Taxus baccata L., Eibe

Ordnung: Taxales, Eibenartige
Familie: Taxaceae, Eibengewächse
Verbreitung: Pflanzensoziologische Kennziffer (nach Ellenberg): 8.4. Selten vorkommend im Unterholz (Unterstand) von Buchen-, Tannen- oder Eschenwäldern der montanen und submontanen Stufe (Tiefland bis ca. 1300 m NN). Meist an steilen Hängen oder in Taleinschnitten auf sickerfrischen Ton- und Lehmböden bis hin zu sandig-steinigen Böden in luftfeuchter und wintermilder Klimalage.

Sonstiges: Vogelnähr- und Nistgehölz. Alle Teile der Pflanze mit Ausnahme des roten Samenmantels enthalten das giftige Alkaloid Taxin (auch die Kerne!). Das beerenartige Fleisch schmeckt fad-süsslich und ist klebrig. Der Samenmantel (nicht der Kern!) ist für den Frischverzehr und als Verarbeitungsfrucht (Marmelade, Gelee) geeignet.

Die zweitälteste nachgewiesene menschliche Nutzung von Eibenholz sind der bei der „Gletschermumie Ötzi“ gefundene Eibenbogen und der Schaft des Kupferbeiles mit einem Alter von über 5000 Jahren. Sehr viel älter ist die „Lanze von Lehringen“ (Niedersachsen), die Neandertalern zugeordnet wird und auf ein Alter von über 100.000 Jahren kommt.
Gärtnerische Sorten: Viele Gärtner/innen nutzten die grosse Formenvielfalt, die in der wilden Eibe steckt, zur Züchtung von Sorten, so dass es heute im Handel verschiedenste Form- und Farbvarianten zu kaufen gibt , z.B. kompakt oder ausladend wachsende Sorten; Kleinfomen; Säulenformen; gelblaubige Sorten u.a.m.
Literaturverzeichnis:
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