Friedrich Güll: Pflaumenregen

Friedrich Güll
(* 1.4.1812 in Ansbach bis † 23. oder 24.12.1879) in München)

Pflaumenregen

Es steht ein Baum im Garten,
von Pflaumen voll und schwer.
Die Kinder drunten warten
und lauschen ringsumher,
ob nicht der Wind ihn rüttelt
und all die Pflaumen schüttelt,
daß alle purzeln kreuz und quer.
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Bruno Wille: Der Mohnkopf

Bruno Wille
(* 6. Februar 1860 in Magdeburg bis † 31. August 1928 auf Schloss Senftenau in Aeschach)

Der Mohnkopf

Im herben Wind am Dornenzaun
Bei toten, raschelnden Ranken,
Verödet muss dies Greisenhaupt
Die trüben Tage durchwanken –
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Luise Büchner: Die Zürcher Glocken

Luise Büchner
(* 12. Juni 1821 in Darmstadt bis † 28. November 1877 in Darmstadt)

Die Zürcher Glocken

O, du wunderbarer grüner
See, im schönen Schweizerland,
Wie so lieblich sich die stolze
Zürich schmiegt an deinen Rand!
Hüben sanfte Rebenhügel
Hingestreut wie ein Idyll,
Drüben majestätsche Alpen,
Schneebedecket, ernst und still.
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Maria Luise Weissmann: Imago. Ausgewählte Gedichte. (1922-1929 | 1946)

Maria Luise Weissmann: Imago. Ausgewählte Gedichte.
Hrsg. mit einem Nachwort von Heinrich F.S. Bachmair, Starnberg.
Bachmair, Starnberg 1946 (1929). 108 S.
Aus dem Nachlass, entstanden 1922-1929, Erstdruck in: Gesammelte Dichtungen.

Imago

Kurzbiografie von Heinrich F. S. Bachmair

in: Imago. Ausgewählte Gedichte

Maria Luise Weissmann wurde am 20. August 1899 als älteste Tochter des Gymnasialprofessors, späteren Oberstudienrats Dr. Karl Weissmann und seiner Gattin Klara geb. Ernst zu Schweinfurt am Main geboren. Als sie zehn Jahre alt war, wurde ihr Vater nach Hof in Oberfranken versetzt. Im Hause ihrer Eltern hat sie eine fleißige, schöne und früh auf die geistigen Dinge gerichtete Jugend erlebt. Entscheidend für ihren weiteren Weg wurde dann Nürnberg, wohin ihre Eltern während des Krieges übersiedelten. 1918 trat sie mit ihren ersten Versuchen hervor, zumeist im „Fränkischen Kurier“ (auch unter dem Pseudonym M. Wels). In dem damals sehr regen Literarischen Bund betätigte sie sich als Sekretärin, bis zu einem längeren Aufenthalt in München, wo sie 1919/20 im Verlag Oskar Schloss und der ihm nahestehenden Gesellschaft für Buddhistisches Leben arbeitete. – Am 3. Juni 1922 verheiratete sie sich mit dem Herausgeber dieses Buches, mit dem sie nun abwechselnd in Pasing, Dresden und München lebte. Anfang November 1929 erkrankte die Dichterin plötzlich an einer schweren Angina, die eine tödliche Sepsis zur Folge hatte. Am 7. November, Mittags ein Uhr, hörte ihr zartes Herz zu schlagen auf.
Maria Luise Weissmanns Asche ruht im Münchner Waldfriedhof, dessen Melancholie, vereint mit kindlicher Heiterkeit, dem Wesen der Verewigten sosehr gemäß ist.

Quellen- und Rechtehinweis

Die hier gespiegelten Texte von Maria Luise Weissmann stammen aus der Sammlung von Dirk Schröder, Metzingen: hor.de. Alle dort gesammelten Gedichte und anderen Texte sind gemeinfrei und unterliegen nicht dem Urheberrecht.

Cornus mas L., Kornelkirsche – Vollblüte

Cornus mas L., Kornelkirsche - Vollblüte
Kornelkirsche, Cornus mas L. – Vollblüte
Das Foto zeigt die Vollblüte der Kornelkirsche, Cornus mas L..

Der oftmals großstrauchartig wachsende Kleinbaum beginnt mit der schwach duftenden Blüte im Februar, das Blühende ist im April.
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Scharbockskraut auf Linde

Scharbockskraut in Linden-Höhlung
Scharbockskraut in Linden-Höhlung
Scharbockskraut, Ficaria verna Huds., in einer Höhlung einer Linde, Tilia spec..

Historisch wurde die Vitamin-C-haltigen Blätter von Ficaria verna als Frühjahrsgemüse gegessen – gegen den Skorbut (daher der deutsche Name). Allerdings sollten sie vor der Blüte gegessen werden. Alle Teile der Pflanze sind leicht giftig, die Blätter vor der Blüte genießbar.
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Borke der Kork-Eiche, Quercus suber L.

Kork-Eiche, Quercus suber, im BG Kiel
Kork-Eiche, Quercus suber, im BG Kiel
Das Foto zeigt die Borke einer jüngeren Korkeiche, Quercus suber L..

Der immergrüne Laubbaum kommt im gesamten westlichen Mittelmeer vor. Einst weit verbreitet, sind die Bestände in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Einer der Gründe ist der Rückgang der Verwendung der Borke als Flaschenverschluss (Ernte etwa alle 10 Jahre).
Borke der Kork-Eiche, Quercus suber L. weiterlesen