
„Zum Zugriff auf Grundstücke von Gemeinden für die militärische Nutzung durch die Bundeswehr“
Aktenzeichen: EU 6 – 3000 – 087/26 (Download s. „Links“).
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Schlagwort: Thüringen
Thüringen (amtlich: Freistaat Thüringen; Abkürzung TH) ist ein Bundesland im Zentrum der Bundesrepublik Deutschland.
Sehr giftig: Virginischer Tabak, Nicotiana tabacum L.

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Sophie Albrecht: Im Junius 1783
Sophie Albrecht
(* ≤ 6. Dezember 1756 bei Erfurt bis † 16. November 1840 in Hamburg)
Im Junius 1783
Vergebens steigt der Tag in lichten Farben
Vergebens hüllt in Schimmer sich die Nacht
Mein Herz bleibt kalt, seitdem die Wünsche starben
Die schön dich mir, du Tag und Nacht! gemacht
Obs Winter ist, ob Veilchen um mich blühen
Ob Rabe krächzt, ob Lerche um mich schwirrt
Obs Mondennacht, ob Donnerwolken ziehen
Ist der gleichviel, die ohne Wünsche irrt.
Friederike Brun: Die sieben Hügel
Friederike Sophie Christiane Brun
(* 3. Juni 1765 in Gräfentonna bis † 25. März 1835 in Kopenhagen)
Die sieben Hügel
Auf grüner grüner Haide
Stehn sieben Hügelein.
Es flüstern Wind‘ im schaurigen Thal,
Es tanzen Elfen auf mondlichem Strahl.
Singt, Mädlein, auf grüner Haide,
Singt: „Leide! Leide! Leide!“
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Sophie Mereau: Mitgefühl
Sophie Mereau
(* 27. März 1770 in Altenburg – † 31. Oktober 1806 in Heidelberg)
Mitgefühl
Wer nicht, voll reiner Menschenhuld,
mit rascher, schöner Ungeduld,
der Brüder tiefes Leiden sieht,
und tätig es zu lindern glüht;
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Maria Luise Weissmann: Gesammelte Dichtungen | Die Bettina und Goethe
Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)
Die Bettina und Goethe
Ein Versuch
Die Vorrede, mit der Bettina von Arnim den „Briefwechsel Goethes mit einem Kinde“ einleitet, beginnt mit den Worten: „Dies Buch ist für die Guten und nicht für die Bösen.“
Es liegt eine merkwürdige Verwahrung in diesem Satz, mit dem ein Mensch sich gegen die Mit- und Nachwelt zu sichern sucht. Es liegt die ganze Entschiedenheit eines glücklichen Temperamentes darin, das die Bettina trug, gleichzeitig aber auch Unsicherheit, die eines Fragwürdigen, eines Anfechtbaren sich durchaus bewußt ist. Es liegt eine Spur von schlechtem Gewissen in dieser Ablehnung der „Bösen“, Verzicht auf die Gerechtigkeit, das Maß, das diesem leidenschaftlichen Menschen bis zu seinem Ende fremd blieb. Vielleicht aber hat auch Bettina geahnt, wie schwer es sein würde, dieses Maß an sie zu legen. Sie war vielleicht im Tiefsten aufrichtig genug, sich für die Zukunft den Scharen jener einzuordnen, die allein in ihrer Beziehung zu einem Größeren gewogen werden, die, in das Werk bezogen, allein gewogen werden nach Hemmnis oder Verdienst an diesem Werk. Sie wußte im Innersten vielleicht, daß sie durch Goethe weiterleben würde, nicht durch sich selbst, und daß, weil niemand ihr Leben zu seinem eignen Ursprung verfolgen, niemand dem Gesetz seines Ablaufs würde nachgehen wollen, die Liebe der „Guten“ ihr unentbehrlicher sein würde, als die Gerechtigkeit der „Bösen“.
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Anna Louisa Karsch: Das Harz-Moos
Anna Louisa Karsch
(* 1.12.1722 † 12.10.1791)
Das Harz-Moos
Gott zeigt in seiner Schöpfung-Werke,
Sich über unserm Haupt, sich auf der Erde groß;
Er gab der Sonne Glut, er gab dem Löwen Stärke,
Und bildete das kleinste Moos,
Das an dem Harzberg wächst, fein zweigigt wie Cypresse,
Voll kleiner Knospen, untersprengt
Mit etwas Röthe, so, wie junger Mädchen Blässe
Im Antlitz sich mit roth vermengt,
Wenn sie der Jüngling angeblicket;
Die Flur, der Garten und der Wald
Und selbst die Hügel sind geschmücket.
Doch andre Blumen sterben bald,
Das fein gebaute Moos bleibt, wenn sie schon gestorben,
Tief unter Schnee noch unverdorben.
Wie ähnlich ist es mir! tief lag ich unter Gram
Viel schwere Jahre lang, und als mein Winter kam,
Da stand ich unverwelkt und fieng erst an zu grünen.
Ich muste, wie das Moos, dem Glück zum weichen Tritt,
Dem Thoren zur Verachtung dienen.
Einst sterb ich! Doch mein Lied geht nicht zum Grabe mit!