Auf dem absteigenden Ast – Deutsches Atomforum in der Abwicklung

Quelle: DUH

Einladung zur gemeinsamen Pressekonferenz

50 Jahre nach seiner Gründung ist das Deutsche Atomforum nur mehr eine Veranstaltung zur Stabilisierung alter, risikoreicher und ineffizienter Energiestrukturen. Während die Branche der Erneuerbaren Energien international die Leitmärkte des 21. Jahrhunderts erobert und in Deutschland hunderttausende neuer Arbeitplätze schafft, kämpfen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den alten Energieindustrien und –konzernen gegen ihre Abwicklung.
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Wattenmeer wird Weltnaturerbe

Quelle: WWF Deutschland

Anerkennung des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe. / WWF: „Niemand braucht Öl aus dem Watt.“

Frankfurt – Bei der jährlichen Sitzung des Welterbe-Komitees der UNESCO im spanischen Sevilla fiel die Entscheidung: Das Wattenmeer an der Nordseeküste wurde als Weltnaturerbe anerkannt. Damit steht der einmalige Naturraum zukünftig auf einer Stufe mit den Galapagos-Inseln, dem Grand-Canyon-Nationalpark oder dem australischen Great Barrier Reef. Mit dieser vom WWF unterstützten Anerkennung ist auch eine Verantwortung zur dauerhaften Erhaltung verbunden. „Der WWF erwartet von Politik und Industrie, allen voran der Ölindustrie, dass sie die Anerkennung als Weltnaturerbe respektiert und auf jeden Bergbau im Wattenmeer verzichtet“, sagt Hans-Ulrich Rösner, Leiter des WWF-Wattenmeerprojekts. „Niemand braucht ausgerechnet Öl aus dem geschützten Watt.“ Die Industrie müsse aufhören, sich immer neue Ausnahmen für missbräuchliche Nutzungen im Nationalpark zu erstreiten und auf jede Ausweitung der Ölförderung verzichten.
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IWC-Konferenz ohne Durchbruch abgebrochen

Quelle: WWF Deutschland

Walfangkommission ist nicht handlungsfähig. / WWF-Studie: Klimawandel bedroht Wale.

Einen Tag früher als geplant ging die 61. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) auf Madeira zu Ende. Konkrete Entscheidungen zum dringend notwendigen Schutz der Wale wurden kaum gefällt. Die derzeit 85 Mitglieder der Kommission einigten sich lediglich darauf, ihre Gespräche über die Handlungsfähigkeit des Gremiums auf Arbeitsebene um ein Jahr zu verlängern. Volker Homes vom WWF Deutschland zeigte sich enttäuscht: „Der große Durchbruch ist erneut ausgeblieben und die Blockadesituation von Walfanggegnern und –befürwortern konnte nicht aufgehoben werden. Der wissenschaftliche Walfang wird weitergehen.“ Die Pro-Walfangstaaten, allen voran Japan, hätten bereits im Vorfeld der Konferenz verhindert, dass strittige Fragen überhaupt behandelt worden wären. Ein herber Rückschlag sei die Ankündigung Südkoreas, auch wieder auf Waljagd gehen zu wollen.
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Elbtal verliert Welterbe-Status

Quelle: NABU

Unesco bestraft Dresdner Brückenbau

Sevilla/Berlin – Zur Aberkennung des Unesco-Welterbe-Titels des Elbtals bei Dresden erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Mit dem Bau der Waldschlösschen-Brücke findet ein gewaltiger Eingriff in eine einmalige Flusslandschaft statt. Dresden hat den Welterbe-Status leichtfertig verspielt, weil der Stadt offenbar keine andere Antwort als Stahl und Beton auf den starken Straßenverkehr in der Stadt eingefallen ist.“ Während andere Städte sich mit einer konsequent auf den öffentlichen Nah- und Radverkehr ausgerichteten Politik auf die Herausforderungen der Zukunft mit Klimaschutzvorgaben und steigenden Energiepreisen einstellen würden, gehe Dresden nun den rückständigen Weg und verliere damit eine seiner wichtigsten Werbe-Etiketten.
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Mannheim: Freispruch für Robin Wood-Aktivisten

Quelle: Robin Wood

Kletteraktion gegen neuen Kohlekraftwerksblock in Mannheim war kein Hausfriedensbruch

Die vier ROBIN WOOD-AktivistInnen, die am 14. Oktober 2008 gegen den Bau eines neuen Kohlekraftwerksblocks in Mannheim protestiert hatten, müssen keine Geldstrafe zahlen. Das hat heute das Amtsgericht Mannheim entschieden.

Das Gericht hatte den Vieren nach der Aktion einen Strafbefehl wegen Hausfriedensbruchs geschickt, wonach drei von ihnen ohne mündliche Verhandlung je 450 Euro hätten zahlen müssen, der vierte sogar 900 Euro. Gegen diese strafrechtliche Verfolgung ihrer Klimaschutz-Aktion hatten sich die UmweltschützerInnen mit einem Einspruch gewehrt – und hatten damit heute Erfolg!
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Zum Start der Ferienzeit: WWF ermutigt zu umweltbewusstem Reisen

Quelle: WWF Deutschland

Umweltschutz bei der Urlaubsplanung ist einfach und effektiv

Frankfurt – Zum Beginn der Sommerferien ermutigt der WWF die Urlauber, auch beim Verreisen an den Umweltschutz zu denken. Schon mit kleinen Schritten kann nach Einschätzung des WWF viel getan werden, um die eigene Reise umweltfreundlicher zu gestalten. Die Umweltstiftung weist darauf hin, dass fünf Prozent aller Treibhausgasemissionen aus dem Tourismus stammen. Diese entstehen zu einem Großteil bei der An- und Abreise zum Urlaubsort. Der Flugverkehr gilt unter den Reiseverkehrsmitteln als Klimakiller Nummer 1. „Reisen müssen nicht automatisch schädlich sein“, so WWF Tourismusexpertin Petra Bollich. „Einige einfache Maßnahmen können helfen, die Umwelt weniger zu belasten, ohne dass der Urlaubsspaß darunter leidet. Mit manchen Reisen kann man sogar einen Beitrag zum Naturschutz leisten. In vielen Regionen fördern Ökotourismus-Projekte einen schonenden Umgang mit Arten und Landschaften, schaffen Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung und kurbelt die regionale Wirtschaft an“, so Bollich.
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BDEW: Ängste schüren, Fakten verdrehen, Profite machen

Quelle: BUND

Am heutigen Mittwoch hat das bundesweite Bündnis Die Klima-Allianz mit einer acht Meter großen „Kraftwerkskrake“ vor dem BDEW-Kongress in Berlin gegen die Politik des Bundesverband Deutscher Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) demonstriert. Die Hauptgeschäftsführerin des BDEW, der sich mehr und mehr als Dachverband der Atom- und Kohlelobby präsentiert, hatte erst zu Beginn dieser Woche erneut behauptet, dass Deutschland ohne eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke spätestens ab 2020 eine „unausweichliche Stromlücke“ drohe. Außerdem werde der Klimaschutz überbewertet.
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