Sumpf-Dotterblume – Caltha palustris L.

Caltha palustris – Sumpf-Dotterblume
Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris L.) aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) beginnt ihre Blüte schon im April. Sie erstreckt sich bis in das späte Frühjahr (Juni).
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Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein entwickelt Weidewald in Jerrishoe

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Aus einheitsgrüner Wiese wird blütenbunter Weidewald – Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein entwickelt „Herr der Ringe“-Landschaft im Stiftungsland Jerrishoe

Dort wo bis vor einer Woche noch einheitsgrünes Weidegras wuchs, entsteht jetzt ein vielfältiger Lebensraum. Mitten im Stiftungsland Jerrishoe nur einen Steinwurf vom Modellflugplatz entfernt im Kreis Schleswig-Flensburg entwickelt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Stück für Stück eine rund zehn Hektar große Fläche wieder zu einem sogenannten Hudewald weiter – einer alten, fast vergessenen Kulturlandschaft aus lichten Bauminseln, Weideflächen und wildblühenden Wiesen.
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Maria Luise Weissmann: Imago | Sonett (Wende den Blick…)

Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)

Sonett

Wende den Blick hinweg! Er traf mich lang
Und traf mich tödlich. Zwar ich gleite nicht
Unwillig hin, nicht zu vergehen bang:
Nur nimm von meinem Tod dies dunkle Licht,
Nimm Deinen Blick hinweg! Kein Dickicht ist
Mir ja bereitet wie dem wunden Tier,
Dem bald Geendeten; und keine List
Mich zu verbergen wachte noch in mir –
So sei barmherzig! – Und es löste sich
Auch meinem Blick dies schauerlich einmal
Vernommne Bild: Es bot dem kaiserlich
Wandelnden Nero sich, von spitzem Pfahl
Emporgepreßt, ein Antlitz, das verblich:
Er prüfte lang und lächelnd seine Qual.

Maria Luise Weissmann: Imago. Ausgewählte Gedichte.

(Chronologische Link-Liste aller Gedichte des Lyrik-Bandes)
Hrsg. mit einem Nachwort von Heinrich F.S. Bachmair, Starnberg.
Bachmair, Starnberg 1946 (1929). 108 S.
Aus dem Nachlass, entstanden 1922-1929, Erstdruck in: Gesammelte Dichtungen.

Theodor Däubler: Die Buche

Theodor Däubler
(* 17. August 1876 † 13. Juni 1934)

Die Buche

Die Buche sagt: Mein Walten bleibt das Laub.
Ich bin kein Baum mit sprechenden Gedanken,
Mein Ausdruck wird ein Ästeüberranken,
Ich bin das Laub, die Krone überm Staub.
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Rainer Maria Rilke: Aus einem April

Rainer Maria Rilke
(* 4. Dezember 1875 in Prag bis † 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux, Schweiz)

Aus einem April

              Wieder duftet der Wald.
  Es heben die schwebenden Lerchen
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern schwer war;
zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er leer war,-
  aber nach langen, regnenden Nachmittagen
              kommen die goldübersonnten
              neueren Stunden,
  vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten
              alle die wunden
Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.
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Maria Luise Weissmann: Gesammelte Dichtungen | Das Gottesauge

Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)

Das Gottesauge

Der Polizeibericht nannte ihn einen Gewerbetreibenden. Aber er hatte die Schlüssel seines kleinen und armseligen Lädchens in der Vorstadt schon vor zwei Jahren einem Nachfolger übergeben und der sie wieder dem seinen; denn es war kein Geschäft zu machen in dieser Gegend zwischen den Filialen der großen und angesehenen Firmen, die so billig waren. So daß, wenn der Sechsundsechzigjährige von der Schlafstelle, die er bei entfernten Verwandten innehatte, die Straße entlang kam, den einen Fuß nicht vom Pflaster erhebend, sondern in einem leise schlurrenden Geräusch vor sich hinschiebend, denn die Kniekehle schmerzte unter einer ständigen Entzündung: daß er da also nicht einmal wußte, wer hinter der Tür mit den von ihm dort einmal angenagelten, nun abgestoßenen Emailschildern, wer hinter dem Ladentisch das Mehl auswog und die Bonbons für zwei oder drei Pfennig in die schmierigen Hände der Kinder schob.
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