Projekt Klimafarm macht Moorstück in Erfde wieder nass

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Projekt Klimafarm macht Moorstück in Erfde wieder nass

Die Klimafarm, ein Versuchsprojekt der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in Erfde, vernässt seit vier Jahren Moore in der Eider-Treene-Sorge-Niederung, um sie anschließend nass zu bewirtschaften. Jetzt starten die Moor-Landwirt*innen mit dem Umbau einer Moorfläche direkt vor der eigenen Haustür, im Erfder Ortsteil Ekel.
Projekt Klimafarm macht Moorstück in Erfde wieder nass weiterlesen

Vom Aussterben bedrohte Kornweihen brüten erfolgreich in Schleswig-Holstein

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Überraschung in der Eider-Treene-Sorge-Niederung: Vom Aussterben bedrohte Kornweihen brüten erfolgreich im Stiftungsland

Ein grauweißer Vogel gaukelt im Wind, schlägt einen Haken und lässt sich plötzlich fallen. Gleich darauf fliegt er zielstrebig mit einem kleinen Bündel in den Krallen weiter. Das Kornweihenmännchen ist nahe der Eider unermüdlich auf der Jagd nach Mäusen. Denn nicht weit entfernt üben zwei braun gefärbte Jungvögel zu fliegen und warten hungrig auf die Rückkehr ihrer Greifvogeleltern mit Nahrung.
Vom Aussterben bedrohte Kornweihen brüten erfolgreich in Schleswig-Holstein weiterlesen

Sülfeld / Nienwohld: Matten aus Moor-Pflanzen stabilisieren Weg am Nienwohlder Moor

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Ein Moor hilft dem anderen: Matten aus Moor-Pflanzen stabilisieren Weg am Nienwohlder Moor

Mit Paludi-Matten aus regionalen Moorpflanzen wurde ein rund 200 Meter langer Weg am Nienwohlder Moor befestigt. Die nachhaltige Lösung verbindet Sülfeld und Nienwohld und zeigt, wie Moorvernässung Klima- und Alltagsnutzen vereint.
Sülfeld / Nienwohld: Matten aus Moor-Pflanzen stabilisieren Weg am Nienwohlder Moor weiterlesen

Paarungszeit der Moorfrösche in Schleswig-Holstein

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Sie machen blau und blubbern um die schönsten Moorfrosch-Damen im Teich – Moorfrösche in Schleswig-Holstein sind bereit zur Paarung

Es ist ein kleines Wunder der Natur: Kaum sind die Moorfrosch-Männchen paarungsbereit, färben sie sich leuchtend blau – um die schönste Moorfrosch-Dame im Teich für sich zu gewinnen. In diesen Tagen rechnen unsere Amphibien-Expert*innen mit den ersten Exemplaren, die “blau machen“.

„Es gab in diesem Frühjahr einen sehr sprunghaften Wechsel zwischen eisigem Winter und mildem Frühling. Deshalb ist es schwer genau vorherzusagen, wann die Jungs blau werden, und mit ihren Lockrufen beginnen“, erklärt Amphibien-Experte Hauke Drews. „Sie wachen aus der Winterstarre auf, sobald es mehrere milde Nächte in Folge gibt“, sagt er. Diese Zeit beginne jetzt. Normalerweise beginnen die Frösche, Kröten und Unken Mitte bis Ende März mit ihrer Wanderung zu ihren Geburts- und damit auch Paarungsgewässern, jetzt sind die meisten von ihnen zehn bis vierzehn Tage früher dran.

Kurzer Weg ins Liebesglück

Da Moorfrösche im Moor überwintern, haben sie es nicht weit bis zu ihren Laichgewässer. „Sie fallen aus dem Bett gleich in den Teich, färben sich und rufen“, witzelt Drews. Für menschliche Ohren kling ihr Gesang eher wie ein leises Blubbern oder Gurgeln – „es klingt ein bisschen so, als würde man eine leere Flasche unter Wasser halten.“ Bei den Weibchen kommt dieser Sound jedoch bestens an. Die Paarungszeit beginnt.

Erfolgsgeschichte mit Verantwortung

Anfang der 90er Jahre galt der Moorfrosch noch als gefährdet (Rote Liste 3). Dank zahlreicher Wiedervernässungen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein überall im Land ist er inzwischen auf die Vorwarnliste hochgerutscht – eine erfreuliche Entwicklung. Doch für Drews und sein Team ist das kein Grund, nachzulassen. Auch Knoblauch-, Kreuz- und Wechselkröte, Kammmolch, Laubfrosch und Rotbauchunke brauchen passende Lebensräume. Jede Art stellt eigene Ansprüche – und genau dafür setzt sich das Amphibien-Team landesweit ein.

Heute sind Moorfrösche wieder an vielen Orten zu Hause: etwa im Dosenmoor bei Neumünster, in der Eider-Treene-Sorge-Niederung mit dem Wilden Moor bei Schwabstedt und dem Hartshoper Moor, im Dellstedter Birkwildmoor im Kreis Dithmarschen, im Großen Moor bei Dätgen im Kreis Rendsburg-Eckernförde, im Jardelunder Moor oder in der Oberen Altsterniederung.

So groß die Begeisterung auch ist: Wir bitten alle Naturfreund*innen, während der Paarungszeit auf den Wegen zu bleiben, um die Tiere nicht zu stören.

Wiedervernässung im Tal der mittleren Treene

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Mehr Wasser, mehr Leben: im Stiftungsland „Tal der mittleren Treene“ startet eine Wiedervernässung- und ökologische Aufwertung im Moor

Am 18. Februar 2026 beginnt im Stiftungsland „Tal der mittleren Treene“ die Bauarbeiten zur ökologischen Aufwertung von knapp drei Hektar Grünland. Ziel ist es, den Niedermoorboden wieder natürlich nass zu bekommen und so wertvolle Feuchtlebensräume zu fördern. Die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein – ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein – finanziert die Aufwertung aus Ausgleichsgeldern als Ökokonto in der Gemeinde Langstedt (Kreis Schleswig-Flensburg).
Wiedervernässung im Tal der mittleren Treene weiterlesen

Segeberg und Stormarn: Moorvernässung im Nienwohlder Moor

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Große Höhenunterschiede, große Herausforderungen: Moorvernässung unter besonderen Bedingungen

Anfang Dezember gab Janis Ahrens, Projektleiter der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, den Startschuss zu der Vernässung im Nienwohlder Moor. Die Moorlandschaft nordöstlich von Hamburg in den Kreisen Segeberg und Stormarn zieht sich grünbraun über 111 Hektar. Hier gibt es eine Besonderheit, welche die Moor- Vernässer*innen vor große Herausforderungen stellt: In dem Gelände herrschen massive Höhenunterschiede. Vor vielen Jahrzehnten fraßen sich Bagger und Schaufeln in den Moorboden, um den Torf abzubauen und das hat Spuren hinterlassen – starke Abbruchkanten und Höhenunterschiede von bis zu fünf Metern.
Segeberg und Stormarn: Moorvernässung im Nienwohlder Moor weiterlesen

Schleswig-Flensburg: Wiedervernässung Reppelmoor bei Alt Bennebek

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Wasser zurück ins Stiftungsland Reppelmoor – Klimaschutz und neues Zuhause für Wiesenvögel und Insekten

Wo heute noch entwässertes Grünland liegt, soll künftig wieder mehr Wasser bleiben: Im Stiftungsland Reppelmoor bei Alt Bennebek in der Eider-Treene-Sorge-Niederung, Kreis Schleswig-Flensburg, bringt die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein – eine 100-prozentige Tochter der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein das Moor ab Montag, 19. Januar 2026 zurück ins Gleichgewicht. Auf rund elf Hektar werden alte Drainagen im Boden aufgespürt und zerstört – damit das Wasser wieder dort bleibt, wo es hingehört.
Schleswig-Flensburg: Wiedervernässung Reppelmoor bei Alt Bennebek weiterlesen