Theodor Storm: Weihnachtabend 1852

Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,
Der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.
Weihnachten war’s; durch alle Gassen scholl
Der Kinderjubel und des Markts Gebraus.

Und wie der Menschenstrom mich fortgespült,
Drang mir ein heiser Stimmlein in das Ohr:
»Kauft, lieber Herr!« Ein magres Händchen hielt
Feilbietend mir ein ärmlich Spielzeug vor.

Ich schrak empor, und beim Laternenschein
Sah ich ein bleiches Kinderangesicht;
Wes Alters und Geschlechts es mochte sein,
Erkannt ich im Vorübertreiben nicht.

Nur von dem Treppenstein, darauf es saß,
Noch immer hört ich, mühsam, wie es schien:
»Kauft, lieber Herr!« den Ruf ohn Unterlaß;
Doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn.

Und ich? – War’s Ungeschick, war es die Scham,
Am Weg zu handeln mit dem Bettelkind?
Eh meine Hand zu meiner Börse kam,
Verscholl das Stimmlein hinter mir im Wind.

Doch als ich endlich war mit mir allein,
Erfaßte mich die Angst im Herzen so,
Als säß mein eigen Kind auf jenem Stein
Und schrie nach Brot, indessen ich entfloh.

BUNDjugend SH: Aktion zum Klimaschutz am 07.12.

Nachfolgend wird eine Pressemitteilung der BUND-Jugend SH geringfügig gekürzt dokumentiert:

Einen Tag vor dem weltweiten Klima-Aktionstag am 8. Dezember startet (..) die (…) Jugendaktion zum Klimaschutz. Im Wettbewerb „Klimaretter“ wird die BUNDjugend im ganzen Land junge Klimaretter suchen, die mit intelligenten Einsparungen und coolen Aktionen das Klima retten. BUNDjugend SH: Aktion zum Klimaschutz am 07.12. weiterlesen

Johann Wolfgang von Goethe: Die Nektartropfen.

Als Minerva jenen Liebling,
Den Prometheus, zu begünst’gen,
Eine volle Nektarschale
Von dem Himmel niederbrachte,
Seine Menschen zu beglücken,
Und den Trieb zu holden Künsten
Ihrem Busen einzuflößen:
Eilte sie mit schnellen Füßen,
Daß sie Jupiter nicht sähe;
Und die goldne Schale schwankte,
Und es fielen wenig Tropfen
Auf den grünen Boden nieder.

Emsig waren drauf die Bienen
Hinterher, und saugten fleißig;
Kam der Schmetterling geschäftig,
Auch ein Tröpfchen zu erhaschen;
Selbst die ungestalte Spinne
Kroch herbei und sog gewaltig.

Glücklich haben sie gekostet,
Sie und andre zarte Thierchen!
Denn sie theilen mit dem Menschen
Nun das schönste Glück, die Kunst.

Kiel: Baumpaten gesucht

Nachfolgend wird eine Pressemitteilung der Landeshauptstadt Kiel dokumentiert.

Stadtbäume benötigen besondere Aufmerksamkeit und Pflege, um zu gedeihen. Wer eine Patenschaft für einen oder mehrere der 53.800 Einzelbäume im städtischen Raum übernehmen möchte, leistet einen wichtigen Beitrag für die Umwelt. Ein neues Faltblatt des Grünflächenamtes informiert jetzt über die Modalitäten zu Baumpatenschaften.

Der „Patenbaum“ soll beobachtet und Schäden sollen dem Amt gemeldet werden. Zusätzlich können Baumpaten ihren Schützling regelmäßig wässern oder die Baumumgebung bepflanzen und pflegen. Auch finanzielle Unterstützung für den Baumspendenfonds sind willkommen. Saubere Luft und sattes Grün sind der Lohn.

Baumpatenschaften gibt es schon seit 1976 beim Grünflächenamt der Landeshauptstadt. Zurzeit sind 32 Baumpatenschaften registriert. Darunter befindet sich eine seit 1976 bestehende Patenschaft für eine Eiche im Oppendorfer Weg. Nicht nur Einzelpersonen können Paten werden, auch Familien, Hausgemeinschaften, Vereine, Schulklassen oder Firmen können sich für „ihren“ Baum engagieren.

Das neue kostenlose Informationsfaltblatt „Baumpatenschaften“ liegt im Rathaus, im ABK-Kundenzentrum am Kleinen Kiel, in der Stadtbücherei und den Stadtteilbüchereien aus.

Weitere Informationen zu Baumpatenschaften gibt es im Grünflächenamt.

Treffpunkt Eden – Netzwerk zu Kirchengärten in Nordelbien geplant

Die Ökumenische Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit hat ein Projekt zu kirchlichen Gärten in Nordelbien ins Leben gerufen. Unter obiger URL finden sich auch weiterführende Informationen zu Zielen und Umsetzung. Zitat von o.a. Website:

Ziel des Projektes ist die Erhaltung und Weiterentwicklung kulturhistorisch wertvoller und moderner Gartenräume im Sinne einer vielschichtigen, erlebbaren kirchlichen Kulturlandschaft.
Dabei geht es um eine prozesshafte Weiterentwicklung der Anlagen, angelehnt an die Bedürfnisse und Ansprüche der einzelnen Akteure (Betreiber) im Hinblick auf Ökologie, Ästhetik, Tradition und Kultur, Seelsorge, Sozioökonomie und Nutzungsansprüche.

Christian Morgenstern: Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.

Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrin der freche Hans.

Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendrüber, da schneit es, hu!

Sie rücken zusammen dicht an dicht,
so warm wie Hans hat’s niemand nicht.

Sie hör’n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

Planung für Citti-Rampe wird von der Linken.Kiel abgelehnt

Nachfolgend wird eine Pressemitteilung des Kreisverbandes Kiel der Partei Die Linke vom 28.11.2007 dokumentiert.

DIE LINKE.KIEL: Citti-Rampe richtet sich gegen den Bürgerwillen

Der Kreisverband Kiel der Linken hat sich auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung einhellig gegen die sogenannte Rampe Uhlenkrog ausgesprochen. Mit dem Geld der Steuerzahler könne nicht gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger die Wirtschaft gefördert werden.

Kreissprecher Björn Thoroe: „Es ist schon bemerkenswert, dass ausgerechnet der grüne Bürgermeister Todeskino ein Konzept vorlegt, das massiv gegen die Interessen der dort wohnenden Menschen gerichtet ist. Lärm und Feinstaubbelastung steige, Schulwege seien erschwert und würden gefährlicher. Dass die Anwohner die städtische Fehlplanung des Citti-Projektes ausbaden sollen, werde man nicht hinnehmen. Für viele Betroffene bedeutet diese Planung nicht nur eine geringere Lebensqualität, sondern auch eine Minderung der Grundstückswerte. Kleingärten werden zerstört und natürliche
Erholungsräume beeinträchtigt.“

„Wir werden die Anwohner bei ihren berechtigten Protesten unterstützen“ so Angela Whyte, Sprecherin der LAG Umwelt der Linken. „Dieses Vorhaben wird einer unserer örtlichen Schwerpunkte im Wahlkampf. Unsere zukünftige Ratsfraktion wird die Rampenlösung konsequent ablehnen. Es kann nicht sein, daß die Interessen weniger mit Millionen von Steuergeldern gegen die Bedürfnisse vieler gefördert werde.“ Bürgerbeteiligung nach dem Baugesetzbuch dürfe nicht zu einer Alibiveranstaltung verkommen. Bauprojekte seien offen und transparent zu gestalten und bürgerliche Teilhabe über das gesetzlich erforderliche Mindestmaß hinaus zu zulassen.

Ebenfalls abgelehnt wird von der Partei DIE LINKE.Kiel die ursprüngliche Planung einer Russeer Rampe. Kreissprecherin Whyte: „Wenn überhaupt, kommt aus Kostengründen und wegen des Landschaftsverbrauchs nur ein direkter Anschluss an die Autobahn infrage. Da die Investitionen nicht dem Allgemeinwohl dienen würden, sollten die Kosten von den Citti-Betreibern alleine getragen werden.“