Mitmach-Projekt zum Ostseeschutz des BUND S-H

Pressemitteilung des BUND S-H
Mitmach-Projekt zum Ostseeschutz
+++ Pilot-Projekt „Alles fließt – in die Ostsee“ entwickelt Konzepte für Gewässerschutz
+++ Verbindung von Wissenschaft und ehrenamtlichem Engagement
+++ Informationen über Nährstoffeinträge und Möglichkeiten zu konkretem Handeln

Kiel. Es gibt zu viele Nährstoffe in der Ostsee. Sie lassen Algen wachsen, die Fischen und Seegras Licht und Luft nehmen. Eutrophierung ist das Fachwort für diesen Überschuss an Stickstoff und Phosphor im Wasser. Landwirtschaft und Landesregierung haben das Problem erkannt und arbeiten daran. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein e. V. (BUND SH) will mit dem Projekt „Alles fließt – in die Ostsee“ dabei unterstützen und viele Freiwillige zum Mitmachen anregen, um das landesweite Gewässer-Messstellennetz zu ergänzen. Die Freiwilligen werden Wasserproben an Zuflüssen zur Ostsee nehmen. Das Pilotprojekt wird von BINGO! Die Umweltlotterie gefördert und wird bis April 2027 ausgewertet und weiterentwickelt.

Die Ehrenamtlichen werden geschult, um fachgerecht Wasserproben zu nehmen. Die Proben werden anschließend auf ihren Gehalt an Stickstoff und Phosphor untersucht. Mit dieser Verbindung aus Wissenschaft und freiwilligem Engagement ist „Alles fließt“ ein Citizen-Science-Projekt.

„Der Projektstart hat gezeigt, dass den Menschen das Thema Meeresschutz am Herzen liegt. Wir haben jetzt schon mehr Mitmach-Anfragen von Freiwilligen, als wir derzeit bedienen können“, erklärt Magdalena Gatta, Projektleiterin von „Alles fließt – in die Ostsee“.

Jürgen Leicher, stellvertretender Vorsitzender des BUND SH, ergänzt: „Viele Landwirt*innen wollen ihren Teil beitragen, um die Nährstoffbelastung der Umwelt zu verringern. Wir wollen den notwendigen Wandel begleiten und mit der Landwirtschaft in den Austausch kommen. Außerdem wollen wir mit den Umweltfachbehörden und Ostseebeiräten zusammenarbeiten, die im Zuge des Aktionsplans Ostseeschutz gegründet wurden.“

Die Überdüngung der Gewässer und der Ostsee ist seit vielen Jahren ein ökologisches Problem. Obwohl die Ursachen bekannt sind, sind die Gegenmaßnahmen weiterhin nicht ausreichend und der Handlungsbedarf bleibt groß. Es liegen bereits umfangreiche Forschungsergebnisse zu dieser Fragestellung vor. Zusätzliche qualitätsgesicherte Erhebungen mit ehrenamtlich Engagierten an kleineren Zuflüssen zur Ostsee können dennoch helfen, Belastungen besser sichtbar zu machen und das Bewusstsein für den notwendigen Gewässerschutz in der Region zu stärken.

Kontakt für weitere Informationen

Magdalena Gatta, Projektleitung, magdalena.gatta(at)bund-sh.de
Verena Platt-Till, Meeresschutzreferentin, verena.platt-till(at)bund-sh.de

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