Michel Buck
(* 26. September 1832 † 15. September 1888)
Am Bächle
S Bächle schwätzt im Busch verborga
Und as sait: „Heazbruder, lach
Au mit miar, wirf deini Sorga
Keackle zuamer rei‘ in Bach.
Michel Buck: Am Bächle weiterlesen
Fließgewässer
Michel Buck
(* 26. September 1832 † 15. September 1888)
Am Bächle
S Bächle schwätzt im Busch verborga
Und as sait: „Heazbruder, lach
Au mit miar, wirf deini Sorga
Keackle zuamer rei‘ in Bach.
Michel Buck: Am Bächle weiterlesen
Anna Louisa Karsch
(* 1.12.1722 † 12.10.1791)
Der Weidenbaum
Die Muse flieht zu dir, einsamer Kranz von Weiden!
Wo ihr dein West in kühle Schatten winkt.
Ihr Bäume! die ringsum der Spree Gestade kleiden,
Wie oft mein Herz, die Ruhe in Strömen trinkt.
Anna Louisa Karsch: Der Weidenbaum weiterlesen
Auguste Kurs
(1815-1892)
Vogel im Käfig
Möchte das Vöglein so gerne sich schwingen
Auf zu des Aethers sonnigem Blau,
Ließe so gern seine Lieder erklingen
Über der blühenden, duftenden Au.
Auguste Kurs: Vogel im Käfig weiterlesen

Checkliste für den Ostseeschutz
– Naturschutzverbände verfolgen Umsetzung des Aktionsplans Ostseeschutz
– Erste Meilensteine erreicht: Schutzgebiete ausgewiesen, freiwillige Vereinbarungen
– Verbindliche Ziele zur Reduktion des Nährstoff-Eintrags in die Ostsee fehlen
– Reduktion von Störungen in allen sensiblen Ostsee-Gebieten notwendig
Checkliste für den Ostseeschutz weiterlesen

Sumpf-Dotterblume – Caltha palustris L. weiterlesen
Anna Louisa Karsch
(* 1.12.1722 † 12.10.1791)
An den jungen Lenz
Du junger Frühling kommst herab
Vom Schöpfer, um ganz neues Leben
Geschöpfen seiner Hand zu geben.
Das Blumen-Volk verläßt sein Grab,
Und mit empor gehobnem Haupte
Beschämt es den, der keinen Gott
Und für sich selbst Vernichtung glaubte.
Der Vogel wiederspricht des Wiedersprechers Spott.
Die Saat mit Millionen Zungen
Aus schwarzer Erd herauf gedrungen
Bestätiget, was er gesungen!
Der Linde Blätter lispeln nach;
Die Elbe rauscht und murmelnd spricht der Bach:
„Es ist ein Gott, der laue Winde schickte,
„Den Schnee zerschmolz, das Eis zerbrach,
„Mit jungem Grün das Ufer schmückte
„Und diese Sonne scheinen läßt!
Nach sanft gefallnem Frühlingsregen
Quackt der erweckte Frosch sein Fest,
Und Fische scherzen ihr entgegen!
Der Hirt heißt seine Heerde leben!
Sie weidet jugendliches Graß,
Blöckt ihre Freuden laut, und hört ohn Unterlaß
Sich Thal und Hügel Antwort geben!
Die Honigträgerin verläßt ihr kleines Haus
Und saugt den Veilchen, wenn sie duften,
Die Süßigkeit des kleinen Kelches aus.
Die Schwalbe kommt aus Sumpf, wie aus verschloßnen Grüften
Einst unsre Leiber neu hervor,
Sie baut ihr Haus von Stroh und fetter Erde,
Und schwitzert froh dem Menschen vor,
Daß er auch wieder leben werde!
Anna Louisa Karsch: An den jungen Lenz weiterlesen
Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt; † 7. November 1929 in München)
Ebene Landschaft
Die Erde kam, ein grauer Strom, geflossen.
Kein Damm, der ihre Flut zusammenhält,
Sie hat sich über Berg und Tal und Haus ergossen.
Fern, wo ein schmaler Strich den Horizont erhellt,
Ein Baum. Entwurzelt. Der ins Leere fällt.