
Der Südfriedhof im gleichnamigen Kieler Stadtteil.
Gehölze
Rainer Maria Rilke
(* 4. Dezember 1875 † 29. Dezember 1926)
Aus einem April
Wieder duftet der Wald.
Es heben die schwebenden Lerchen
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern schwer war;
zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er leer war,-
aber nach langen, regnenden Nachmittagen
kommen die goldübersonnten
neueren Stunden,
vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten
alle die wunden
Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.
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Pressemitteilung des BUND S-H
BUND klagt gegen die A20 im Steinburger Abschnitt 7
+++ BUND SH sieht in der Planfeststellung Artenschutz und Habitatschutz nicht ausreichend gegeben
+++ Alternative Trassenführung nicht geprüft
+++ Autobahn zerstört Moore, Feuchtgebiete und Kleingewässer
+++ Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie gefährdet
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Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt; † 7. November 1929 in München)
Mit einer kleinen Sammlung von Kakteen
1. Wie jenem König Midas…
Wie jenem König Midas: Er vernarrte
Zuletzt dem Schein von Goldenem sich so,
Daß was er griff zu gelbem Glanz erstarrte,
Speise und Trank; die Erde, drauf er floh
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Anna Louisa Karsch
(* 1.12.1722 † 12.10.1791)
An den jungen Lenz
Du junger Frühling kommst herab
Vom Schöpfer, um ganz neues Leben
Geschöpfen seiner Hand zu geben.
Das Blumen-Volk verläßt sein Grab,
Und mit empor gehobnem Haupte
Beschämt es den, der keinen Gott
Und für sich selbst Vernichtung glaubte.
Der Vogel wiederspricht des Wiedersprechers Spott.
Die Saat mit Millionen Zungen
Aus schwarzer Erd herauf gedrungen
Bestätiget, was er gesungen!
Der Linde Blätter lispeln nach;
Die Elbe rauscht und murmelnd spricht der Bach:
„Es ist ein Gott, der laue Winde schickte,
„Den Schnee zerschmolz, das Eis zerbrach,
„Mit jungem Grün das Ufer schmückte
„Und diese Sonne scheinen läßt!
Nach sanft gefallnem Frühlingsregen
Quackt der erweckte Frosch sein Fest,
Und Fische scherzen ihr entgegen!
Der Hirt heißt seine Heerde leben!
Sie weidet jugendliches Graß,
Blöckt ihre Freuden laut, und hört ohn Unterlaß
Sich Thal und Hügel Antwort geben!
Die Honigträgerin verläßt ihr kleines Haus
Und saugt den Veilchen, wenn sie duften,
Die Süßigkeit des kleinen Kelches aus.
Die Schwalbe kommt aus Sumpf, wie aus verschloßnen Grüften
Einst unsre Leiber neu hervor,
Sie baut ihr Haus von Stroh und fetter Erde,
Und schwitzert froh dem Menschen vor,
Daß er auch wieder leben werde!
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Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt; † 7. November 1929 in München)
Park im Vorfrühling
O halte dich, aus dir nicht zu entgleiten
Ins Grenzenlose! Folg der Hunde Spiel
Nicht mit dem Blick, wies weiß in dunkeln Weiten
Der Büsche schwindet. Lausch nicht auf ein Ziel
Im unruhvollen Trab der schnellen Pferde,
Von fern her klopfend. Achte, daß die Sohle
Der Füße dir nicht, schwindelnde Geberde,
Der Hügel Fall und Anstieg wiederhole,
Schmeck nicht zu tief den bittern Knospenduft!..
Und doch zuletzt, ein Trunkener und schwer
Brichst taumelnd du durch trügerische Luft
Tief in des Himmels schwarz beschäumtes Meer.