
Oft wird Straßenbegleitgrün durch Abstellen von Fahrzeugen geschädigt: Mechanisch und durch die Hitze des Auspuffs auch thermisch.
Ein weiteres Beispiel: Abstellen von Materialien für den Wegebau auf öffentlichen Grünflächen. Bodenverdichtung ist einer der ungünstigen Aspekte bei dieser Vorgehensweise.
Verdichtete Böden verringern die Fähigkeit, Kohlenstoff langfristig zu binden. Die Sauerstoffaufnahme der Grünfläche wird reduziert, gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit der Freisetzung von Lachgas (N₂O) und Methan (CH₄). Dabei spielt die Artenverarmung beim Bodenleben (Bakterien, Pilze, Regenwürmer…) eine entscheidende Rolle.
Je nach Verdichtungstiefe und Verdichtungshorizont dauert eine natürliche Regeneration eines so gestörten Bodens lange oder auch sehr lange. Ein sehr lockerer Waldboden z.B. kann nach einmaligem Befahren mit einem Holzvollernter für hunderte (!) Jahre gestört bleiben (Rechenmodell).
Negativ auch die Wasseraufnahmefähigkeit: Sie nimmt auf verdichteten Böden ab. Straßenbäume finden das alles gar nicht so lustig: auch ihre Lebensbedingungen werden verschlechtert durch schlechtere Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit u.v.a.m..
Daneben gibt es zahlreiche weitere Aspekte, z.B.: Verkehrssicherheit, Nahrungsangebot für Vögel und andere Tiere oder auch der ästhetische Reiz: Selten nur erreichen abgestellte Betonplastersteine die Schöpfungshöhe einer künstlerischen Installation.
Die Fotos wurde aufgenommen in Kiel-Hassee.