Francisca Stoecklin: Angst

Francisca Stoecklin
(* 11. September 1894 Basel bis † 1. September 1931 Basel)

Angst

O wie ist diese Nacht so schwer,
Und wie hangen die Wolken so tief.
Warum stöhnen die sanften Tiere,
Bluten laubdunkle Bäume,
Seufzt in jedem Winkel der Tod?
Wo sind die blassen Engel geblieben
Und die zittergoldenen Sterne?
Ist Gott gestorben?
O, diese Nacht ist tausend Jahre schwer.
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Nikolaus Lenau: Winternacht

Nikolaus Lenau
(* 13. August 1802 in Csatádb bis † 22. August 1850 in Oberdöbling, Österreich)

Winternacht

Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fortgeschritten!
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Stormarn: Fichtenforst südlich Moorgebiet Kranika wird in Laubwald gewandelt

Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Heimischer Laubwald statt Fichtenforst – ein Urwald von morgen für mehr Artenvielfalt und Klima im Kreis Stormarn

Gleich zu Beginn des neuen Jahres entsteht ein Stück Zukunftswald im Kreis Stormarn: Der alte Fichtenforst südlich des Moorgebiets Kranika wird von der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein – einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in einen lebendigen, heimischen Laubwald verwandelt. Über einen Zeitraum von 30 Jahren werden auf insgesamt sechseinhalb Hektar die Fichten entnommen. Buchen, Eichen, Hainbuchen und Vogelbeeren bekommen auf diese Weise mehr Licht und Luft zum Wachsen und bringen die Vielfalt zurück. Das langfristige Ziel ist ein lebendiger Laubmischwald, der sich auf natürliche Weise entwickeln kann.
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Francisca Stoecklin: Krieg

Francisca Stoecklin
(* 11. September 1894 Basel bis † 1. September 1931 Basel)

Krieg

Sternlose Nacht, über schwarzem Feld,
Menschen mit purpurnen Wunden, sterbend, zerteilt.
Wie lang noch müssen liebend wir töten?
Im Sommer, kindlich schön blühten die Blumen,
Trug ein, schwarzer Engel ins Land
Böse Seuchen. Ängste vor Hungersnöten.
Und kein heiliger Franz, der die Siechen heilt.
Rot brennen die Dörfer. Der, Armen Hütte,
Gotische Kirche, Gebet und Gelächter zerfällt.
O wie haben wir Menschen die Erde entstellt.

Francisca Stoecklin: Morphina

Francisca Stoecklin
(* 11. September 1894 Basel bis † 1. September 1931 Basel)

Morphina

Im Traume fand ich dich,
Mädchen, in mondener Nacht
Kamst du mir zögernd entgegen.
Auf deiner Stirne träumte ein Stern,
Deine kleinen Schritte klangen wie Glas,
Um deinen Mund ein überweltliches Lächeln.
Deine schmalen Schultern froren im Wind.
Ich umschlang dich, deinen eisigen Körper.
Schwester! wie lange bist du gestorben…
Wir sanken, wir fielen.

Mohn umblühte unser Sterben.