Paarungszeit der Moorfrösche in Schleswig-Holstein

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Sie machen blau und blubbern um die schönsten Moorfrosch-Damen im Teich – Moorfrösche in Schleswig-Holstein sind bereit zur Paarung

Es ist ein kleines Wunder der Natur: Kaum sind die Moorfrosch-Männchen paarungsbereit, färben sie sich leuchtend blau – um die schönste Moorfrosch-Dame im Teich für sich zu gewinnen. In diesen Tagen rechnen unsere Amphibien-Expert*innen mit den ersten Exemplaren, die “blau machen“.

„Es gab in diesem Frühjahr einen sehr sprunghaften Wechsel zwischen eisigem Winter und mildem Frühling. Deshalb ist es schwer genau vorherzusagen, wann die Jungs blau werden, und mit ihren Lockrufen beginnen“, erklärt Amphibien-Experte Hauke Drews. „Sie wachen aus der Winterstarre auf, sobald es mehrere milde Nächte in Folge gibt“, sagt er. Diese Zeit beginne jetzt. Normalerweise beginnen die Frösche, Kröten und Unken Mitte bis Ende März mit ihrer Wanderung zu ihren Geburts- und damit auch Paarungsgewässern, jetzt sind die meisten von ihnen zehn bis vierzehn Tage früher dran.

Kurzer Weg ins Liebesglück

Da Moorfrösche im Moor überwintern, haben sie es nicht weit bis zu ihren Laichgewässer. „Sie fallen aus dem Bett gleich in den Teich, färben sich und rufen“, witzelt Drews. Für menschliche Ohren kling ihr Gesang eher wie ein leises Blubbern oder Gurgeln – „es klingt ein bisschen so, als würde man eine leere Flasche unter Wasser halten.“ Bei den Weibchen kommt dieser Sound jedoch bestens an. Die Paarungszeit beginnt.

Erfolgsgeschichte mit Verantwortung

Anfang der 90er Jahre galt der Moorfrosch noch als gefährdet (Rote Liste 3). Dank zahlreicher Wiedervernässungen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein überall im Land ist er inzwischen auf die Vorwarnliste hochgerutscht – eine erfreuliche Entwicklung. Doch für Drews und sein Team ist das kein Grund, nachzulassen. Auch Knoblauch-, Kreuz- und Wechselkröte, Kammmolch, Laubfrosch und Rotbauchunke brauchen passende Lebensräume. Jede Art stellt eigene Ansprüche – und genau dafür setzt sich das Amphibien-Team landesweit ein.

Heute sind Moorfrösche wieder an vielen Orten zu Hause: etwa im Dosenmoor bei Neumünster, in der Eider-Treene-Sorge-Niederung mit dem Wilden Moor bei Schwabstedt und dem Hartshoper Moor, im Dellstedter Birkwildmoor im Kreis Dithmarschen, im Großen Moor bei Dätgen im Kreis Rendsburg-Eckernförde, im Jardelunder Moor oder in der Oberen Altsterniederung.

So groß die Begeisterung auch ist: Wir bitten alle Naturfreund*innen, während der Paarungszeit auf den Wegen zu bleiben, um die Tiere nicht zu stören.

Warzenbeißer braucht offene Sand-Landschaften in Schleswig-Holstein zum Überleben

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Traktor-Sound im Gras: Warum der Warzenbeißer die offenen Landschaften in Schleswig-Holstein zum Überleben braucht

Zum „Internationalen Tag des Artenschutzes“ am 3. März: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein stärkt Lebensräume für das „Insekt des Jahres 2026“

Wenn es im Sommer klingt wie ein alter Traktor im hohen Gras, dann ist er da: der Warzenbeißer. Groß, kraftvoll mit breitem Kopf und markantem „Nackenschild“. Sein ungewöhnlicher Name geht auf einen alten Volksglauben zurück: die Menschen damals nahmen an, der kräftige Biss des Insekts könne Warzen „wegbeißen“ und dauerhaft heilen. Doch so kräftig und stark der Warzenbeißer auch wirkt – seine Lebensgrundlage ist empfindlich geworden.
Warzenbeißer braucht offene Sand-Landschaften in Schleswig-Holstein zum Überleben weiterlesen

Beginn der Brut- und Setzzeit am 1. März: Hunde-Leine schützt Leben – Rücksicht auf seltene Arten

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Beginn der Brut- und Setzzeit am 1. März
Leine schützt Leben – Rücksicht auf seltene Arten im Stiftungsland

Wenn der Frühling erwacht, beginnt in Wiesen und Weiden, Mooren und Wäldern die sensibelste Zeit des Jahres: Die Brut- und Setzzeit. Ab dem 1. März bitten wir als Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein alle Hundehalter*innen eindringlich, ihre Hunde draußen konsequent an die Leine zu nehmen – nicht nur dort, wo es vorgeschrieben ist, sondern überall in der freien Landschaft. Denn jetzt entscheidet sich, ob seltene Arten bei uns noch eine Zukunft haben.
Beginn der Brut- und Setzzeit am 1. März: Hunde-Leine schützt Leben – Rücksicht auf seltene Arten weiterlesen

Petition für den Igelschutz

Pressemitteilung von BUND und NaBu
Petition für den Igelschutz

+++ Landtagspetition von BUND und NABU fordert landesweites Nachfahrverbot von Mährobotern und weitere Maßnahmen zum Schutz von Igeln
+++ Igel durch Lebensraumverlust und Umweltgifte schon jetzt auf der Roten Liste
Petition für den Igelschutz weiterlesen

Torffrei gärtnern, Moore schützen, Klima bewahren!

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Torffrei gärtnern, Moore schützen, Klima bewahren!

Kaum blinzeln die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke kribbelt es den Hobby-Gärtner*innen in den Fingern, die Balkonkästen werden aufgehängt, in den Baumärkten herrscht Hochbetrieb: Die Pflanzsaison in Schleswig-Holstein hat begonnen.
Torffrei gärtnern, Moore schützen, Klima bewahren! weiterlesen

Schleswig-Holsteins Downloadportal für Offene Geobasisdaten

In Größe und Datendichte stark reduziertes Beispielbild einer 1:5.000-Karte.
©GeoBasis-DE/LVermGeo SH/CC BY 4.0 (Quelle verändert)
In Größe und Datendichte stark reduziertes Beispielbild einer 1:5.000-Karte.
©GeoBasis-DE/LVermGeo SH/CC BY 4.0 (Quelle verändert)
Schleswig-Holsteins Downloadportal für Offene Geobasisdaten (OpenGBD) des LVermGeo SH

Das Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein (LVermGeo SH) baut das OpenGBD-Portal auf. Dort können z.B. Topographische Karten (TK5 – TK100), Liegenschaftskatasterdaten, Luftbilder und verschiedene Dienste abgerufen werden.
Schleswig-Holsteins Downloadportal für Offene Geobasisdaten weiterlesen

NaBu und BUND kritisieren Baumfällungen auf ehemaligem Postareal in Kiel-Gaarden

Presseerklärung der Kieler Naturschutzverbände zu dem geplanten „Werftterrassen“ auf dem Gelände des Alten Postareals in Gaarden

Ohne Rücksicht auf alte Bäume-das neue Prestigeprojekt auf dem Alten Postareal in Gaarden

Eigentlich ein sehr schönes Bauprojekt zur Schaffung von vielen Wohneinheiten auf fast komplett versiegeltem Grund. Wären da nicht die 120 der Baumschutzsatzung unterliegenden großen Bäume, die gefällt werden sollen. Lediglich die riesige Blutbuche Ecke Werftstraße /Karlstal soll bleiben. Bei den übrigen Bäumen handelt es sich u.a. um mehrere Eichen, Silber- und Bergahornbäume mit einem Stammumfang von bis zu 150 bzw. 200cm.
NaBu und BUND kritisieren Baumfällungen auf ehemaligem Postareal in Kiel-Gaarden weiterlesen