Wenn im Herbst die Stillegungspläne für das Atommüll-Endlager Morsleben öffentlich ausgelegt werden, geht es auch um wichtige Vorentscheidungen für ASSE II und Gorleben. Der Standort Morsleben ist nicht besser geeignet für die Endlagerung von Atommüll als ASSE II. Allerdings sind die Probleme im Detail in der Öffentlichkeit bisher weniger bekannt.
Hier soll erstmals ein isoliertes Stillegungsverfahren für ein Endlager durchgeführt werden, dass das Atomgesetz überhaupt nicht vorsieht. Dieser Verfahrensschritt wird eingeführt, weil die Endlager Morsleben und ASSE II nicht einem atomrechtlichen Genehmigungsverfahren unterworfen wurden, sondern per Bundestagsbeschluß zum Endlager erklärt wurden. Dieses Verfahren und das technisches Konzept der Schließung (Barrieren + Salzbeton) könnten unmittelbar Pate stehen für ASSE II. Helmstedt: Statusseminar zum Atommüll-Lager Morsleben weiterlesen
Kategorie: Deutschland
Bundesrepublik Deutschland
Hafenerweiterung in Brake: 40 Steuermillionen in den Sand gesetzt
Sandstedt. Eine „maßlose Verschwendung von Steuergeldern“ nennt der Förderkreis WATERKANT e. V. die neue Kaje des Seehafens Brake, die am 10.8.09 vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) offiziell eingeweiht wurde. Knapp 40 Millionen Euro öffentlicher Gelder zu verbauen für die Norderweiterung eines Hafens mit seit Jahren stagnierendem Umschlag sei ein politischer Skandal, so WATERKANT. In den vergangenen zehn Jahren seien mit nur geringen Schwankungen jährlich zwischen fünf und sechs Millionen Tonnen Güter über die bisher 1,7 Kilometer Länge messende Kaje gegangen, beruft sich der Verein auf amtliche Statistiken, im Schnitt lägen da zwei Schiffe pro Tag und nur selten habe eines davon eine Länge von mehr als 200 Metern: „Das kann keine logistisch unlösbare Aufgabe sein – und gibt einer Erweiterung um jetzt 270 Kajenmeter einen üblen Beigeschmack.“ Hafenerweiterung in Brake: 40 Steuermillionen in den Sand gesetzt weiterlesen
Angriff auf die Gemeinnützigkeit der BI Lüchow-Dannenberg

Die Gemeinnützigkeit der Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg wird angegriffen. Das Finanzamt Lüchow unterstellt, die Besetzung des “Schwarzbaus Gorleben” am 29.Mai gehe auf das Konto der BI. Nachdem bekannt wurde, dass unter der Etikette “Erkundung” rund die Hälfte der 1,51 Mrd. Euro im sogenannten Erkundungsbergwerk bereits in dessen Ausbau als Atommülldeponie geflossen waren, hatte die BI zu einer Kundgebung unter dem ironischen Motto “Die Einebnung des Schwarzbau-Endlagers im Wendland in die Wege leiten” aufgerufen. Angriff auf die Gemeinnützigkeit der BI Lüchow-Dannenberg weiterlesen
Bei Rama ist nichts in Butter
Robin Wood protestiert bei Unilever gegen verantwortungslose Palmöl-Geschäfte
AktivistInnen von ROBIN WOOD haben heute in der Hamburger Hafen-City vor der deutschen Konzernzentrale von Unilever protestiert. Sie erkletterten den Haupteingang des Gebäudes und entrollten ein Banner mit der Aufschrift: „Bei Rama ist nichts in Butter: Schmierige Profite mit Palmöl bei Unilever“. ROBIN WOOD fordert gemeinsam mit indonesischen Umweltorganisationen, dass Unilever nicht mehr mit Palmöl-Lieferanten zusammenarbeitet, die ihre Plantagenflächen weiter ausweiten und in Landkonflikte verwickelt sind. Bei Rama ist nichts in Butter weiterlesen
Kiel: Musiker tourt für frei fließende Flüsse
Schwimmend zum Konzert
Um das Bewusstsein für natürliche und artenreiche Flüsse in Deutschland zu stärken, schwimmt der Musiker Heinz Ratz (40) 1000 Kilometer durch Flüsse und Seen. Am 20. Mai 2009 startete er seine Schwimmtour in Lindau am Bodensee. Am 17. August beendet er die Tour in seiner Heimatstadt Kiel.
Nach Tagesetappen von manchmal über 20 km gibt er am Abend mit seiner Band „Strom und Wasser“ in insgesamt 50 Orten Konzerte. „Es ist eine besondere Herausforderung nach bis zu 8 Stunden im kalten Wasser abends noch 3 Stunden auf der Bühne zu spielen“, so der Künstler. Doch es ist für einen guten Zweck: Gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will Heinz Ratz auf die Bedrohung unserer Flüsse und auf das Artensterben aufmerksam machen. Bei seinen Benefizkonzerten sammelt er Spenden für lokale Artenschutzprojekte. Kiel: Musiker tourt für frei fließende Flüsse weiterlesen
München missachtet EU-Urteil zur Feinstaubbelastung
Deutsche Umwelthilfe fordert Ausdehnung der Umweltzone auf die Landshuter Allee – Weiterhin zu hohe Feinstaubbelastung in der Landshuter Allee – Grenzwerte für Schadstoffbelastung durch Dieselruß und verkehrsbedingten Feinstaub mehrfach überschritten – Stadt München missachtet Urteil des Europäischen Gerichtshofs – Stadt und Behörden unterlassen Gesundheitsschutz der Bevölkerung München missachtet EU-Urteil zur Feinstaubbelastung weiterlesen
BUND begrüßt einheitliches ohne-Gentechnik-Siegel. Handel muss Blockade aufgeben
Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßte das heute von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner vorgestellte offizielle „ohne Gentechnik“-Siegel und fordert eine Informationskampagne des Ministeriums, um es bekannter zu machen. Das einheitliche Siegel steigere die Wiedererkennbarkeit bei den Verbrauchern und erhöhe den Druck auf Hersteller und Händler, die seit Mai 2008 mögliche Kennzeichnung endlich umfassend einzusetzen. Bisher nutzten nur wenige Händler die freiwillige „ohne Gentechnik“-Kennzeichnung, so etwa Tegut aus Hessen und der Molkereikonzern FrieslandCampina. Campina verzeichnete zuletzt mit den „ohne Gentechnik“-ausgezeichneten Produkten große Umsatzzuwächse. BUND begrüßt einheitliches ohne-Gentechnik-Siegel. Handel muss Blockade aufgeben weiterlesen