Invasiver Neophyt: Prunus serotina, Späte Trauben-Kirsche

Prunus serotina - Späte Trauben-Kirsche
Prunus serotina – Späte Trauben-Kirsche
Wie in allen anderen Bundesländern breitet sich die Späte Trauben-Kirsche (Prunus serotina Ehrh.) auch in Schleswig-Holstein in den letzten Jahrzehnten weiter aus. Die regionale Verteilung ist aber sehr unterschiedlich. So ist die Art beispielsweise im Segeberger Raum sehr häufig anzutreffen, während die Bestände in Kiel dagegen vergleichsweise kleiner sind.

Das Foto zeigt Blätter und unreife Früchte einer Pflanze in einem öffentlichen Grünstreifen im Kieler Stzadtteil Hassee.
Die reifen Früchte eignen sich für den Frischverzehr und die Verarbeitung (Marmelade, Gelee, Saft…).
Wegen des hohen Blausäuregehaltes sind Blätter und Rinde für viele Tierarten giftig, weswegen beispielsweise in Wäldern wenig Verbiss der Pflanze stattfindet. Ein Aspekt, der die starke Ausbreitung der Art auf zusagenden Standorten begünstigt.

Der Großbaum aus Nordamerika bzw. Südamerika hat in Europa schon Größen von über 20m erreicht. Am Naturstandort sind Exemplare von über 30 m Höhe bekannt.