Kolumbien: In letzter Minute die Säge stoppen

Protestaktion von Rettet den Regenwald

Seit Mitte dieses Jahres ist die Holzfirma Maderas del Darien dabei, die Bäume im Regenwald des Cacarica-Flusses zu markieren. Mindestens 4.000 Urwaldriesen sollen gefällt werden. Weil man die Stämme schwimmend abtransportieren will, werden Bäche und Flüsse des Gebietes aufgestaut, begradigt und vertieft. So zerpflügen schwere Maschinen die Erde und zerstören die wertvollen Ökosysteme.
Im Gebiet des Chocó ist die Lage seit Jahrzehnten äußerst angespannt. Das Militär, bewaffnete paramilitärische Gruppen und das Wachpersonal der dort operierenden Holz-, Palmöl-, Bananen- und Bergbaufirmen unterdrücken die Menschen mit Gewalt. Viele wurden aus ihren Dörfern vertrieben oder mussten fliehen. Nun leben sie in speziell eingerichteten humanitären Schutzzonen, während sich auf ihrem Land Plünderer breit machen.
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Herr Präsident Yudhoyono: Schützen Sie Indonesiens Regenwälder und deren Bewohner!

Rettet den Regenwald und Robin Wood haben gestern gemeinsam mit 25 weiteren Organisationen aus aller Welt den indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono aufgefordert, mit ganzer Kraft die Regenwälder zu erhalten und deren Bewohner und Rechte zu schützen. Anlass ist der Staatsbesuch Yudhoyonos in Großbritannien. Während des Gesprächs zwischen dem Gast aus Indonesien und dem britischen Premierminister David Cameron demonstrierten am Mittag Menschenrechtler und Umweltschützer in der Richmond Terrace gegenüber der Downing Street in London gegen die schweren Menschenrechtsverletzungen und die rasante Regenwaldzerstörung in dem südostasiatischen Land. David Vollrath von Rettet den Regenwald übergab den offenen Brief an die indonesische Regierungsdelegation.
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Kiel 9.11.: Veranstaltung zur Situation indonesischer Textilarbeiterinnen

Indonesische Textilarbeiterinnen zwischen Ausbeutung und Widerstand
Vortrag und Diskussion
Freitag 9. November 2012 – 18.00 Uhr im Ev. Zentrum, Gartenstraße 20, Kiel

Ari Lazuardi Pratama (TURC, Jakarta, Indonesien)
Lars Stubbe ( CCC-Eilaktionskoordinator Berlin, Inkota)
Moderation: Waltraud Waidelich (CCC Kiel, Frauenwerk der Nordkirche)

Firmen wie Adidas, Nike, Zara, H&M, Esprit versprechen ihren Kunden gute Arbeitsbedingungen in ihren Produktionsstätten. Doch wie sieht die Realität aus? Ari Lazuardi Pratama vom TURC (Trade Union Right Center) hat eine Interviewreihe koordiniert, die Teil der Studie „Indonesien: Sozialstandards in der Krise“ vom Institut Südwind ist. In seiner Rundreise durch Deutschland stellt er seine Ergebnisse vor.
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Kiel 3.11.2012: Kulturhistorische Führung durch den Prüner Schlag

Ohne Möbelkraft ist alles doof...
...Fledermaus doof, Kulturgeschichte doof...
03.11.2012, 15 Uhr Kulturhistorische Führung durch den Prüner Schlag

Treffpunkt: Bushaltestelle “Virchowstraße” am Hasseldieksdammer Weg stadtauswärts

Die Führung ist eine gute Gelegenheit Informationen über die Bedeutung und die akute Bedrohung unseres verbleibenden Kieler Grüngürtels zu bekommen: Der Prüner Schlag ist das große Kleingartengelände zwischen Westring und Hasseldieksdammer Weg, auf dem ein Möbelzentrum errichtet werden soll. Das Gelände wird seit 1830 genutzt, anfangs als „Armengärten“, später im Zuge der weiteren Stadtentwicklung als Pachtgärten. Kurzweilig erfahren wir bei einem Spaziergang allerlei Interessantes vom zweitältesten Kleingartengelände Deutschlands. Die Führung ist kostenlos.
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Kiel: heute Apfelbörse auf dem Asmus-Bremer-Platz

Protest gegen Möbelkraft-Ansiedlung in Kiel
Apfelsaft statt Möbel Kraft
Am Sonnabend, dem 27.10.2012, findet von 11:00 – 14:00 Uhr zum 3. Mal die Apfelbörse auf dem Asmus-Bremer-Platz in Kiel statt.

BUND Kiel, Kiel im Wandel, Kollhorst e.V. und Akowia laden ein, eigene Äpfel bestimmen zu lassen oder Apfelsaft herzustellen.

Aus dem Gebiet der alten Stadtgärtnerei gibt es wieder viele alte Sorten zum Probieren, dazu Tipps rund um's Haltbarmachen, Rezepte, Apfelkuchen und fertigen Apfelsaft von Akowia.

Quellen: BUND Kiel, WIR in Kiel

Kieler Umland: Stellungnahme BI unbelastetes Trinkwasser zur Veranstaltung des Wasserverbandes

BI für unbelastetes Trinkwasser. Bildrechte bei der BI - www.kupferfrass.de
BI für unbelastetes Trinkwasser
Stellungnahme der Bürgerinitiative für unbelastetes Trinkwasser zum Ergebnis der Informationsveranstaltung des Wasserverbandes Rumohr am 25.10.2012

Aus unserer Sicht hatte die Veranstaltung inhaltlich Höhen und Tiefen. Sie lief, trotz des durchaus emotionalen Themas, aber insgesamt sehr vernünftig und fair ab.

Zum Vortrag von Herrn Dr. Ostendorp

Zu dem insgesamt informativem Vortrag von Herrn Dr. Ostendorp bleibt festzuhalten, dass wir hinsichtlich der korrekten Anwendung des Messverfahrens „UBA 2004“ gänzlich anderer Auffassung sind als er – und zwar nach Rücksprache mit dem Umweltbundesamt selbst. So, wie Herr Dr. Ostendorp das Verfahren angewendet sehen möchte, entbehrt dem Verfahren die wissenschaftliche Basis, denn es wurde in einem anderen Kontext erarbeitet, erprobt und wissenschaftlich ausgewertet, als er das dargestellt hat. Dies ist ein wichtiger Streitpunkt, weil diese Diskussion direkt in den nächsten Wochen für die noch geplanten 30 Wasserproben relevant wird und daher sehr brisant ist.

Interessant war auch, dass insgesamt nicht nur 29 Wasserversorger (wie von der Landesregierung im Februar berichtet), sondern offenbar – ungefähr, so genau legte er sich nicht fest – 60 Wasserversorger betroffen sind.
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Zweifarbfledermaus im Prüner Schlag: Erster Nachweis in Kiel seit 107 Jahren

Ohne Möbelkraft ist alles doof...
...Fledermaus doof...
Die Zweifarbfledermaus, Vespertilio murinus, wird in der Roten Liste der gefährdeten Säugetiere Schleswig-Holsteins in die Gruppe 2 – Stark gefährdet eingestuft.
In der Roten Liste SH heißt es zu dieser Art: Bisher nur 13 sichere Nachweise von Einzeltieren meist aus Städten (Kiel, Kronshagen, Lübeck, Plön). 1998 wurde eine Wochenstube in Lübeck entdeckt (BECKER, mündl. Mitt. an AGF).

Im Säugetieratlas von Dr. Peter Borkenhagen (2011) wird das Vorkommen der Art etwas umfänglicher beschrieben: Der einzige Fund in Kiel datiert nach Borkenhagen aus dem Jahr 1905 und wurde seinerzeit ins Kieler Museum verbracht. Diese Angaben beruhen auf Erna Mohr: „Die Säugetiere Schleswig-Holsteins“, 1931. Bestätigt wurde der Fund dann von Pieper & Wilden 1980.

Im Zusammenhang mit der geplanten Ansiedlung von Möbel Kraft in Kiel wurden Auszüge aus den bisher vorliegenden Erkenntnissen des Grünordnerischen Fachbeitrages auf der Sitzung des Beirates für Kleingärten (23.10.2012) von einem Vertreter des von der Stadt beauftragten Unternehmens (IPP) vorgestellt. Besonders ausführlich wurde die Situation in Bezug auf Fledermäuse eingegangen, zu denen eine Erstuntersuchung am 3. und 4.9.2012 stattfand.

Der jetzige Fund im Gebiet Prüner Schlag, das durch die geplante Möbel Kraft-Ansiedlung gefährdet ist, wissenschaftlich eine Besonderheit: Der erste Nachweis dieser Fledermausart seit 107 Jahren in Kiel – im Prüner Schlag. Es ist damit überhaupt erst der 2. in Kiel und einer der ganz wenigen in Schleswig-Holstein. Noch in der vorletzten Roten Liste wurde die Art mit 1 – vom Aussterben bedroht – klassifiziert – in der letzten Liste hat sie sich auf stark gefährdet verbessert.
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