Gehölzschnitt – Totholz

Zeit sparen durch Naturschutz

Autor: Andreas Regner

Dieser Text ist auch in einer ausführlichen Langfassung verfügbar.

Totholz kommt natürlicherweise an allen lebenden Gehölzen vor und ist ein wichtiger Lebensraum für bestimmte höhlenbrütende Vögel, zahlreiche Insekten und andere Lebewesen.

Aus stärkeren (Laubholz)baumscheiben oder Bündeln kleinerer Äste und Zweige des ‚toten‘ Holzes lassen sich mit sehr geringem Aufwand auch Nisthilfen für Wildbienen bauen. Gehölzschnitt – Totholz weiterlesen

Gehölze – Stadtbaum

Armer Stadtbaum

Zerstörter Kugelahorn in Gaarden - Der Baum ist völlig aus dem Gleichgewicht gebracht und weist keinen sortentypischen Kronenaufbau mehr auf.
Zerstörter Kugelahorn in Kiel-Gaarden: Der Baum ist völlig aus dem Gleichgewicht gebracht und weist keinen sortentypischen Kronenaufbau mehr auf.
Autor: Gregor Dietrich

Wohl kaum ein grünes Thema wird so emotional diskutiert wie die Straßenbäume.

Um Stadtbäume wird seitens der Bevölkerung mit Eifer gekämpft. Starker Baumschnitt läßt bei den zuständigen Stellen die Telefone heißlaufen, Fällungen führen rasch zu Protestaktionen. Oft sind sie unberechtigt, aber durchaus nicht immer. Manche Baumschnittmaßnahmen sind wirklich sehr brutal. Fällungen werden hingegen selten unnötigerweise durchgeführt. Auch ist es nicht immer sinnvoll, einen alten, verletzten Baum zu sanieren, wenn ein junger schneller und besser seine Funktion erfüllt. Soll z.B. eine Feuermauer abgedeckt werden, so führt ein junger, kräftig wachsender Baum schneller zum Erfolg als wenn ein alter beschädigter Baum soweit saniert wird, daß er wieder groß und dicht genug werden kann.
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Botanik – Befruchtung

Befruchtung und Früchte

Autor: Gregor Dietrich

Es gibt Pflanzen, die ohne Bestäubung Früchte bilden, z.B.

Parthenocarpie (keine Samenbildung, etwa Bananen und manche Gurkensorten)

oder Agamospermie (ungeschlechtliche Samenbildung, z.B. viele Arten und Sorten von Sorbus, Brombeeren, Löwenzahn, Alchemilla)

solche, die bereits im Knospenstadium selbstbestäubend sind (Kleistogamie)

solche, die bei geöffneter Blüte selbstbestäubend sind, aber Insekten oder Wind benötigen, damit der Pollen auf die Narbe geschüttelt wird (z.B. Tomate, Weizen, Gewöhnliche Bohne, Erbse)

solche, die am Ende der Anthese selbstbestäubend sind, wenn sie zuvor kein Insekt bestäubt hat (z.B. Crocus albiflorus, Nachtkerzen), solche die unbedingt fremdbestäubt werden müssen (z.B. Kürbis, Feuer-Bohne).

Wichtig sind auch Faktoren wie Temperatur und Tageszeit. So wird das Befruchtungsergebnis bei Kürbissen umso schlechter, je später die Bestäubung stattfindet. Nach 10 Uhr vormittags kann mensch das gleich vergessen.
Triploide Lilien können z.B. durchaus Samen bilden, wenn sie bei Temperaturen über 42 °C bestäubt werden, auch bei der Kreuzung von verwandten Pflanzen, die normalerweise genetische Barrieren trennen, können hohe Temperaturen hilfreich sein.

Auch wichtig: die richtigen Bestäuber. Bohnen z.B. brauchen Hummeln, die die Blüte ordentlich durchschütteln, daß es zur Selbstbestäubung kommt. Starker Wind hilft auch, aber zu kleine Bienenarten bringen nix. Dagegen haben Ringelblumen, Doldenblütler und Kürbis recht unspezifische Blüten, bei denen eine Vielzahl von Bestäubern ihre Arbeit tun.

Für die Ausbildung von Früchten ist aber nicht nur die Bestäubung wichtig. Fruchtbildung kann auch bei guter Bestäubung unterbleiben oder schlecht sein, z.B. bei physiologischem Calziummangel (durch kühlfeuchtes Wetter, häufig bei Kürbis (Zuchini): Abfaulen von den Spitzen her), zu trockenem Standort, Stickstoffüberdüngung etc.

Begriffsdefinitionen:
Bestäubung = das Verbringen von Pollen auf die Narbe
Befruchtung = das Verschmelzen von Spermienzelle und Eizelle