Gottfried Keller: Waldlied 2

Gottfried Keller

Waldlied 2

Aber auch den Föhrenwald
Lass‘ ich mir nicht schelten,
Wenn mein Jauchzen widerhallt
In dem sonnerhellten!

Heiter ist’s und aufgeräumt
Und das Weh’n der Föhren,
Wenn die Luft in ihnen träumt,
Angenehm zu hören!

Schlanken Riesenkindern gleich
Steh’n sie da im Bunde,
Jedes erbt ein kleines Reich
Auf dem grünen Grunde.

Aber oben eng verwebt,
Eine Bürgerkrone
Die Genossenschaft erhebt
Stolz zum Sonnenthrone.

Schmach und Gram umfängt sie nie,
Nimmer Lebensreue;
Schnell und mutig wachsen sie
In des Himmels Bläue.

Wenn ein Stamm im Sturme bricht,
Halten ihn die Brüder;
Und er sinkt zur Erde nicht,
Schwebend hängt er nieder.

Lieg‘ ich so im Farrenkraut,
Schwindet jede Grille,
Und es wird das Herz mir laut
In der Föhrenstille.

Weihrauchwolken ein und aus
Durch die Räume wallen –
Bin ich in ein Gotteshaus
Etwan eingefallen?

Doch der Unsichtbare läßt
Lächelnd es geschehen,
Wenn mein wildes Kirchenfest
Hier ich will begehen!

Volksbegehren zum Schutz des Wassers in Schleswig-Holstein

Stop Fracking - Ein Aspekt des Volksbegehrens zum Schutz des Wassers in Schleswig-Holstein
Stop Fracking – Ein Aspekt des Volksbegehrens zum Schutz des Wassers in Schleswig-Holstein
Von der Volksinitiative Schutz des Wassers zum Volksbegehren Schutz des Wassers. Das Volksbegehren startet im September!
Geringfügig redaktionell bearbeitete Textdokumentation eines Artikels der Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager e.V.
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Gertrud Kolmar: Das große Feuerwerk

Gertrud Kolmar
(geboren am 10. Dezember 1894 in Berlin; ermordet Anfang März 1943 in Auschwitz)

Das große Feuerwerk

Das große Feuerwerk ist nun verpufft.
Und, tausend losgespritzte Fünkchen, hängen
Noch kleine Sterne in des Dunkels Fängen.
Die Nacht ist lang.
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Hörtipp: Aufwachsen ohne Naturerfahrung – Kein Kindlein steht im Walde (DLF-Kultur)

Wasserspiel mit Lehm und Sand - in der Stadt eine seltene Ausnahme.für Kinder. Foto: A. Regner.
Wasserspiel mit Lehm und Sand – in der Stadt eine seltene Ausnahme für Kinder. Foto: A. Regner.
Auch als Lesefassung verfügbar ist der Hörbeitrag von DLF-Kultur Aufwachsen ohne Naturerfahrung – Kein Kindlein steht im Walde. Gerade für viele Stadtkinder ist die Naturentfremdung extrem. Brachflächen als Entdeckungs- und Freiraum gibt es fast nicht mehr und die Artenvielfalt sowie die Quantität der Tier- und Pflanzenarten nimmt stark ab.

Aufräumen für die Kieler Woche – Wiesenmahd zu früh

Grünflächenmahd ohne Müllsammlung
Grünflächenmahd ohne Müllsammlung
Regelmäßig zur Kieler Woche wird die Stadt geputzt und schön gemacht. Dazu gehört auch das Mähen von zahlreichen Wiesenflächen z.B. in Grünstreifen zwischen Straßen. Leider sind diese Mahdtermine vorrangig dem Ereignis Kieler Woche geschuldet und beruhen nicht auf einem ökologischen Bewirtschaftungskonzept. Nun kann man über ökologisch zweckmäßige Termine lange diskutieren. Unstrittig dürfte aber sein, dass unter tierökologischen Aspekten und für die Aussamung es hilfreich ist, die Hauptblüte etwa Ende Juni für den ersten Schnitt abzuwarten.
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Planten und Blomen – nicht immer vorbildlich

Torf und Kunstdünger als Substrat für Sommerblumenpflanzung
Torf und Kunstdünger als Substrat für Sommerblumenpflanzung
In ausgehenden Frühjahr erfreuen sich viele Menschen in der Hamburger Gartenanlage Planten und Blomen z.B. an der Rhododendron-Blüte. Ein Grund auch auf ein paar der Schattenseiten dieser Gartenanlage bzw. ihrer Bewirtschaftung hinzuweisen.
Für mich haben solche Gartenanlagen auch eine pädagogische Funktion. Selbst wenn man das nicht als Ziel ausgibt, hat eine solche Anlage immer eine solche Funktion. Menschen genießen dort ihre Freizeit und nehmen dann zumindest nebenbei das eine oder andere mit. Hier vier Beispiele, was falsch ist:
Verwendung von torfhaltigen Substraten und Kunstdüngern.
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