
Die Redewendung „Brennt wie Zunder“ rührt von der Verwendung des getrockneten Pilzes als Mittel zum Entfachen von Feuer her. Ältester bisher gefundener Beleg für die menschliche Verwendung ist die Gletschermumie „Ötzi“ aus der Jungsteinzeit (Neolithikum).
Neben dem Zunder hatte er auch den Birkenporling, Fomitopsis betulina (Syn.: Piptoporus betulinus) dabei. Für beide Pilze ist auch eine Verwendung als Heilpilz nachgewiesen und eine Verwendung bis heute üblich.
Zunderschwamm befällt vor allem geschwächte Laubbäume und bevorzugt die Rot-Buche (Fagus sylvatica L.). Er ist aber auch häufig zu finden auf Birken (Betula spec.), Erlen (Alnus spec.) und Pappeln (Populus spec.). Der Pilz ist Weißfäule-Auslöser und zersetzt Holzbestandteile.

Die Fotos entstanden am Rande des Rad-/Fußwegs in unmittelbarer Nähe der Speckenbeker Au im Kieler Stadtteil Hassee . Der Bach verbindet den Drachensee und den Russee.