Redder – Doppelknick

Doppelknick Hassee
Doppelknick oder auch Redder in Hassee
Der Redder oder Doppelknick ist in Schleswig-Holstein bzw. Norddeutschland vglw. selten geworden.
Das Foto zeigt eine Straße im Kieler Stadtteil Hassee.
Dominierende Pflanze in dem Redder ist die Gewöhnliche Hasel (Corylus avellana L.); typisch für viele schleswig-holsteinische Knicks.

Schon vor 50 Jahren gab es wissenschaftliche Untersuchungen zu Vogelbeständen in Knicks. Verglichen wurde Doppelknick und einseitiger Knick. Im Doppelknick brüten wesentlich mehr Vögel und auch mehr Vogelarten als in einem Einfach-Knick mit der doppelten Länge.

In diesen heißen Tagen ist die Temperatur inmitten eines Doppelknicks fast so niedrig wie in einem Wald. Sehr angenehm dort spazieren zu gehen oder Fahrrad zu fahren.
Redder haben vielfältige Umweltauswirkungen: Windbrechung, Wasserspeicher, Verschattung, Biotopverbund, Verbesserung für Biodiversität, Schutz vor Schneeverwehungen, Regenschutz…
Für die Klimawandelanpassung sind Redder / Doppelknicks in ganz Schleswig-Holstein ein wichtiger Baustein – für das Land, die Kreise und die Kommunen.

In Kiel gibt es mehrere Straßen mit dem Namensbestandteil Redder. Allerdings haben viele keinen beidseitigen Knick(wall) (mehr).

Dieksredder (Suchsdorf)
Elendsredder (Wik)
Flintkampsredder (Wik)
Hohnbargsredder (Suchsdorf)
Holmredder (Suchsdorf)
Radsredder (Wellingdorf)
Redder (Hassee)
Redderkoppel (Schilksee)

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