Gehölzschnitt – Totholz

Zeit sparen durch Naturschutz

Autor: Andreas Regner

Dieser Text ist auch in einer ausführlichen Langfassung verfügbar.

Totholz kommt natürlicherweise an allen lebenden Gehölzen vor und ist ein wichtiger Lebensraum für bestimmte höhlenbrütende Vögel, zahlreiche Insekten und andere Lebewesen.

Aus stärkeren (Laubholz)baumscheiben oder Bündeln kleinerer Äste und Zweige des ‚toten‘ Holzes lassen sich mit sehr geringem Aufwand auch Nisthilfen für Wildbienen bauen. Gehölzschnitt – Totholz weiterlesen

Heilpflanzen – Tinkturen

Grundrezeptur

In Spirituosen (z.B.Wodka), Essig oder Wasser angesetzte Pflanzen werden als Tinkturen bezeichnet.
In der Homöopathie werden diese als Urtinkturen bezeichnet (wobei es für die Herstellung 'echter' homöopathischer Tinkturen noch spezielle Regeln gibt: hochprozentiger Alkokol u.a.).
Sie können meist äusserlich und innerlich angewandt werden.
In Franzbranntwein angesetzte Kräuter heissen Linimente und können nur äusserlich angewandt werden.
Tinkturen sollten möglichst mit frischen Heilkräutern angesetzt werden. Sie sind Tinkturen aus getrockneten Kräutern meist weit überlegen.
Wurzeln behalten im allgemeinen viele ihrer 'wichtigen' Wirkstoffe auch nach der Trocknung. Ggf. kannst du also auch auf getrocknete Ware aus dem Handel zurückgreifen.
Tinkturen sind hochwirksame Arzneien und sollten nur bei entsprechenden kenntnissen eingesetzt werden!

Tinkturen aus frischen Pflanzen

  • Bestimmung und Ernte der zu verwendenden Pflanzenteile
  • Entfernung von beschädigten oder krankhaften Teilen
  • Nicht waschen; Wurzeln: nur wenn nötig
  • Pflanzen(teile) grob zerkleinern; ausgenommen: kleine Pflanzen(teile) wie z.B. Blüten
  • Glas bis zum Rand mit (zerkleinerten) Pflanzen(teilen) füllen.
  • Glas bis zum Rand mit Alkohol oder Essig füllen.
  • Glas fest verschliessen
  • Beschrifte das Glas: Datum, verwendete Pflanze(nteile), Fundort, (Alkohol)grundlage
  • Am nächsten Tag musst du die Flüssigkeit nachfüllen (bis zum Rand). öglicherweise sind weitere Nachfüllungen notwendig.
  • Mindestens 6 Wochen warten, dann Abgiessen (=Dekantieren) der Tinktur. Welche den Mondzyklus beachten wollen, setzen bei Neumond an und giessen bei Vollmond ab. Die nicht mehr benötigten Pflanzenteile können z.B. dem Kompost zugeführt werden.

Tinkturen auf Alkohol-Basis

Verwendet werden sollte 40 oder mehrprozentiger Alkohol; 38% tun es auch (in Deutschland am handelstüblichsten); ideal aber scheinen 50% oder mehr zu sein. Je höher der Alkoholgehalt, desto grösser ist die Haltbarkeit, die entscheidend abnimmt, wenn es unter 38% geht. Ab 38% ergibt sich für die praktische Verwendung eine nahezu unbegrenzte Haltbarkeit. Wenn du willst, kannst du Äthylalkohol aus der Apotheke zusetzen (relativ teuer).

Dosierung

Allgemeine Hinweise zur Dosierung von Tinkturen sind nicht möglich. Sie hängen u.a. ab von der ausgewählten Pflanze, der Art und Schwere der zu behandelnden Erkrankung, dem Alter des zu Behandelnden. Sie reichen von der Einmalgabe eines Tropfens bis zur Hochdosierung von 150 oder mehr Tropfen mehrere Tage lang. Hier musst du dich also detailiert informieren und ggf. vorsichtig zu probieren anfangen.
Manche Alkoholiker/innen vertragen Alkohol, wenn er in Medikamenten vorkommt – für andere ist er absolut unverträglich oder indiskutabel – bitte informiere dich diesbezüglich!
Literaturhinweis
Die Grundzüge dieses Beitrages sind im wesentlichen dem Buch Naturheilkunde für schwangere und Säuglingevon Susun S. Weed entnommen.

Obstbau – Obstbaumschnitt – Apfelaufbau

Erziehungs- und Aufbauempfehlung für Äpfel

Malus domesticus (Syn.: Malus x domesticus) als Halb- und Hochstamm auf langlebigen Unterlagen,

(v.a. Sämlingsunterlagen. zu dieser Thematik siehe auch meine Internetseite zu Apfelunterlagen):
Autor: Andreas Regner

Mitteltrieb(verlängerung)
ohne MT: Hohlkrone (einfacher). Wenn ein Mitteltrieb vorhanden ist sollte er als Spitze eines Dreiecks betrachtet in einem stumpfen Winkel (sorten-spezifisch, unterlagenspezifisch…, 90-130 Grad) stehen (gemessen zu den Spitzen der niedriger gestellten Leitäste.
Obstbau – Obstbaumschnitt – Apfelaufbau weiterlesen

Heracleum mantegazzianum, Riesenbärenklau

Heracleum mantegazzianum;
Riesenbärenklau, Herkulesstaude

Autoren: Andreas Regner, punga, zorro

Vor dieser Pflanze möchte ich ausdrücklich warnen: eine Ausbreitung in die Landschaft sollte m.E. nicht begünstigt werden. Der im 19 Jahrhundert durch Gärtner in Mitteleuropa verbreitete Doldenblütler ist sehr ausbreitungsfreudig. Ggf. würde ich an einer Kübelkultur überlegen (oder anderen Formen, die das Wurzelwachstum unter Kontrolle halten). Eine Aussamung sollte verhindert werden.
Heracleum mantegazzianum, Riesenbärenklau weiterlesen

Botanik – Einwanderungsproblematik

Die Killeralgen kommen – Überlegungen zur "Einwanderungsproblematik"

gregor dietrich

Von der "Thema"-Redaktion am 1. Juli (1997) medial aufbereitet, drang ein neues "Algenproblem" im Mittelmeer an die Öffentlichkeit. War die Victoriasee-Reportage über eine tatsächliche ökologische und soziale Katastrophe wenige Wochen zuvor sehr vereinfachend, so wurde der "Killeralge" Caulerpa taxifolia, die wohl ein ökologisches Problem mit durchaus auch einigen wirtschaftlichen Folgen darstellt, ihrer Wichtigkeit nach unverhältnismäßig viel Raum gegeben.
Botanik – Einwanderungsproblematik weiterlesen

Gemüse – Kürbis

Eine Familie stellt sich vor: Kürbisgewächse

Autor: Gregor Dietrich

Informieren Sie sich darüber, was die Verwandtschaft des Kürbisses noch so alles zu bieten hat.

Die Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) enthält ca. 120 Gattungen und 800 Arten. Meist sind es einjährige Kräuter oder Stauden, selten Halbsträucher oder ein kleiner Baum. Die meisten Arten ranken. Die Blüten sind meist eingeschlechtlich und gelb, grünlich, selten weiß und noch seltener rot gefärbt. Bitterstoffe sind in der Familie häufig und wurden bei den Kulturarten weggezüchtet. Die Familie wird in mehrere sogenannte Triben, Gattungsgruppen, unterteilt.
Gemüse – Kürbis weiterlesen

Gehölze – Stadtbaum

Armer Stadtbaum

Autor: Gregor Dietrich

Wohl kaum ein grünes Thema wird so emotional diskutiert wie die Straßenbäume.

Um Stadtbäume wird seitens der Bevölkerung mit Eifer gekämpft. Starker Baumschnitt läßt bei den zuständigen Stellen die Telefone heißlaufen, Fällungen führen rasch zu Protestaktionen. Oft sind sie unberechtigt, aber durchaus nicht immer. Manche Baumschnittmaßnahmen sind wirklich sehr brutal. Fällungen werden hingegen selten unnötigerweise durchgeführt. Auch ist es nicht immer sinnvoll, einen alten, verletzten Baum zu sanieren, wenn ein junger schneller und besser seine Funktion erfüllt. Soll z.B. eine Feuermauer abgedeckt werden, so führt ein junger, kräftig wachsender Baum schneller zum Erfolg als wenn ein alter beschädigter Baum soweit saniert wird, daß er wieder groß und dicht genug werden kann. Wo der Baum keine Deckungsfunktion hat, ist es dagegen oft besser, einen alten Baum zu sanieren. Zwar ist das teurer, aber alte Bäume waren schon immer Symbol des Lebens und werden von uns als etwas besonderes und esthetisches empfunden. Aber trotzdem ist es nicht immer möglich. Weichhölzer, wie Weiden oder Pappeln, können schon in gesundem Zustand bei heftigem Wind leicht Äste verlieren und dadurch eine Gefahr darstellen. In Deutschland werden nach einer Flut von Klagen wegen Schäden durch herabfallende Äste kaum mehr Pappeln gepflanzt. Bei alten Bäumen, vor allem wenn sie durch verschiedene Pilze teilweise morsch sind, ist Astbruch auch bei Harthölzern häufig und stellt durch das höhere Gewicht der Äste auch eine höhere Gefahr dar. Alte Bäume wie Weichhölzer erfordern daher einen höheren Pflegeaufwand, sind also teurer.
Gehölze – Stadtbaum weiterlesen