Kostenlose Natur-Dienstleistungen statt teurer technischer Klimaschutz

Pressemitteilung des BUND S-H
Kostenlose Natur-Dienstleistungen statt teurer technischer Klimaschutz

++ BUND SH: Mängel in der Novelle des Energiewende- und Klimaschutzgesetzes – Priorität für natürlichen Klimaschutz fehlt!
++ Rein technischer Klimaschutz führt zu Flächenverbrauch, Lebensraumverlusten, weiterer Schwächung des Naturhaushaltes und damit zur Belastung der nachfolgenden Generationen
Kostenlose Natur-Dienstleistungen statt teurer technischer Klimaschutz weiterlesen

Francisca Stoecklin: Schnee

Francisca Stoecklin
(* 11. September 1894 † 1. September 1931)

Schnee

Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
schwebe, sinke –
breit alles in Schweigen
und Vergessenheit!
Gibt es noch Böses,
wo Schnee liegt?
Verhüllt, verfernt er nicht
alles zu Nahe und Harte
mit seiner beschwichtigenden
Weichheit, und dämpft selbst
die Schritte des Lautesten
in Leise?
Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
den Menschen, den Tieren! –
Weißeste Feier
der Abgeschiedenheit.

Quercus rubra L., Rot-Eiche

Quercus rubra L., Rot-Eiche - Foto von Rosa Thiemer
Quercus rubra L., Rot-Eiche – Foto von Rosa Thiemer
Die Rot-Eiche, Quercus rubra L., wird 25-30 m hoch. Als Forstbaum wird sie gelegentlich in Parks oder auf Privatgrundstücken gepflanzt und verwildert von dort in die Landschaft. Diese neophytischen Vorkommen der aus dem östlichen Nordamerika stammenden Pflanze sind als etabliert zu bewerten.
Quercus rubra L., Rot-Eiche weiterlesen

Margarete Beutler: Nach der Weinlese

Margarete Beutler
13. Januar 1876 – 3. Juni 1949

Nach der Weinlese

Nun stehn die kleinen Pforten alle offen,
die talwärts zu den Rebenhängen führen!
Kein Wächter eilt, sie nächtens zu verschließen.
Der Wächter Amt ist aus. Sie schwelgen wohl
im jungen Wein bereits und reden trunken…
Die Reben aber, ihres Schmucks beraubt,
der Schwere und der Süße ihrer Trauben,
entsenden Blatt für Blatt zur Erde wieder
und kräuseln müde ihre dürren Ranken.
Wie Frauen, deren Haare alternd bleichen,
die niemand mehr sich Mühe gibt zu hüten,
weil keine Süßigkeit gefährdet ist
und keiner Frucht mehr Räuber schändend nahen,
so liegen sie an den verlassnen Straßen
im Moderkranz der fahlen Lauben da,
und selbst die kleinen Wasser wandern träger
dem großen Strom der breiten Tale zu.