Mal wagt Biologe Hauke Drews den Versuch das Landreitgras (Calamagrostis epigeios) bis auf die Bodenoberfläche niederzubrennen. „Diese Grasart hat die Eigenschaft ganze Weideflächen zu überwuchern, da es sehr schnell und sehr dicht und hochwächst, da kommen selbst die immer-hungrigen Rinder nicht mehr gegen an“, erklärt Drews. Die Gefahr, dass aufgrund der starken Wüchsigkeit hier ein wertvolles und seltenes Trockenrasenbiotop verloren gehe, sei zu groß. „Deshalb wagen wir diesen Brennversuch, der in Schweden schon seit mehreren Jahren praktiziert wird“, so Drews weiter.
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Zwei Jahre Aktionsplan Ostseeschutz

Dünen an der Ostseeküste bei Noer
Dünen an der Ostseeküste bei Noer
Pressemitteilung des BUND S-H
Zwei Jahre Aktionsplan Ostseeschutz: Wichtige Impulse, vieles unverbindlich, Umsetzung offen

– Naturschutzverbände ziehen Bilanz – Erste Meilensteine erreicht: Ostseebeiräte, wissenschaftlicher Beirat, Beteiligungsverfahren zu Schutzgebiets-Verordnungen – Verbindliche Ziele zur Reduktion des Nährstoff-Eintrags in die Ostsee fehlen – Räumung der Munitions-Altlasten stockt
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Maria Luise Weissmann: Das frühe Fest | Gebet der Kindheit

Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)

Gebet der Kindheit

Es ist ein schwarzer Hund bei Nacht, Herr Jesus,
Der auf seinen Krallen die hölzerne Stiege abwärtsgeht.
Es ist ein weißer Schatten manchesmal, Herr Jesus,
Der früh am Wegrand an der Weide steht.
Heiland, die Blume, die ich dir gesät,
Ragt immer höher auf zu deinem Schein.
Du ziehst sie groß zu dir. Ich will ein Hirte sein,
Dann bin ich mit den Lämmern dir zusammen.
Die Küken sind ausgekrochen, aber dem einen fehlt ein Bein.
Die Mutter sagte vor deiner Kerze: Alle Flammen
Münden zu deiner großen Sonne ein.
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LfU und Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein verschenken Samen der Saat-Wucherblume

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
LfU und Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein verschenken Samen der Saat-Wucherblume
20 Jahre Saatgrußkarten für den Erhalt bedrohter Wildpflanzen

Leuchtend gelb, pflegeleicht und ein Paradies für Wildbienen und andere Insekten – die Saat-Wucherblume (Glebionis segetum) ist ein Hingucker und eine wertvolle Nahrungspflanze. Das Landesamt für Umwelt (LfU) und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein setzen sich mit ihrer beliebten Mitmachaktion, die nun zum 20. Mal stattfindet, für den Erhalt dieser bedrohten Wildblumenart ein. Sie spendieren kostenlose „Saatgrußkarten“ mit Samentütchen im Rahmen ihres diesjährigen Artenschutzprojektes. Holen Sie sich das attraktive Ackerwildkraut in Ihren Garten!
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