Margarete Beutler
* 13. Januar 1876 in Gollnow bis † 3. Juni 1949 in Gammertingen
Die Lerche
So weit das Auge sieht
rings her nur braune Schollen,
die gerne grünen wollen.
Eine Lerche tanzt ihr Lied!
Margarete Beutler: Die Lerche weiterlesen
Margarete Beutler
* 13. Januar 1876 in Gollnow bis † 3. Juni 1949 in Gammertingen
Die Lerche
So weit das Auge sieht
rings her nur braune Schollen,
die gerne grünen wollen.
Eine Lerche tanzt ihr Lied!
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Gertrud Kolmar
(geboren am 10. Dezember 1894 in Berlin; ermordet Anfang März 1943 in Auschwitz)
Abschied
Nach Osten send ich mein Gesicht:
Ich will es von mir tun.
Es soll dort drüben sein im Licht,
Ein wenig auszuruhn
Von meinem Blick auf diese Welt,
Von meinem Blick auf mich,
Die plumpe Mauer Täglich Geld,
Das Treibrad Sputedich.
Gertrud Kolmar: Abschied weiterlesen
Pressemitteilung des BUND S-H
Kostenlose Natur-Dienstleistungen statt teurer technischer Klimaschutz
++ BUND SH: Mängel in der Novelle des Energiewende- und Klimaschutzgesetzes – Priorität für natürlichen Klimaschutz fehlt!
++ Rein technischer Klimaschutz führt zu Flächenverbrauch, Lebensraumverlusten, weiterer Schwächung des Naturhaushaltes und damit zur Belastung der nachfolgenden Generationen
Kostenlose Natur-Dienstleistungen statt teurer technischer Klimaschutz weiterlesen
Gertrud Kolmar
(geboren am 10. Dezember 1894 in Berlin; ermordet Anfang März 1943 in Auschwitz)
Das Herz
Ich ging durch einen Wald,
Da wuchsen viele Herzen.
Sie waren rot in Schmerzen,
Sie waren stolz und grün und kalt.
Gertrud Kolmar: Das Herz weiterlesen
Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)
Mit einer Uhr
Ich wollt‘ sie erst mit diesem Wunsch geleiten,
Ich wollte sagen: „Liebster, laß Dir scheinen
Bittere Stunden jene, die uns scheiden,
Und süße Stunden, solche, die uns einen.“
Maria Luise Weissmann: Imago | Mit einer Uhr weiterlesen
Francisca Stoecklin
(* 11. September 1894 † 1. September 1931)
Schnee
Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
schwebe, sinke –
breit alles in Schweigen
und Vergessenheit!
Gibt es noch Böses,
wo Schnee liegt?
Verhüllt, verfernt er nicht
alles zu Nahe und Harte
mit seiner beschwichtigenden
Weichheit, und dämpft selbst
die Schritte des Lautesten
in Leise?
Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
den Menschen, den Tieren! –
Weißeste Feier
der Abgeschiedenheit.
Gertrud Kolmar
(geboren am 10. Dezember 1894 in Berlin; ermordet Anfang März 1943 in Auschwitz)
Die Dichterin
Du hältst mich in den Händen ganz und gar.
Mein Herz wie eines kleinen Vogels schlägt
In deiner Faust.Der du dies liest, gib acht;
Denn sieh, du blätterst einen Menschen um.
Doch ist es dir aus Pappe nur gemacht,
Gertrud Kolmar: Die Dichterin weiterlesen