
Durch die Erhitzung sind sie für den menschlichen Verzehr gut geeignet. Sie zeichnen sich u.a. durch einen hohen Vitamin-C-Gehalt aus. Verwendet werden die Früchte des Blutroten Hartriegel für Fruchtsäfte, Gelees und Marmeladen.
In der modernen Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) spielt Cornus sanguinea keine Rolle. In früheren Jahrhunderten wurden die Früchte innerlich und das Öl der Samen äußerlich verwendet. Ebenso ist die Verwendung der ölhaltigen Samen zur Ölgewinnung für Beleuchtungszwecke überliefert.
Das Holz des sommergrünen Strauches eignet sich für Tischler- und vor allem Drechsel-Arbeiten. Wie der Name Hartriegel schon ahnen lässt, ist das Holz sehr hart und ist daher für Holzarbeiten hochwertig.
Gut verwendbar sind die jungen Triebe ähnlich wie z.B. die verschiedener Weiden-Arten (Salix spe.) oder der Gewöhnlichen Hasel (Corylus avellana L.) für Korbflechtarbeiten. Durch die Kombination mit andersfarbigen Hartriegelarten (in Bezug auf die Rinde) oder anderen Pflanzenarten lassen sich interessante Farbkombinationen bzw. Muster erzeugen.

Die rote Rinde der Planze (siehe Name: Blutroter Hartriegel, Cornus sanguinea) macht den bis zu 5 Meter hoch werdenden Strauch mit anderen Wildgehölzen Deutschlands unverwechselbar. Es bestehen allerdings Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Hartriegelarten und deren gärtnerischen Bearbeitungen wie z.B. Cornus alba ‘Sibirica’, Cornus sericea ‘Cardinal’, Cornus sanguinea ‘Winter Beauty’. Für diejenigen, die an der Verarbeitung der Früchte interessiert sind ergeben sich dadurch aber keine Gefahren: Sie sind ebenso als Verarbeitungsfrucht geeignet. Auch die oben beschriebenen Verwendungsmöglichkeiten für Holzhandwerk und den Lebendverbau sind sehr ähnlich. Allerdings sollte die Ausbringung gärtnerischer Sorten und nichtheimischer Arten in die Lnadschaft unterbleiben.
In Schleswig-Holstein ist Cornus sanguinea in der westlichen Landeshälfte deutlich weniger verbreitet als im östlichen Landesteil. Der Blutrote Hartriegel kommt im nördlichsten Bundesland häufig vor und ist im Bestand nicht gefährdet.
Die Fotos entstanden in Kiel am Rande des Meimersdorfer Moores.
„Seltenes“ Obst
Weitere Obstsorten, deren Gebrauch oder Anbaumöglichkeit in Norddeutschland weniger bekannt oder unüblich ist (Teil-Auswahl auf planten.de verfügbarer Seiten)
Wildobst im Garten (Allgemeine Übersicht)
Blutroter Hartriegel, Cornus sanguinea
Echter Feigenbaum, Ficus carica
Eibe, Taxus baccata
Feigenkaktus, Opuntia phaeacantha
Gewöhnliche Berberitze, Berberis vulgaris
Gewöhnliche Mahonie, Mahonia aquifolium
Granatapfel, Punica granatum
Kirsch-Pflaume, Prunus cerasifera
Kornelkirsche, Cornus mas
Kupfer-Felsenbirne, Amelanchier lamarckii
Mispel, Mespilus germanica und weiterer Artikel
Späte Trauben-Kirsche, Prunus serotina
(Zier-)Apfel ‚Dolgo‘, Malus domestica ‘Dolgo’
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