Totholz als Gestaltungselement im Garten

Totholz als Gestaltungelement im Garten
Totholz als Gestaltungelement im Garten
Totholz eignet sich sehr gut, um im Garten gestalterische Akzente zu setzen. In diesem Kleingarten in Kiel sind Stammstücke von auf dem Grundstück gefällten Bäumen auf dem Gelände verblieben. Sie dienen jetzt als Abgrenzung gegenüber einer Hecke. Unabhängig von ihrer Funktion haben sie aber auch einen ästhetischen Reiz.

Das Besondere: Durch den kontinuierlichen Zersetzungsprozess ist die „Skulptur“ einer beständigen Veränderung unterworfen.

Im Hintergrund auf den Fotos zu sehen: Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus L.). Die „schwarzen“ Flecken auf den Blättern sind Pilze: Ahorn-Runzelschorf (Rhytisma acerinum). Für einen gesunden Baum kein grosses Problem: Die Photosyntheseleistung u.a. wird geringfügig eingeschränkt. Eine Bekämpfung ist m.E. unzweckmäßig.

Totholz-Stamm als Gestaltungselement
Totholz-Stamm als Gestaltungselement
Im zweiten Bild ist zusätzlich noch der Gewöhnliche Giersch (Aegopodium podagraria L.) zu entdecken. Der Baumstamm hilft, die Ausbreitung der essbaren Staude in den Garteninnenbereich einfacher zu kontrollieren. Wer den Frühsommer-Blüher, der seit Jahrtausenden in menschlicher Nutzung ist, einmal probieren möchte: Die jungen Blätter sind weniger herb. Zurückschneiden und dann das frische Grün ernten und z.B. für den Salt mit-verwenden. Mehrere Rezepte sowie weitere Artikel (u.a. Bekämpfung bzw. Kulturführung) zu Giersch sind z.B. durch Eingabe des Suchbegriffes „Giersch“ in der Suchmaske links oben zu erhalten.
Plinius der Ältere beschrieb vor knapp zweitausend Jahren in der Naturalis Historia eine Heilpflanze, bei der es sich vglw. wahrscheinlich um Giersch handelt, als Mittel gegen Gicht. Dioskurides beschreibt in De materia medica ebenfalls die heilkundliche Verwendung. Bei letzterem ist es sehr wahrscheinlich, dass der Gewöhnliche Giersch (Aegopodium podagraria L.) gemeint ist.

Das hier eingebrachte Totholz hat vergleichsweise wenig Energiekosten verursacht: Nach der Fällung wurden die Stammstücke nur wenige Meter bewegt. Zum Thema Totholz gibt es auf planten.de rund 50 Beiträge (siehe Link unterhalb des Beitrags). Deswegen nur der kurze Hinweis: Diese Stämme haben auch kleinklimatische Funktionen: Sie schützen den stammnahen Wurzelbereich der Heckenpflanzen gegen Austrocknung. Sie sind selber Wasserspeicher und durch Verschattung und Verdunstung tragen sie zu einem punktuell milderen Temperaturverlauf bei. Viele dieser „Mini-Effekte“ können positiven Einfluss haben auf die Milderung der Negativeffekte für Mensch und Natur durch Hitze-Hotspots.

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