Margarete Beutler: Der Hügel am Flusse

Margarete Beutler
* 13. Januar 1876 in Gollnow bis † 3. Juni 1949 in Gammertingen

Der Hügel am Flusse

Hier stockt der Fuß, hier strecken sich die Glieder
in seidnes Gras zu Füßen wilder Schlehen
und hier muss nun die Seele immer wieder
die Schattenstraße des Vergangnen gehen:
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Erste-Hilfe-Kit: Demokratie für Verwaltungsmitarbeitende

Transparenz ist Grundlage von Mitbestimmung
Transparenz
Der Verein Verwaltung für Demokratie e.V. hat ein Erste-Hilfe-Kit Demokratie für Verwaltungsmitarbeitende (Version 1) herausgegeben.
Textspiegelung der Beschreibung des Vereins:
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Margarete Beutler: Im Spiegel

Margarete Beutler
* 13. Januar 1876 in Gollnow bis † 3. Juni 1949 in Gammertingen

Im Spiegel

Ach, du Verliebte,
wie mein ich mich selber
in dir zu erkennen,
wenn deine kleinen
sehnsüchtigen Füße
wandern im Zwielicht!
Da wissen die Büsche
von Obdach und Zuflucht
in Schauer und Dunkel,
da lachen die Quellen
mit blitzenden Augen
und senden dir eifrig
das rieselnde Rinnsal,
die purzelnden Bäche
und stürzenden Wasser,
den Durst dir zu löschen!
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Margarete Beutler: Nach der Weinlese

Margarete Beutler
* 13. Januar 1876 in Gollnow bis † 3. Juni 1949 in Gammertingen

Nach der Weinlese

Nun stehn die kleinen Pforten alle offen,
die talwärts zu den Rebenhängen führen!
Kein Wächter eilt, sie nächtens zu verschließen.
Der Wächter Amt ist aus. Sie schwelgen wohl
im jungen Wein bereits und reden trunken…
Die Reben aber, ihres Schmucks beraubt,
der Schwere und der Süße ihrer Trauben,
entsenden Blatt für Blatt zur Erde wieder
und kräuseln müde ihre dürren Ranken.
Wie Frauen, deren Haare alternd bleichen,
die niemand mehr sich Mühe gibt zu hüten,
weil keine Süßigkeit gefährdet ist
und keiner Frucht mehr Räuber schändend nahen,
so liegen sie an den verlassnen Straßen
im Moderkranz der fahlen Lauben da,
und selbst die kleinen Wasser wandern träger
dem großen Strom der breiten Tale zu.

Annette von Droste Hülshoff: Der Weiher

Annette von Droste Hülshoff
(* 10. oder 12. Januar 1797 auf Burg Hülshoff bei Münster bis † 24. Mai 1848 in Meersburg)

Der Weiher

Er liegt so still im Morgenlicht,
so friedlich, wie ein fromm Gewissen;
wenn Weste seinen Spiegel küssen,
des Ufers Blume fühlt es nicht;
Libellen zittern über ihn,
blaugoldne Stäbchen und Karmin,
und auf des Sonnenbildes Glanz
die Wasserspinne führt den Tanz;
Schwertlilienkranz am Ufer steht
und horcht des Schilfes Schlummerliede;
ein lindes Säuseln kommt und geht,
als flüstr‘ es: Friede! Friede! Friede!
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