
Quercus rubra L., Rot-Eiche weiterlesen
Selma Merbaum: Ich bin die Nacht
Selma Merbaum
(* 5. Februar 1924 in Czernowitz, Rumänien/Ukraine bis † 16. Dezember 1942 im Zwangsarbeitslager Michailowka, Rumänien/Ukraine)
Ich bin die Nacht
Ich bin die Nacht. Meine Schleier sind
viel weicher als der weiße Tod.
Ich nehme jedes heiße Weh
mit in mein kühles, schwarzes Boot.
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Theodor Storm: Knecht Ruprecht
Theodor Storm (1817-1888)
Knecht Ruprecht
Von drauß‘ vom Walde komm ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelsthor
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Herbert Eulenberg: Winterlichtwende
Herbert Eulenberg
(* 25. Januar 1876 in Mülheim am Rhein bis † 4. September 1949 in Düsseldorf)
Winterlichtwende
Nun hat sich neu das Licht gewendet
und täglich steigt der Sonne Kraft,
die Leben und die Liebe spendet
und alles Irdische erschafft.
In ihrem Leuchten wandelst du
dem ewig schönen Frühling zu.
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Gertrud Kolmar: Die Fahrende
Gertrud Kolmar
(geboren am 10. Dezember 1894 in Berlin; ermordet Anfang März 1943 in Auschwitz)
Die Fahrende
Alle Eisenbahnen dampfen in meine Hände,
Alle großen Häfen schaukeln Schiffe für mich,
Alle Wanderstraßen stürzen fort ins Gelände,
Nehmen Abschied hier; denn am andern Ende,
Fröhlich sie zu grüßen, lächelnd stehe ich.
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Einige Pilze performen Dieter B.
Gertrud Kolmar. Die gelbe Schlange
Gertrud Kolmar
(geboren am 10. Dezember 1894 in Berlin; ermordet Anfang März 1943 in Auschwitz)
Die gelbe Schlange
Ich war ein Mädchen auch im Traum.
Und meine Brüste lagen, helle Inseln,
Auf jeder eine kleine braune Stadt
Mit spitzem Turm
Und rot geheimer Ströme unterirdnem Rinseln.
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