
Diese Gefahr besteht aber allein aufgrund des Säuregehaltes der Vitamin-C-haltigen Frucht selten. Als Verarbeitungsfrucht ist die Mahonie beliebter: Gelee, Marmelade, Säfte…
Verarbeitet lässt sich die Säure gut durch Mischen mit süßen Früchten wie z.B. der Kultur-Birne (Pyrus communis L.) regulieren.
Vergleichsweise mühselig ist die Trennung von Fruchtfleisch und Kern, der ebenfalls leicht giftig ist.
Der meist nicht viel größer als 1 Meter werdende Strauch ist im Siedlungsgebiet häufig anzutreffen.
Die Nordamerikanerin (Kanada, USA) wurde in vergangenen Jahrzehnten häufig als Ziergehölz gepflanzt. Von dort aus verbreitet sich die Pflanze häufig in die Umgebung. Der Neophyt zeigt in Deutschland aber sehr unterschiedliche Verbreitungstendenzen. In Schleswig-Holstein ist Mahonia aquifolium mit zunehmendem Abstand zum Siedlungsgebiet eher selten anzutreffen, während sie in in anderen Bundesländern so häufig ist, dass sie regional bekämpft wird. Im städtischen Bereich findet man die Mahonie regelmäßig verwildert.
Aufgrund des vergleichsweise langsamen Größenwachstums und der nur selten über 1 Meter erreichten Höhe ist die Art beispielsweise in einer öffentlichen Gehölzrabatte nur in Randbereichen konkurrenzfähig oder wenn dort noch kleinere Pflanzen stehen. Gelegentlich findet man sie auch auf extrem trockenen Standorten, z.B. als Fugenvegetation an der Hauskante – dort dann allerdings in Miniaturform.
Die giftigen Teile der Pflanze finden zum Teil in der Pflanzenheilkunde Verwendung.
Die Mahonie wird durch Insekten (z.B. Schmetterlinge, Wildbienen) bestäubt. Es ist jedoch auch eine Selbstbestäubung möglich.
Das Foto entstand im Botanischen Garten Kiel.
Links
FloraWeb: Mahonia aquifolium L.