WWF weitet Naturschutzarbeit aus

Quelle: WWF Deutschland

Jahresbericht für 2008: Trotz Wirtschaftskrise mehr Engagement für den Naturschutz

Frankfurt – Trotz der beginnenden Finanzkrise hat die Umweltstiftung WWF im zurückliegenden Jahr ihr Engagement für den weltweiten Naturschutz ausweiten können. Das geht aus dem heute vorgelegten Jahresbericht für 2008 hervor. Insgesamt investierte der WWF 23,6 Millionen Euro in seine Projektarbeit. Das entspricht einem Zuwachs von 23,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2007. Die Mittel flossen zum einen in die bereits bestehenden Schutzprojekte. Zum anderen konnten im Jahr 2008 eine Reihe wichtiger neuer Schutzgebiete erschlossen werden. Im Kongobecken wurde ein 300.000 Hektar großes Gebiet im Ngiri-Dreieck ausgewiesen, das Tesso Nilo Schutzgebiet auf Sumatra wurde um 86.000 Hektar erweitert. WWF weitet Naturschutzarbeit aus weiterlesen

Die stille Invasion

Quelle: WWF Deutschland

Invasive Arten verursachen weltweit Schäden in Milliardenhöhe. / Wollhandkrabbe und Rippenqualle dringen nach Deutschland vor.

Nach einem Bericht der Umweltstiftung WWF reisen in Ballastwassertanks von Schiffen jeden Tag 7000 Arten rund um den Globus und dringen in Ökosystem ein, die den Neuankömmlingen mangels natürlicher Feinde schutzlos ausgeliefert sind. Dabei verursachen die tierischen Globetrotter Schäden von jährlich fast 36 Milliarden Euro. Vor allem die Fischerei, aber auch Wasserversorger und Hafenbetreiber leiden unter den invasiven Arten, die das ökologische Gleichgewicht außer Kraft setzen. Trotzdem ist ein internationales Abkommen gegen die unsachgemäße Entsorgung von Ballastwasser noch immer nicht ratifiziert.
Die stille Invasion weiterlesen

Rückkehr auf leisen Pfoten

Quelle: WWF Deutschland

WWF: Luchs nur einen Katzensprung vom deutschen Alpenraum entfernt.

Nach über 100jähriger Abwesenheit kehren die Luchse langsam in ihren alpinen Lebensraum zurück. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Umweltschutzorganisation WWF. Neben stabilen Populationen in den Schweizer Nordwestalpen und der Grenze zwischen Ostösterreich und Slowenien gilt nun auch eine Rückkehr der ersten Raubkatzen in die österreichischen Bundesländer Vorarlberg und Tirol als gesichert. „Vom österreichischen Lechtal aus ist es nur ein sprichwörtlicher Katzensprung bis in den deutschen Alpenraum und das Allgäu“, sagt Volker Homes, Leiter WWF-Artenschutz. Der WWF erwarte, dass sich die Luchse weiter im deutschsprachigen Alpenraum ausbreiten, schließlich sei dieser ein idealer Lebensraum für die scheuen Jäger.
Rückkehr auf leisen Pfoten weiterlesen

WWF fordert Verkaufsstopp für Sushi-Tunfisch

Quelle: WWF Deutschland

Population im Mittelmeer droht bis 2012 auszusterben. / Sushi-Meister sollen auf Roten Tunfisch verzichten.

Angesichts der dramatischen Lage des Blauflossentunfischs startet die Umweltschutzorganisation WWF eine europaweite Schutzkampagne. Händler, Restaurants, Verbraucher und – vor allem – Sushi-Meister sollten zumindest solange auf die begehrte Delikatesse verzichten, bis sich die Bestände wieder erholt hätten. Nach WWF-Angaben wird derzeit noch immer viermal mehr Blauflossentunfisch gefangen, als nachhaltig wäre. Wenn sich an der Fischereipraxis nichts ändere, könnte die fortpflanzungsfähige Population nach WWF-Untersuchungen bis zum Jahr 2012 aus dem Mittelmeer verschwunden sein. In Deutschland sind es vor allem die Sushi-Bars, die den Blauflossentunfisch (auch Roter Tunfisch genannt) als Delikatesse servieren.
WWF fordert Verkaufsstopp für Sushi-Tunfisch weiterlesen

G8-Klimaergebnis: Fortschritt, aber kein Durchbruch

Quelle: WWF Deutschland

Berlin – Die G8-Staaten haben sich endlich bewegt und gemeinsam anerkannt, dass sie die globale Temperaturerhöhung auf maximal 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten begrenzen müssen. Der WWF sieht darin einen positiven Beitrag für die bevorstehende UN-Klimakonferenz in Kopenhagen, vermisst jedoch klare Aussagen, wie dieses Ziel umgesetzt werden soll.
G8-Klimaergebnis: Fortschritt, aber kein Durchbruch weiterlesen

IUCN-Analyse: 17.000 Arten sind akut vom Aussterben bedroht

Quelle: WWF Deutschland

WWF: Staaten verfehlen das 2010-Ziel

Frankfurt – Die Erde steuert nach einer aktuellen Analyse der Weltnaturschutzunion IUCN weiter direkt auf ein massenhaftes Aussterben von Tier- und Pflanzenarten zu. Die in einer UN-Konvention vereinbarten Ziele, den Verlust der Biodiversität bis 2010 drastisch zu bremsen, können demnach nicht mehr erreicht werden. „Der Verlust der biologischen Vielfalt hat sich weltweit in den vergangenen Jahren sogar noch beschleunigt“, sagt WWF-Experte Volker Homes. Die internationale Staatengemeinschaft sollte deshalb für den Artenschutz so viel Engagement zeigen wie im Kampf gegen die globale Wirtschaftskrise. „Unsere Volkswirtschaften sind von der Biodiversität im höchsten Maße abhängig. Wir können uns ihren Verlust schlicht und ergreifend nicht leisten“, warnt Homes. „Vom Tourismus über den Ernähungsmittelsektor bis zur Pharmazie bildet die biologische Vielfalt eine wichtige Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg.“
IUCN-Analyse: 17.000 Arten sind akut vom Aussterben bedroht weiterlesen

G8-Staaten erreichen Klimaziele nicht

Quelle: WWF Deutschland

WWF und Allianz stellen G8 Climate Scorecards 2009 in Berlin vor / klimapolitische Anstrengungen der G8-Staaten bisher nicht ausreichend / Deutschland im Vergleich führend

Berlin – Deutschland ist im Vergleich mit anderen G8-Staaten knapp vor Großbritannien und Frankreich führend im Klimaschutz. Allerdings hat bisher keines der G8-Länder ausreichende Maßnahmen getroffen, um einen gefährlichen Klimawandel aufzuhalten. Zu dem Ergebnis kommen die G8 Climate Scorecards, eine Studie von Ecofys im Auftrag von WWF und Allianz SE.
G8-Staaten erreichen Klimaziele nicht weiterlesen