
Abgestorbene stehende Bäume dienen als Brutplatz für verschiedene Vogelarten, wie z.B. Spechte (Picidae) und Eulen. Sie sind Winterquartiere für Insekten, Spinnen, Fledermäuse und kleine Säugetiere. Totholz ist auch Lebensraum für totholzbewohnende Pilze, Moose, Flechten und andere Organismen.

Aber auch zur Waldbildung und die Weiterentwicklung von Wald und waldnaher Strukturen trägt Stehendes Totholz bei: Die langsame Freisetzung von Nährstoffen ermöglichst eine stetige und langfristige Verfügbarkeit von Nährstoffen für Pflanzen, Pilze und Tiere. Abgestorbene Bäume fördern die Bodenbildung.

Stehendes Totholz erhöht die strukturelle Vielfalt eines Waldes und schafft Übergangszonen zwischen verschiedenen Lebensraum-Typen.
Totholz ist sehr wichtig für Biodiversität, u.a. weil es einziger Lebensraum oder einzige Nahrungsquelle hochspezialisierter Tier- und Pilzarten ist. Damit trägt es auch damit zur Stabilisierung des gesamten Ökosystems bei.


M.E. ist Klimawandel übrigends eine verharmlosende Begrifflichkeit angesichts der drastischen Folgen für alle Ökosysteme. Siehe dazu meine unten stehende Anmerkung zum Euphemismus Klimawandel.
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Weitere Artikel zum Thema Stehendes Totholz auf planten.de:
Stehendes Totholz
Brennt wie Zunder: Zunderschwamm, Fomes fomentarius
Ein Männlein steht im Walde…
Kleiner Trost: Zahntrost… aber absterbende Bäume am Grünen Weg in Kiel
Ausgleich-Abgleich: ungleich
Diskursmonitor: Glossar zur strategischen Kommunikation in öffentlichen Diskursen
Anmerkung zum Begriff „Klimawandel“
Klimawandel klingt nach einem sanftem Übergang. Die Wirklichkeit ist eine andere: Hitzerekorde im Sommer, Wüstenbildungsprozesse in Deutschland, absinkendes Grundwasser, trockenfallende Bäche und umgekehrt Übeschwemmungen, Starkregen, Tornados…: Das alles passiert gestern und heute.
Sprachlich betrachtet suggeriert Klimawandel also schönfärberisch etwas in der Wirklichkeit ganz anders stattfindendes. Sind die nach RKI-Schätzungen über 15.000 Hitzetoten allein in Deutschland in diesem Jahr ein „Wandel“? Daher ist der Begriff Klimawandel m.E. geeignet, um im Deutschunterricht als Beispiel für einen Euphemismus zu dienen. Sachlich richtiger wäre ein Begriff wie „Klimaextrem“ oder „Klimakatastrophe“. Die fachsprachliche und umgangssprachliche Verwendung des Wortes Klimawandel verstehe ich daher als manipulatives Mittel im politischen Diskurs.
Dazu drei kurze Auszüge aus dieser lesenswerten Arbeit:
Roberta Rada: Euphemismus
In: Diskursmonitor. Glossar zur strategischen Kommunikation in öffentlichen Diskursen. Hg. von der Forschungsgruppe Diskursmonitor und Diskursintervention. Veröffentlicht am 04.05.2021. Online unter: https://diskursmonitor.de/glossar/euphemismus.
„(…)Der Ausdruck Euphemisierung ist eine sprachliche Strategie, die den Einsatz von sprachlichen Mitteln mit verhüllender, verschleiernder, beschönigender, abschwächender Funktion im öffentlichen Sprachgebrauch meint. (…)
Für die Analyse von öffentlichen Diskursen sind aber in erster Linie die verschleiernden Euphemismen von Interesse. Ihr Gebrauch hängt mit dem wachsenden Bedarf zusammen, unliebsame, peinliche und gefährliche Sachverhalte sowie schockierende, brutale Ereignisse in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Umwelt usw. zu verharmlosen und zu verschleiern.(…)
Akteure greifen zu verschleiernden Euphemismen, um Macht zu erhalten bzw. auszubauen. Zum einen dient der Gebrauch von Euphemismen dazu, die eigene politische Handlung zu rechtfertigen und aufzuwerten. Negative Auswirkungen, unwillkommene, besorgniserregende, ethisch-emotionale und sozial problematische Aspekte eigener Maßnahmen und eigenen politischen Handelns sollen verborgen bleiben(…)“