Klimawandel vor der Haustür: Struckdieksau in Kiel ausgetrocknet

Struckdieksau in Kiel bis auf ein paar Pfützen ausgetrocknet
Struckdieksau in Kiel bis auf ein paar Pfützen ausgetrocknet
Kiel ist im Verhältnis zu großen Teilen der Bundesrepublik in diesem Sommer zwar mit einem blauen Auge davongekommen, aber auch hier müssen Lebensräume und ihre Organismen teils extrem unter Hitze und Trockenheit leiden: Die Struckdieksau in Kiel-Hassee (z.T. an der Ortsteil-Grenze zu Russee) ist ausgetrocknet. Das von einer Fußweg/Radweg-Brücke aufgenommene Foto lässt vermuten, dass der Bach hier versiegt. Leider ist dem nicht so. Der Bach ist auf der ganzen Länge ausgetrocknet.

Glücklicherweise gibt es noch ein paar Pfützen, die zumindest einem kleinen Teil der Wasserorganismen Leben ermöglichen und z.B. auch Vögeln als Wasserquelle dienen.

Struckdieksau in Kiel-Hassee/Russee ausgetrocknet
Struckdieksau in Kiel-Hassee/Russee ausgetrocknet
Für viele Tiere, die einen Bach besiedeln, ist das dennoch das Ende. Eine solche Austrocknung hat aber Auswirkungen weit über das Bachleben hinaus, u.a.:
Die Grundwassereinspeisung reduziert sich, Pflanzen in der Umgebung erhalten weniger Wasser und es wird wärmer, weil der Kühleffekt des Baches zum größten Teil verloren ist und weil die Bäume in der Umgebung weniger verdunsten.

Austrocknungen oder extrem niedrige Wasserpegel von Kleingewässern sind in Kiel im Sommer seit einigen Jahren zu beobachten. 2020 habe ich z.B. einen kleinen Artikel zu einem austrocknenden Teich im Vieburger Gehölz geschrieben.

Zugenommen haben über die Jahre auch Schäden durch Trockenheit auf Vegetationsflächen und an Bäumen. Zu dieser Thematik sind auf planten.de mehrere Beiträge zu finden, u.a.:
Vertrocknete Blätter als Notreaktion bei Hainbuche in Gaarden (2026)
Absterben von Berg-Ahornen in Russee (2026)
Trockenheitsschäden an Koniferen im Kreis Plön bzw. S-H (2020)
Greenwashing: Öffentliche Blumenkübel in Kiel (2020)
EP: Gemeinsam gegen Wasserknappheit und Dürre (2008)

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